Die Ringpassagen stehen im Blickpunkt der Öffentlichkeit

Zum Teil sensible Architekturbereiche - Immer wieder Verbesserungen notwendig

Wien, (OTS) Die Wiener Ringpassagen - das sind Opernpassage, Albertinapassage im Zuge der Operngasse, Babenbergerpassage und
das Verkehrsbauwerk Schottentor - gehören bezüglich Erhaltung und Verwaltung zum Verantwortungsbereich der MA 28 - Straßenverwaltung und Straßenbau (Geschäftsgruppe Planung und Zukunft). Zum Grundsätzlichen der für diesen Bereich zuständige Gruppenleiter in der MA 28, TOAR Ing. Anton Bruckmayer: "Diese Verkehrsbauwerke stehen im Blickpunkt der Öffentlichkeit, schon allein wenn man bedenkt, dass beim Schottentor eine jährliche Benützerfrequenz von rund zwölf Millionen zu registrieren ist, und in der Opernpassage nicht wesentlich geringer. Da kommt es naturgemäß zu Abnützungserscheinungen, auch wurde seinerzeit nicht so Bedacht
auf die Behindertenfreundlichkeit genommen. Aus dem Bereich Opernpassage - Karlsplatz kam man vor dem Einbau des Lifts bei der Oper nur über die Resselpark-Rampe stufenlos an die Oberfläche. Da sind die - wenn auch aufwändigen - nachträglichen Lifteinbauten durchaus sinnvoll."

Mit dem Einbau des Lifts bei der Oper wurde - nachdem schon
im Jahr 1998 finanzielle Mittel für die Projektierung bereitgestellt worden waren - Mitte März 1999 (nach dem Opernball) begonnen, Mitte Dezember konnte er in Betrieb genommen werden.****

Neben der passantenfreundlichen Komponente kam der Einbau
auch dem Stadtbild zugute: Der "Glaspavillon" des alten Aufgangs gefiel schon lange nicht mehr, handelt es sich doch, wie
Bruckmayer unterstreicht, "um einen auch nach Meinung der für Stadtgestaltung zuständigen Magistratsabteilung sensiblen Architekturbereich". Ein Architektenteam erarbeitete im
Einvernehmen mit der MA 19 - Architektur und Stadtgestaltung (Geschäftsgruppe Planung und Zukunft) eine Lösung, die den Blick auf die Oper nur minimal beeinträchtigt: Ein offener Stiegenauf-bzw. -abgang mit einer Glasbrüstung als Einheit mit dem schlanken Glasturm des neuen Lifts. Da die ursprüngliche Statik - zwei Rolltreppen und eine Steintreppe - für zusätzliche Einbauten nicht ausgelegt war, an Stelle der früheren aufwärtsführenden Rolltreppe befindet sich nun der Lift, der mittels hydraulischem Stempel
bewegt wird sowie Heizung und Lüftung, gestalteten sich Planung
und Bauausführung nicht unkompliziert. Es galt zusätzlichen Raum zu gewinnen, an der Oberfläche durfte der Straßenbahnbetrieb nicht beeinträchtigt werden, in der Passage musste das Geschäftsleben weitergehen. Dazu der für die Projektkoordinierung Verantwortliche in der MA 28, Ing. Gerhard Kreminger: "wir mussten sowohl organisatorisch als auch technisch auf engstem Raum agieren, auch deshalb, weil wir unmittelbar neben den Untergeschossen der Staatsoper arbeiten mussten. Wir haben auch wöchentlich Baukoordinierungsgespräche mit den Geschäftsleuten aus der Passage abgehalten, die in höchstem Ausmaß Verständnis zeigten. Schließlich musste auch schweres Gerät eingesetzt wurden." Der neue Lift fasst 12 Personen und kommt, da sich der Antrieb unten befindet, an der Straßenoberfläche mit einem zarten Glasturm aus, kaum größer als der Lift selbst. Freilich haben Planung und Ausführung eines so heiklen Projekts auch ihren Preis: die Kosten liegen bei rund 25 Millionen Schilling.

Knapp vor dem Lift bei der Oper wurde Anfang November 1999
der neue Lift im Verkehrsbauwerk Schottentor, mit dem bis zu 16 Personen zwischen dem Untergeschoss und dem Ring fahren können,
zur Benützung freigegeben. Auch hier musste zufolge des nachträglichen Einbaues eine statische Hilfskonstruktion hergestellt werden: Die Decke wurde mit zwei zusätzlichen Trägern verstärkt. Leichter tat man sich hier mit dem Aufzugsantrieb, es konnte ein Seilantrieb eingebaut werden, dessen Antriebselemente oberhalb des bestehenden Flugdaches gelegen sind. Die Kosten des Mitte November 1998 begonnenen Vorhabens betrugen für Planung und Ausführung insgesamt rund 13 Millionen Schilling.

Damit sind aber die Verbesserungen bei den Ringpassagen nicht abgeschlossen. Da bei Oper, Albertina und Schottentor noch die
alten PVC-Böden liegen, wird deren Ersatz noch im Jahr 2000 bzw. 2001 (Albertinapassage) erfolgen. Vorgesehen sind griffige Steinböden, wie bereits im Rahmen der Renovierung der Babenbergerpassage hergestellt. Zuvor müssen die zum Teil irreparablen Kanalisationen und Entwässerungen, vor allem beim Schottentor, ebenfalls erneuert werden. Für die Schottenpassage
ist auch die Herstellung einer neuen Decke in Form einer abgehängten Lamellenkonstruktion vorgesehen. (Schluss) pz/bs

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