• 15.02.2000, 12:38:41
  • /
  • OTS0146

AK Tumpel: "Wiener Auffangnetz für Jugendliche fortsetzen"

VP-FP-Pakt bedeutet 1.700 Wiener Jugendliche ohne Ausbildungsplatz

Wien (AK) - Für 1.700 Wiener Jugendliche sind die
Ausbildungsplätze in Frage gestellt: Das zeichnet sich für den
kommenden Herbst aufgrund des ÖVP-FPÖ-Pakts für die Wiener
Jugendlichen ab, ergibt eine AK Analyse der Lehrlingszahlen für Wien:
Die Wiener Unternehmer haben 1999 um 450 Lehrlinge weniger
aufgenommen. Im Wiener Auffangnetz zur Jugendausbildung fanden fast
800 Jugendliche einen Ausbildungsplatz. Nur dadurch sank die Zahl der
Wiener Lehrstellensuchenden auf 300. Aber ÖVP und FPÖ wollen das
erfolgreiche Auffangnetz für Jugendliche in Frage stellen. AK
Präsident Herbert Tumpel kündigt Widerstand dagegen an: "Wenn
österreichweit von der Wirtschaftskammer ein Plus an Lehr- und
Ausbildungsplätzen ausgewiesen wird, dann ist das nur auf das
Auffangnetz zurückzuführen. Und vor allem in Wien müssen wir den
Jugendlichen und ihren Eltern jetzt schon die Sicherheit geben, dass
sie mit einem Ausbildungsplatz rechnen können." ****

Die Rechnung der AK Experten ist einfach und dramatisch: Rund 800
Wiener Jugendliche werden im Herbst wieder einen Ausbildungsplatz im
Auffangnetz, in einer Lehrlingsstiftung oder in einem Berufslehrgang,
brauchen. Dazu kommen bis zu 600 Jugendliche, die ihre Ausbildung im
Auffangnetz im zweiten Lehrjahr fortsetzen müssen - und dazu noch
einmal rund 300 Jugendliche, die keine Lehrstelle finden werden, wenn
die Wiener Unternehmer nicht mehr Jugendliche aufnehmen als 1999. Das
macht in Summe 1.700 Wiener Jugendliche ohne Ausbildungsplatz - "eine
Belastung für die Jugendlichen und ihre Eltern, die wir nicht
hinnehmen werden", so AK Präsident Herbert Tumpel.

Tumpel kündigt Widerstand gegen die ÖVP-FPÖ-Pläne an: "Wir müssen
alles tun, um das Recht aller Jugendlichen auf einen Ausbildungsplatz
zu sichern." Gleichzeitig kristisiert er, dass die Wiener Unternehmen
1999 um 450 Lehrlinge weniger aufgenommen haben als im Vorjahr -
trotz 11.600 Schilling Förderung pro Lehrling und Lehrjahr: "Die
Lockmittel wirken nicht." Und wie die Erfahrungen in Tirol und in
Kärnten zeigen, werden auch nicht mehr Jugendliche aufgenommen, wenn
die ÖVP-FPÖ-Regierung allen Lehrbetrieben pro Lehrling und Jahr
zusätzlich weitere 24.000 Schilling "Kosten" für den
Berufsschulbesuch ersetzt. Tumpel: "Wir brauchen die Fortsetzung des
Auffangnetzes. Den Wiener Jugendlichen muss auch im Herbst ein
Ausbildungsplatz sicher sein."

Rückfragehinweis: AK Wien

Presse Peter Mitterhuber
Tel.: (01)501 65-2530

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW/AKW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel