"Wird sich der Internet-Tourismus behaupten?"

Herzog: "Hotellerie hat fanatische Chancen" - Fachdiskussion im Rahmen der "Exponet Wien 2000"

Wien (PWK) - Das Internet, vielfach als wichtigstes Marketinginstrument der Zukunft bezeichnet, eröffnet auch der heimischen Hotellerie bisher ungeahnte Möglichkeiten. Die "virtuelle" Darstellung des Produkts (Live-Bilder, Rundum-Kamera, "Blick aus dem Fenster", etc) erlaubt ein Informationsangebot, wie es bisher noch nicht möglich war. Der Kunde wiederum schätzt aktuelle Informationen, die nicht nur das Hotel, sondern auch das Angebot im Ort und in der Region abdecken. Zusätzlich kann man bei vielen Hotels gleich direkt buchen, erklärte der Geschäftsführer des Fachverbandes Hotellerie, Mag. Gregor Herzog, am Mittwoch bei einer Informationsveranstaltung zum Thema "E-Commerce im Tourismus: Potential ohne Ende" im Rahmen der vom 15. bis 17. d.M. im Austria Center Vienna abgehaltenen Fachmesse "Exponet Wien 2000".

Auf die Frage, was sie am liebsten übers Internet kaufen würden, wurden bei einer Umfrage unter amerikanischen Internet-Benutzern touristische Leistungen mit Abstand am häufigsten genannt. Das Interesse der potentiellen Urlaubsgäste am Internet lasse sich, so Herzog, auch leicht damit erklären, dass Urlaub, im Gegensatz zu einem standardisierten und "angreifbaren" Produkt, im voraus kaum begutachtet werden kann. Bietet nun ein neues Medium die Möglichkeit, sich umfassender als bisher zu informieren, so werde das vom Konsumenten durchaus geschätzt.

Das Internet biete auch ein großes Maß an Authentizität. Möglich wird das "unverfälschte Live-Erlebnis vom Urlaubsort". Durch Rundum-Kameras werde die Atmosphäre im Hotelzimmer "spürbarer als auf der Momentaufnahme eines Prospekt-Fotos". Nicht zu unterschätzen ist das Preisbewusstsein. Das Internet erleichtere, zumindest nach der Einschätzung der Konsumenten, den Preisvergleich.

Der elektronische Vertrieb ist auch für die Unternehmer die derzeit günstigste Variante. Dieser Vertriebsweg steht, so Herzog, ab einem Einsatz von 30.000 Schilling offen.

Ein Bericht der Travel Industry Association of America (TIA) bescheinigt dem Tourismusangebot im Internet hohe Zuwachsraten. Seit dem Beginn des allgemeinen Internet-Booms im Jahr 1996 verdoppeln sich die Reiseeinnahmen über Internetbuchungen praktisch von Jahr zu Jahr. Der Großteil dieser Einnahmen entfällt auf Fluglinien, die Hotelumsätze folgen bereits an zweiter Stelle. (hp)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

FV Hotellerie
Mag. Gregor Herzog
Tel.: (01) 50105-3555Wirtschaftskammer Österreich

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK