• 11.02.2000, 11:11:14
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  • OTS0119

Glänzendes Zeugnis vergangener Epochen:

Ausstellung über Blütezeit europäischer Ritterorden

St.Pölten (NLK) - Der Brauch, Menschen mit sichtbaren Zeichen der
Anerkennung zu schmücken, ist uralt, der Beginn dieses Brauches lässt
sich nicht feststellen. Eine wesentliche Entwicklungsstufe des
Ordenswesens bildete die Periode der Kreuzzüge mit kämpfenden, aber
auch karitativ tätigen geistlichen Ritterorden. Eine Ausstellung auf
Schloss Schallaburg vom 29. April bis 29. Oktober zum Thema "Barock -
Blütezeit der europäischen Ritterorden" befasst sich mit diesen
Auszeichnungen, die auch vom Ideenreichtum und handwerklichen Können
vergangener Epochen Zeugnis ablegen. Mitveranstalter dieser Schau,
die mit Hilfe zahlreicher privater Leihgeber und offizieller Stellen
stattfindet, ist die Österreichische Gesellschaft für Ordenskunde.

Wurden tapfere oder hervorragende Personen etwa bis zum Beginn des
17. Jahrhunderts meist durch Zuwendung materieller Güter
hervorgehoben, so trat ab dieser Zeit eine vergleichsweise "billige"
Art der Auszeichnung in den Vordergrund, die Dekoration der
betreffenden Person mit Orden. In der Barockzeit und in der Zeit
danach erreichte diese Art der Dekoration Höhepunkte und führte auch
zu inflationären Erscheinungsbildern. Zur Zeit der Monarchie waren
mit der Dekoration oftmals auch ein "Ehrensold", eine finanzielle
Zulage, und in besonderen Fällen auch eine Beförderung verbunden.

In der Ausstellung auf Schloss Schallaburg werden rund 120 Objekte
gezeigt. Man kann Ordenssterne des Militär-Maria Theresien-Ordens und
jene des St.Stephan-Ordens aus dem Besitz Kaiser Josephs II. ebenso
bewundern wie das Knieband des englischen Hosenband-Ordens, das einst
Kaiser Franz Joseph trug. Gezeigt wird die Kollane des russischen
Andreas-Ordens ebenso wie der preußische schwarze Adler-Orden oder
der Orden vom Goldenen Vlies und viele andere.

Die Schau ist als Begleitausstellung zur großen historischen
Ausstellung "Lothringens Erbe - Franz Stephan von Lothringen und sein
Wirken in Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst der Habsburgermonarchie"
konzipiert (29. April bis 29. Oktober). Eine weitere Ausstellung ist
"Spurensuche - Czernowitz und die Bukowina einst und jetzt" vom 3.
Juni bis 21. Oktober.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2174

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VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

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