• 14.02.2000, 10:48:18
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  • OTS0085

Bosniens Außenwirtschaftsminister Mirsad Kurtovic in der WKÖ

Österreichs Bosnien-Exporte um 26 Prozent gestiegen

Wien (PWK) - Mit Jahresbeginn 2000 hat in der Föderation
Bosnien-Herzegowina die große Privatisierung begonnen, in der
Republika Srpska laufen derartige Bemühungen in den nächsten Monaten
an. Sämtliche Vorbereitungen wie Gesetze und Verordnungen sind
bereits weitgehend beschlossen. Das Interesse der österreichischen
Firmen diesbezüglich ist groß, weshalb die Wirtschaftskammer
Österreich gemeinsam mit der Außenhandelsstelle in Sarajevo heute,
Montag, eine große Informationsveranstaltung über 'Privatisierung und
Investitionen in Bosnien-Herzegowina' veranstaltet, zu der auch der
bosnische Minister für Außenwirtschaft, Mirsad Kurtovic, nach Wien
kommt.

Neben hochrangigen Bosnien-Experten und -Entscheidungsträgern wie
Vertretern der Privatisierungsagenturen der beiden Entitäten - USAID
und PriceWaterhouseCoopers (PWC), der EBRD oder der Gesellschaft für
technische Zusammenarbeit (GTZ), berichten auch Vertreter
österreichischer Firmen, die in Bosnien investiert haben (zB Coca
Cola, Schiedel), wie auch der österreichische Handelsdelegierte in
Sarajevo, Michael Scherz, über ihre Erfahrungen.

"Eine Erholung der Wirtschaft in Bosnien zeichnet sich ab, und die
Bemühungen der österreichischen Unternehmen, aktiv bei den
Aufbauarbeiten mitzuhelfen, tragen Früchte. Die Exporte Österreichs
nach Bosnien-Herzegowina stiegen in den ersten zehn Monaten 1999
gegenüber der Vorjahresperiode um 26 Prozent auf 1,4 Mrd Schilling
an", berichtet der zuständige Länderreferent in der WKÖ, Christoph
Grabmayr.

Die österreichischen Ausfuhren nach Bosnien konzentrieren sich zur
Zeit auf Produkte, die in der Phase des Wiederaufbaus vorrangig
benötigt werden, wie Baumaschinen, Baumaterial, Lastkraftwagen,
sanitäre Anlagen, Beleuchtung, Lebensmittel und Getränke. "Die
Importe aus Bosnien-Herzegowina nehmen ebenfalls, wenn auch von einem
sehr niedrigen Niveau ausgehend, weiter zu", erklärt Grabmayr. "Von
Jänner bis Oktober '99 verzeichneten diese einen Anstieg um 14,2
Prozent auf über 291 Millionen Schilling."

Die Entwicklung der österreichischen Bosnien-Exporte sowie die rege
Teilnahme heimischer Firmen an den WKÖ-Wirtschaftsmissionen zeigen,
dass die österreichischen Unternehmen ihre bisherigen Erfahrungen in
dieser Region nutzbringend anwenden können, meint Scherz. Wenngleich
auch die EU als großer Unterstützer noch nicht wegzudenken ist,
entwickeln sich bereits erste kleine Industrien in Bosnien.
Energiewirtschaft, Holzverarbeitung, Lebensmittelverarbeitung und die
Lohnfertigung auf dem Bekleidungssektor sind die zukunftsträchtigsten
Wirtschaftsbereiche Bosniens. (Ne)

Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich

Abteilung für Außenwirtschaft
Dr. Christoph Grabmayr
Tel.: (01) 50105-4190

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