• 11.02.2000, 12:28:14
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Informieren statt demonstrieren=

Wien (OTS) - "Noch mehr Öl ins Feuer zu gießen, ist das
schlechteste, was man in der derzeitigen Lage - denn es wurde in
bisherigen Demos mit Gewaltanwendungen nicht gespart - machen kann.-
Die Schülerunion spricht sich gegen den Schulstreik am 18. Feber aus.

Schülerorganisationen, die sich Initiatoren des geplanten
Schulstreiks nennen, sind so wie auch die Schülerunion
Interessensvertreter, die sich der Probleme und Sorgen Österreichs
Schüler annehmen.

"Unsere Aufgabe ist es, Konflikte zu lösen und nicht zu entfachen.
Wenn sich ein Schüler in einer hilflosen Lage sieht, versuchen wir
ihm zu helfen und die Situation aufzuklären. So handelt die
Schülerunion vor allem in Zeiten, in denen die Gemüter zu überhitzen
drohen", sagt Bundesobfrau Silvia Fuhrmann.

Ein Schulstreik würde genau das Gegenteil erreichen. "Denn wenn
man zu einer Schüler-Demonstration aufruft, gegen
Ausländerverhetzung, Sozial- und Bildungsabbau und gegen die
Aushöhlung der demokratischen Grundrechte durch Haiders schwarz-blaue
Marionettenregierung, so erreicht man schon allein durch diese
Formulierung nur eines: Man macht Österreichs Jugend gewaltig Angst",
meint Fuhrmann entsetzt.

Auch die 9 Landeschefs der Schülerunion sind sich einig:
"Informieren statt demonstrieren!" Frau BM Gehrer habe schon recht,
wenn sie sagt, man müsse das Gespräch mit den Bürgern suchen und mit
ihnen über deren Bedenken und Sorgen sprechen. Jetzt müsse aber jeder
einzelne bereit sein, dieses Angebot der Politiker anzunehmen.
Außerdem entspricht eine Regierungsbeteiligung der FPÖ der
demokratischen Entscheidung des Wählers vom 03. Oktober 1999.

"Aber manchmal hört man nur das, was man hören will. Vielleicht
greift die sozialistische Jugendvereinigung deshalb so wie ihre
Mutterpartei - möglicherweise aus Panik, welche eine plötzlich
unerwartete und möglicherweise nicht bewältigbare Situation
hervorrief - zu derartigen unberechenbaren und zweifelsohne
gefährlichen Mitteln der Angstmacherei", so lauten Stimmen in der
Schülerunion.

Der Schülerunion ist gerade in Bildungsangelegenheiten, und
ausschließlich dafür sei sie auch zuständig, optimistisch. An der
guten Zusammenarbeit mit Frau BM Elisabeth Gehrer wird sich nichts
ändern, so ist sich Fuhrmann sicher.

Fuhrmann will die Sache und auch die schulpolitischen Erfolge in den
Vordergrund stellen.

"Für Politische Bildung, Leistungsevaluierung und Qualität in der
Schule kämpft die Schülerunion schon sehr lange. Endlich wurden die
Anliegen der Schüler auch von der Regierung erhört. Sogar die
Forderung nach einem Objektivierungsverfahren der
Direktorenbestellungen wird, so wie von der Schülerunion angeregt
wurde, von der Regierung behandelt," stellt Silvia Fuhrmann klar.

"Wir müssen fernab von jeder parteipolitischen Brille konstruktiv für
Österreichs Schüler weiterarbeiten", sagt die Bundesobfrau
abschließend.

Rückfragehinweis: Schülerunion

Silvia Fuhrmann
Tel: 0664/45 568 32.

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