• 15.02.2000, 08:38:00
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  • OTS0038

Vorsitzender von Vanguard überprüft Vorsorgesysteme mit abgegrenztem Nutzen und festen Beiträgen sowie Finanzausgleichsplan in USA

Brüssel (ots-PRNewswire) - John J. Brennan, Vorstandsvorsitzender
der Vanguard Group, der zweitgrößten Kapitalanlagengesellschaft der
Welt, präsentierte heute im Rahmen einer Veranstaltung des Belgischen
Pensionskassen-Verbandes eine interessante Untersuchung von
Rentensystemen mit Nutzen- und Beitragsabgrenzung (AN/AB) sowie von
Finanzausgleichsplänen in den USA und hob bemerkenswerte Trends in
diesen Plänen hervor.

John J. Brennan begann seinen Vortrag mit einer Überprüfung der
derzeitigen Rentensysteme in den USA - Social Security
(Sozialversicherung), abgegrenzte Vorsorgesysteme (AN, AB) und
individuelle Investitionen (IRAs und Variable Rente). Dabei wies er
auf die auffälligen Parallelen zwischen den
Sozialversicherungssystemen in den USA und in Belgien hin. Bei
beiden, so Brennan, nimmt der Anteil des aus der Sozialversicherung
abgedeckten Einkommens proportional mit dem Anstieg in den
Bruttojahreseinkommen der Arbeitnehmer ab.

Unter Bezug auf die Vorsorgesysteme mit festgeschriebenen Nutzen
und Beiträgen in den USA, durchleuchtete J. Brennan deren steuerliche
und gesetzliche Strukturen, die vom Arbeitgeber zu erbringenden
Beiträge und die treuhänderische Verantwortung und Verpflichtung, die
US-amerikanische Arbeitgeber nach dem Employee Retirement Income Act
(ERISA) - Arbeitnehmerruhegeldgesetz - wahrzunehmen haben. Weiterhin
quantifizierte er die Populariät dieser Systeme in den USA und gab
an, daß 87 % aller Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern diese
Altersversorgung anbieten.

John Brennan betrachtete dann die abgegrenzten Vorsorgesysteme im
einzelnen und analysierte jede der Optionen:

* Systeme mit abgegrenztem Nutzen (AN): Hier prüfte Brennan die
durchschnittliche Endeinkommensstruktur und Mindesteinzahlungsgrenzen
der Systeme und diskutierte einige Vor- und Nachteile. Mittels einer
eindrucksvollen Grafik präsentierte er dann den Rückgang der
Einzahlungen in diese Rentensysteme seit 1992, während die Nutzen
daraus dramatisch angestiegen sind. Diese Diskrepanz schrieb John J.
Brennan der Struktur solcher Systeme zu sowie dem starken Anstieg der
Rentenkasseneinkünfte aus Investitionen in den starken Finanzmärkten
in den 90ern, so daß die Verpflichtungen der Kassen auch bei
sinkenden Beitragseinzahlungen gedeckt werden können.

* Systeme mit abgegrenzten Beiträgen (AB): Hier sprach John
Brennan den beliebtesten Rentenplan an, das 401 (k)-System, und
erläuterte seine grundsätzliche Struktur, nach der sowohl Arbeitgeber
als auch Arbeitnehmer Beiträge zahlen, Arbeitnehmer jedoch ihre
Investitionen festlegen können (wie im Plan festgeschrieben). Seine
Ausführungen untermauerte er mit zwei interessanten Grafiken. Eine
zeigte die Ausweitung der Möglichkeiten des Plans während der letzten
fünf Jahre, die andere illustrierte den Anstieg des Finanzvolumens um
ca. 25 % über den Zeitraum von 1996-1998.

