1., Franz Josefs-Kai 47: Abbruch wegen irreparabler statischer Schäden

Wien (OTS) - Aufgrund irreparabler statischer Schäden, die im Zuge der bereits begonnenen Renovierungsarbeiten im Sommer 1998 entdeckt worden waren, muss einer der ersten Wiener Stahlbetonbauten aus dem Jahr 1911 dem Abbruch geopfert werden. Anstelle des im zweiten Weltkrieg schwer mitgenommenen, nach damaligem Wissen instandgesetzten und nunmehr abbruchreifen Gebäudes, soll ein neuer "Kai-Palast" errichtet werden. Umgehend nach Eintreffen der Abbruchgenehmigung beabsichtigt die Eigentümerin, Zürich Kosmos Versicherungen AG, eine eingeschränkte Architekten-Ausschreibung für die Errichtung eines neuen, attraktiven Büro- und Geschäftshauses am Franz Josefs-Kai 47.

Geplanter Baubeginn: Ende 2000. Fertigstellung: Ende 2002.

"Seit dem 120-jährigen Bestehen von Zürich Kosmos in Österreich mußten wir für kein einziges Haus um eine Gebäudeabbruchbewilligung ansuchen, und auch im Fall Franz Josef-Kai 47 war eine Sanierung geplant", erklärt Zürich Kosmos-Vorstandsdirektor Dkfm. Rudolf Kraft.

Bereits 1997 suchte die Zürich Kosmos Immobilien um eine umfassende Sanierungs-genehmigung für das Gebäude an, die von der MA 37 bewilligt und umgehend begonnen wurde. Die Renovierung der Hof-Fassaden und die Erneuerung sämtlicher Fenster wurde noch 1997 abgeschlossen. "Die Tatsache, dass wir sechs Millionen ATS investiert haben, zeigt dass wir an einer umfassenden Wiederinstandsetzung interessiert waren." Im Zuge der fortgeschrittenen Instandsetzung wurden schwere Schäden an der Tragkonstruktion des gesamten Gebäudes festgestellt, worauf die geplante Sanierung sofort gestoppt wurde.

In der an den Baustopp anschließenden Untersuchung durch Statiker und Betonprüfanstalt wurden schwere Mängel und Alterungsschäden festgestellt: In sämtlichen Stockwerken waren sowohl die horizontalen wie auch die vertikalen Tragkonstruktionen stark beeinträchtigt.

Mehrere Gutachter, darunter der anerkannte Statik-Experte Prof. Dr. Pauser, beauftragt vom Bundesdenkmalamt, und Dipl.Ing. Peter Kramer, bestätigten die statischen Mängel. Ein durchgeführter Decken-Belastungstest (siehe beigelegte Foto-Dokumentation) ergab eine Nettobelastbarkeit von weniger als 100 Kilogramm pro Quadratmeter. Dies bedeutet eine enorme Unterschreitung der heute üblichen Bürohausstandards von 500 kg/m2 und somit ein beträchtliches Sicherheitsrisiko.

"Da im Falle einer Gesamtsanierung weder die Bausubstanz noch die Fassade des Gebäudes Franz Josefs-Kai 47 erhalten bleiben könnten, und sicherheitstechnische Argumente gegen die Fortsetzung der Sanierung sprechen, haben wir uns für die Errichtung eines neuen Büro- und Geschäftshauses an dieser Stelle entschieden", so Vorstandsdirektor Dkfm. Rudolf Kraft, "Zürich Kosmos hat also schweren Herzens um den Abbruch angesucht und plant im Zuge einer Architekten-Ausschreibung den Neubau eines attraktiven Büro- und Geschäftshauses an dieser Stelle". Zürich Kosmos führend in der Gebäudesanierung Zürich Kosmos verfügt über 117.000 m2 Mietflächen, vorwiegend in der Inneren Stadt sowie in den angrenzenden Bezirken. In den vergangenen fünf Jahren wurden für Haus- und Fassadensanierungen ATS 308,5 Mio (Euro 22,42 Mio.) investiert. Zusammen mit Wohnungs- und Bürosanierungen betrugen die Gesamtinvestitionen für Revitalisierungen in diesem Zeitraum rund ATS 500 Mio. (Euro 36,34 Mio.). Damit wurde etwa ein Drittel aller Immobilien in nur fünf Jahren umfassend renoviert. Mehrere denkmalgeschützte Objekte von Zürich Kosmos zählen heute zu Paradebeispielen werkgetreu revitalisierter Gebäude, die auch hohe Anerkennung in der Öffentlichkeit finden.

Für Fragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Vorstandsdirektor Dkfm. Rudolf Kraft Telefon: 501 25 - 1314 DW,
Fax: - 1618 e -mail: rudolf.kraft@zurich.com

Klaus Kotek, Zürich Kosmos Öffentlichkeitsarbeit Telefon: 501 25 -1680 DW, Fax: - 1681 e-mail: klaus.kotek@zurich.com

Weitere Informationen finden Sie unter: www.zuerichkosmos.at

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