"profil": Ehemann der Vizekanzlerin mit 70 Millionen in Privatkonkurs

Spätfolgen eines Schulprojekts im Stubaital

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in
seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, wurde
am 16. Dezember 1999 über das Privatvermögen des
Innsbrucker Steuerberaters Michael Passer, Ehemann der freiheitlichen Vize-Kanzlerin Susanne Riess-Passer, der
Konkurs eröffnet. Passer steht bei einem
Bankenkonsortium rund um Hypo Tirol, Tiroler Sparkasse
und Creditanstalt nach eigenen Angaben mit 67,5
Millionen Schilling in der Kreide.

Die Schulden sind Altlasten eines 1993 gescheiterten
internationalen Schulprojekts in Schönberg im Stubaital,
schreibt das Magazin. Passers Errichtungs- und
Betreibergesellschaft PAWEN International School GmbH
war damals mit 80 Millionen Schilling in den Konkurs
geschlittert, für die der ehemalige Vizebürgermeister
Innsbrucks voll haften musste. Passer: "Ich habe im
Laufe der Jahre 30 Millionen zurückbezahlt." Heute seien einschließlich der Zinsen 67,5 Millionen Schilling an Verbindlichkeiten offenen.

Der Konkursantrag (Aktenzahl 13S37/99t) sei auf sein
Betreiben hin von einem "befreundeten Gläubiger"
eingebracht worden. Passer: "Ich wollte das endlich aus
der Welt haben."

Bei der ersten Tagsatzung am 22. Februar vor dem
Bezirksgericht Hall/Tirol will Passer, der derzeit in der Steuerberater-Kanzlei seiner Ex-Frau als geringfügig
Beschäftigter angemeldet ist, eine Barquote von "weniger
als 10 Prozent" anbieten. Passer verfügt nach eigenen
Angaben über kein Vemögen. Er wolle sich das Geld von
seiner Ex-Frau, Bekannten und seiner Gattin,
Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer borgen. "Ich will mir
privat nur soviel leihen, wie ich irgendwann zurückzahlen
kann. Wenn die Banken so liebenswürdig sein sollten, das
Angebot zu akzeptieren, würde ich mich sehr freuen."

Vizekanzlerin Riess-Passer wirft den Gläubigerbanken
ihres Mannes vor, die Sache politisch motiviert angepackt
zu haben. Riess-Passer: "Die Banken wollten meinen
Mann nicht entgegenkommen. Dabei ist das reine
Privatsache meines Mannes und hat mit der Politik nichts
zu tun."

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