"Konsument"-Test Baby-Folgenahrung

Alle Produkte in Ordnung. Unbedingt auf die Dosierung achten, da sonst Gefahr der Überfütterung besteht.

Wien (OTS) - Wichtige Informationen für Eltern: Alle elf für die Februar-Ausgabe des Magazins "Konsument" getesteten Baby-Folgenahrungen, darunter vier hypoallergene für allergiegefährdete Säuglinge, entsprechen den gesetzlichen Anforderungen. Bei den Untersuchungen auf Pflanzenschutzmittel und Schwermetalle gibt es kaum Grund zur Beanstandung. Wichtigster Grundsatz beim Füttern von Baby-Folgenahrung: Genau dosieren. Mehr Pulver ergibt keine "besseren" Mahlzeiten. Die von den Herstellern empfohlene Tagestrinkmenge darf nicht überschritten werden, da sonst die Gefahr der Überfütterung besteht.

Die ideale Ernährung für Säuglinge ist Muttermilch. Die Industrie bietet jedoch eine Reihe von Muttermilch-Ersatzprodukten für Muttis, die nicht stillen können oder wollen. Ab dem fünften Lebensmonat besteht die Möglichkeit, statt Pre-Nahrung (der Muttermilch angeglichen, kann ab der Geburt so oft das Baby will, gegeben werden) oder 1-Nahrung (der Muttermilch weniger angeglichen und kann ebenfalls ab der Geburt gegeben werden) Folgenahrung zu füttern. 1-Nahrung darf wegen des höheren Energiegehaltes nicht "ad libidum" (so oft das Baby will) gefüttert werden. Folgenahrung ist noch energiereicher und darf daher ebenfalls nicht "ad libidum" getrunken werden, da eine zu hohe Gewichtszunahme die Folge sein könnte. Außerplanmäßige Flaschenmahlzeiten sind daher tabu. Voraussetzung der auf Kuhmilch-Basis hergestellten Folgenahrung ist, dass zusätzlich zwei Beikostmahlzeiten täglicher Bestandteil von Babys Speisezettel sind. Allerdings ist der Umstieg auf Folgenahrung kein Muss für Flaschenkinder. Während des gesamten ersten Lebensjahres können Eltern ebenso die der Muttermilch besser angepasste Pre- oder 1-Nahrung füttern (spätestens ab dem siebenten Lebensmonat braucht das Baby zusätzliche Beikostmahlzeiten) und ab dem ersten Geburtstag die Kinder ohne weiteres bereits pasteurisierte Kuhmilch trinken lassen.

Kritik übten die Tester an der in Milumil Folgemilch mit Karotten und Milumil Folgemilch enthaltenen Saccharose (Haushaltszucker). Das ist zwar zulässig, aber unnötig, da das Baby mit drei Flaschenmahlzeiten rund einen Esslöffel Zucker pro Tag konsumiert und der Geschmack auf süß getrimmt wird.

Gute Resultate brachte die Überprüfung der Dosiergenauigkeit mit den Messlöffeln. Hypoallergene Nahrung für allergiegefährdete Babys hat jedoch eine sehr feine Konsistenz, was ein gleichmäßiges Befüllen des Löffels schwierig macht. Tipp: Der Dosierlöffel muss locker befüllt sein, überschüssiges Pulver lässt sich mit einem Messerrücken entfernen.

Ein Fläschchen zubereitete Folgenahrung kostet zwischen öS 3,10/0,23 Euro (Aptamil 2 Folgemilch) und öS 7,90/0,57 Euro (Aptamil HA 2 Hypoallergene Folgenahrung). Generell sind hypoallergene Produkte teurer.

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