ÖLLINGER KRITISIERT WIEDERBESTELLUNG VON AMS-VORSTAND BÖHM Grüne: Alter Proporz lebt selbst nach Koalitionsbruch weiter

"Selbst nach dem Auseinanderbrechen der einst Großen Koaliton zwischen SPÖ und ÖVP und trotz aller angekündigten Anti-Proporz-Maßnahmen lebt der rot-schwarze Porporz offenbar fröhlich weiter", kommentiert der Sozialsprecher der Grünen, Karl Öllinger, die heutige Wiederbestellung der beiden AMS-Vorstände Böhm und Buchinger. Öllinger hat in der Vergangenheit heftige Kritik an Geschäftsführer Böhm geübt, der beim Verkauf eines Palais in der Weihburggasse innerhalb des AMS federführend war. Böhm ist dafür verantwortlich, einen Anwalt mit diesem Kauf beauftragt zu haben, der zugleich Funktionär bei der Trigonbank ist und der zu einem schon prekären Zeitpunkt den Erlös des Immobilienverkaufs von 90 Millionen bei der Trigon Bank anlegen wollte, so Öllinger.

Böhm hat nach Ansicht Öllingers die kaufmännische Sorfaltspflicht verletzt, da er vom Käufer des Palais keine Bankgarantie verlangt habe und auch dessen Bonität nicht habe prüfen lassen. Böhm sei weiters dafür verantwortlich, daß das AMS einen Vertrag mit einem Käufer abgeschlossen habe, dessen Geld in einer Briefkastenfirma in Liechtenstein liegt und der in mehr als zweifelhafte Geschäfte verwickelt ist, mit dem Ergebnis, das der Kaufpreis bis heute nicht beim AMS eingetroffen sei. "Es ist völlig unverständlich, daß jemand, der das AMS in eine so bedenkliche Affäre verwickelt hat, als Geschäftsführer verlängert wird", so Öllinger abschließend.

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