- 25.01.2000, 12:08:42
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Gewerbe und Handwerk guter Boden für Innovation
Drei Landessieger bei der 20. Staatspreisverleihung aus dem Gewerbe und Handwerk unter den Top 10
Wien (PWK) - Das Gewerbe und Handwerk ist offenbar ein sehr
fruchtbarer Boden für Innovationen. Bei der 20. Staatspreisverleihung
für Innovationen am Montag Abend kamen drei von 10 Gewinnern aus dem
Gewerbe und Handwerk.
Der Tiroler Toni Kahlbacher überzeugte die Jury mit einer völlig
neuen Fluggasttreppe für Airports. Aus der Steiermark ließ die Firma
Platingtech Kollmann & Kollmann mit einer neuartigen Technologie beim
Galvanisieren von Oberflächen aufhorchen. Und für alle
umweltbewussten Heizer, die Scheitholz als heimischen und stets
nachwachsenden Brennstoff wiederentdecken hat die Rendl Heizkessel &
Stahlbau GmbH einen innovativen Holzvergasungskessel entwickelt.
Platingtech Kollmann & Kollmann erhielten auch den erstmals
verliehenen "Mercedesdynamic Award" für exzellente Werte bei den
Kriterien Umsatz, Ertragszuwachs und Mitarbeiterwachstum. Mit diesem
Preis soll auch ein deutliches Signal für eine innovationsfreundliche
Kultur und eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit in Österreich
gesetzt werden.
Drei Landessieger aus Gewerbe und Handwerk beweisen auch, wie sehr
die Fähigkeit zur Innovation von einer fundierten Berufsaus- und
Weiterbildung abhängt. Österreich ist ein guter Boden für
Gewerbebetriebe, da wir über gut ausgebildete Fachkräfte verfügen.
sagte Helga Kollmann, Betriebsleiterin in der Verfahrenstechnik bei
Platingtech, im Anschluss an die Preisverleihung. Geschäftsführer
Wolfgang Kollmann, der nach dem Lehrabschluss über HTL die Befähigung
zum Handwerk erlangt hat, ist überzeugt, "dass es ohne entsprechende
Qualifikation und ständige Weiterbildung gerade im technischen
Bereich äußerst schwierig ist, innovativ zu sein.
"Die Meisterprüfung und der große Befähigungsnachweis schaffen
eindeutig mehr Jobs und sichern eine höhere Überlebensquote der
Betriebe als jede andere Ausbildung", weiß auch Friedrich Achleitner
Obmann der Bundessektion Gewerbe, Handwerk, Dienstleistung in der
Wirtschaftskammer Österreich. So waren beispielsweise 1998 trotz
schlechter Konjunktur um 7.300 mehr Menschen im Gewerbe und Handwerk
beschäftigt als 1997. Die Zahl der Gewerbe- und Handwerksunternehmen
stieg nach Berechnungen des Instituts für Gewerbe und
Handelsforschung (IfG) um 3,2%. Mit rund 600.000 Beschäftigten ist
das Gewerbe und Handwerk der größte Arbeitgeber in Österreich, noch
vor der Industrie und dem Handel. 60% aller Lehrlinge werden in den
Gewerbe- und Handwerksbetrieben ausgebildet. (MH)
Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich
Presseabteilung
Tel.: (01) 50105-4431
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