* Finanzielle Ausgleichspläne: John Brennan erläuterte die
Struktur dieser Systeme, die - obgleich sie rechtlich als System mit
abgegrenzten Nutzen gelten - den Rentenplänen mit abgegrenzten
Beiträgen sehr ähnlich sind. Er präsentierte eine Grafik, die den
Rentenplan mit begrenztem Nutzen dem Nutzen aus den traditionellen
Rentenplänen mit abgegrenzten Beitragsleistungen gegenüberstellte.
Die Grafik illustrierte die Unterschiede in den Renteneinkünften bei
beiden Systemen und zeigte gleichzeitig, warum sich die Systeme mit
abgegrenzten Beitragsleistungen gerade bei jüngeren Arbeitnehmern
größerer Beliebtheit erfreuen. Brennan sprach dann einige kürzlich
diskutierte Probleme an, denen sich gerade die Rentensysteme mit
abgegrenzten Nutzen gegenüber sehen, einschließlich einiger
kritischer Veröffentlichungen über die Strukturen des Plans sowie
komplexe rechtliche Fragen, die sich mit seiner Umsetzung
auseinandersetzen.

John Brennan beendete seine Diskussion abgegrenzten Rentenpläne
mit der Erläuterung einer Grafik, die die Kosten, die
Finanzierbarkeit, die finanzielle Sicherheit und andere
Charakteristiken dieser drei Typen von Rentensystemen
gegenüberstellte - einschließlich des Investitions- und
Finanzierungsrisikos (sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den
Arbeitgeber) - siehe Grafik.

Zum Ende seiner Präsentation beschrieb John Brennan einige Trends,
die er bei Arbeitgebern in den USA beobachtet hat, einschließlich
einer zunehmenden Umwandlungen von Rentenplänen mit abgegrenztem
Nutzen in solche mit Finanzausgleich, die Ausweitung von
Investitionsmöglichkeiten für Teilnehmer an den Rentensystemen sowie
die zunehmende Mobilität der Arbeitskräfte. Dieser Trendbilanz
folgte eine Diskussion der Begleiterscheinungen dieser Entwicklungen,
wie zum Beispiel relativ steuerfreundliche Rentenprogramme, die
zunehmende Wissensbildung hinsichtlich finanzieller Ziele sowie die
Tatsache, daß mehr und mehr Teilnehmer an den Ruhegeldsystemen ihre
Altersvorsorge in die eigenen Hände nehmen.

Die in Valley Forge, Pennsylvania, ansässige Vanguard Group, hat
ein Nettovermögen von mehr als USD 540 Mrd., das in 103 Fonds
angelegt ist, deren Anteile von mehr als einer Million
institutionellen und individuellen Anlegern gehalten werden.
Vanguard Investment Series plc ist die europäische Dachorganisation
des von Vanguard aufgelegten Fonds. Seine Vermögenswerte liegen bei
über USD 350 Mio. und umfassen ein Portfolio von Investmentfonds, das
aus fast 200 institutionellen und individuellen Anlegerkonten
besteht. Vanguard Investment Series plc begann seine Aktivitäten in
Europa im März 1998.

Stichworte aus der Grafik, deren Struktur aus dem Text nicht zu
erstehen ist:

Vergleich der drei Rentensysteme

AN AB Finanzausgleich

Investitions- Arbeitgeber Arbeitnehmer Arbeitgeber
risiko

Investitions- Nur Arbeitgeber Arbeitgeber Arbeitgeber
entscheidung oder Arbeitnehmer oder Arbeitnehmer

Finanzierungs- Arbeitgeber Arbeitnehmer Arbeitgeber
risiko

Kosten Variabel Fest Variabel

Tragbarkeit schwierig ja ja

Finanzielle Ausschüttungen Garantiert Zahlungen
Sicherheit garantiert bei Beitrag, garantiert bei

Beginn des nicht garantiert Beginn des
Ruhestands Ruhestands

ots Originaltext: Vanguard Group
Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de

Ansprechpartner:
Frank Satterthwaite, Geschäftsführer von Vanguard Marketing
International,
Tel. +32-75-970 490, oder
Brian S. Mattes, Prinzipal, Tel. +1-610-669 6219, oder
John S. Woerth, Prinzipal, Tel. +1-610-669 6224, oder
John Demming, Tel. +1-610-669 5457

Alle von Vanguard Group - Web Site: http://www.vanguard.com

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