Das "endgültig verlorene Paradies" im Kriminalmuseum Pöggstall

Ausstellungsserie über historische Verbrechen geht weiter

St.Pölten (NLK) - In einer kriminalistischen Variation wird das Paradies, das große zentrale Thema der heurigen Landesausstellung im Stift Melk, auch im Kriminalmuseum Pöggstall behandelt. Dort gibt es schon seit Jahren im Zweijahresrhythmus Ausstellungen über historische Kriminalfälle, die in der Literatur dokumentiert wurden.

Die heurige Ausstellung "Das endgültig verlorene Paradies, ein Blick in die Londoner Verbrecherwelt des 18. Jahrhunderts" geht vom Epos "Paradise lost" des John Milton aus, der diese Dichtung von 1667 bis 1674 verfasste. Er stand unter dem Eindruck des Bürgerkrieges zwischen den Parteien des Königs Charles I. und Oliver Cromwell und zeichnet vor dem sozialen Hintergrund Londons in lebendigen Schilderungen das alltägliche Leben der damaligen Zeit nach. London litt unter den Folgen eines verheerenden Brandes und unter den Betrügereien einer Aufbaugesellschaft, die sich maßlos am Wiederaufbau bereicherte. Illustriert ist dieses Kapitel der englischen Geschichte unter anderem mit Werken des William Hogarth, eines bedeutenden Chronisten dieser Zeit. Zentralfigur der Ausstellung ist der Ausbrecherkönig Jack Sheppard, dessen Lebensgeschichte von William Harrison Ainsworth im 19. Jahrhundert niedergeschrieben wurde. Ein weiterer interessanter Fall ist der des Jonathan Wild, dargestellt von Daniel Defoe, aber auch von Henry Fielding. Als dritte Verbrecherfigur wird der legendäre Dick Turpin dokumentiert.

Die Ausstellung ist vom 1. Mai bis 31. Oktober zu sehen und wird auch im Jahr 2001 in Pöggstall gezeigt.

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