- 25.01.2000, 13:59:49
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ÖLLINGER KRITISIERT WIEDERBESTELLUNG VON AMS-VORSTAND BÖHM Grüne: Alter Proporz lebt selbst nach Koalitionsbruch weiter=
"Selbst nach dem Auseinanderbrechen der einst Großen Koaliton
zwischen SPÖ und ÖVP und trotz aller angekündigten
Anti-Proporz-Maßnahmen lebt der rot-schwarze Porporz offenbar
fröhlich weiter", kommentiert der Sozialsprecher der Grünen, Karl
Öllinger, die heutige Wiederbestellung der beiden AMS-Vorstände Böhm
und Buchinger. Öllinger hat in der Vergangenheit heftige Kritik an
Geschäftsführer Böhm geübt, der beim Verkauf eines Palais in der
Weihburggasse innerhalb des AMS federführend war. Böhm ist dafür
verantwortlich, einen Anwalt mit diesem Kauf beauftragt zu haben, der
zugleich Funktionär bei der Trigonbank ist und der zu einem schon
prekären Zeitpunkt den Erlös des Immobilienverkaufs von 90 Millionen
bei der Trigon Bank anlegen wollte, so Öllinger.
Böhm hat nach Ansicht Öllingers die kaufmännische Sorfaltspflicht
verletzt, da er vom Käufer des Palais keine Bankgarantie verlangt
habe und auch dessen Bonität nicht habe prüfen lassen. Böhm sei
weiters dafür verantwortlich, daß das AMS einen Vertrag mit einem
Käufer abgeschlossen habe, dessen Geld in einer Briefkastenfirma in
Liechtenstein liegt und der in mehr als zweifelhafte Geschäfte
verwickelt ist, mit dem Ergebnis, das der Kaufpreis bis heute nicht
beim AMS eingetroffen sei. "Es ist völlig unverständlich, daß jemand,
der das AMS in eine so bedenkliche Affäre verwickelt hat, als
Geschäftsführer verlängert wird", so Öllinger abschließend.
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