Glänzendes Zeugnis vergangener Epochen:

Ausstellung über Blütezeit europäischer Ritterorden

St.Pölten (NLK) - Der Brauch, Menschen mit sichtbaren Zeichen der Anerkennung zu schmücken, ist uralt, der Beginn dieses Brauches lässt sich nicht feststellen. Eine wesentliche Entwicklungsstufe des Ordenswesens bildete die Periode der Kreuzzüge mit kämpfenden, aber auch karitativ tätigen geistlichen Ritterorden. Eine Ausstellung auf Schloss Schallaburg vom 29. April bis 29. Oktober zum Thema "Barock -Blütezeit der europäischen Ritterorden" befasst sich mit diesen Auszeichnungen, die auch vom Ideenreichtum und handwerklichen Können vergangener Epochen Zeugnis ablegen. Mitveranstalter dieser Schau, die mit Hilfe zahlreicher privater Leihgeber und offizieller Stellen stattfindet, ist die Österreichische Gesellschaft für Ordenskunde.

Wurden tapfere oder hervorragende Personen etwa bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts meist durch Zuwendung materieller Güter hervorgehoben, so trat ab dieser Zeit eine vergleichsweise "billige" Art der Auszeichnung in den Vordergrund, die Dekoration der betreffenden Person mit Orden. In der Barockzeit und in der Zeit danach erreichte diese Art der Dekoration Höhepunkte und führte auch zu inflationären Erscheinungsbildern. Zur Zeit der Monarchie waren mit der Dekoration oftmals auch ein "Ehrensold", eine finanzielle Zulage, und in besonderen Fällen auch eine Beförderung verbunden.

In der Ausstellung auf Schloss Schallaburg werden rund 120 Objekte gezeigt. Man kann Ordenssterne des Militär-Maria Theresien-Ordens und jene des St.Stephan-Ordens aus dem Besitz Kaiser Josephs II. ebenso bewundern wie das Knieband des englischen Hosenband-Ordens, das einst Kaiser Franz Joseph trug. Gezeigt wird die Kollane des russischen Andreas-Ordens ebenso wie der preußische schwarze Adler-Orden oder der Orden vom Goldenen Vlies und viele andere.

Die Schau ist als Begleitausstellung zur großen historischen Ausstellung "Lothringens Erbe - Franz Stephan von Lothringen und sein Wirken in Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst der Habsburgermonarchie" konzipiert (29. April bis 29. Oktober). Eine weitere Ausstellung ist "Spurensuche - Czernowitz und die Bukowina einst und jetzt" vom 3. Juni bis 21. Oktober.

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