40 Jahre NÖ Landesausstellungen

Mit "Kremser Schmidt" begann die Vorgeschichte

St.Pölten (NLK) - Die Ausstellung "Jakob Prandtauer und sein Kunstkreis" im Jahr 1960 im Stift Melk gilt allgemein als Beginn der NÖ Landesausstellungen. Das 40-jährige Jubiläum dieser Ausstellungen im heurigen Jahr wird wiederum in Melk mit der groß angelegten Schau "Die Suche nach dem verlorenen Paradies - Europäische Kultur im Spiegel der Klöster" begangen. Ihre Vorgeschichte reicht aber in die unmittelbare Nachkriegszeit zurück: Im Jahr 1951 wurde aus Anlass des 100. Todestages des "Kremser Schmidt" in der Minoritenkirche in Krems eine große kunsthistorische Ausstellung gezeigt. Die Stadt Krems, der Bund und das Land stellten finanzielle Mittel und Fachleute zur Verfügung, die dieses erste groß angelegte Ausstellungsunternehmen vorbereiteten. Von der Kulturabteilung des Landes kam der junge Kunsthistoriker Dr. Rupert Feuchtmüller, der auch in der Folge im Ausstellungsgeschehen führend mitwirkte. Die Weichen von politischer Seite her stellte der damalige Landtagsabgeordnete Franz Stangler, der Überzeugungsarbeit leistete. Die nächste große Ausstellung im Jahr 1954 war "Biedermeier in Gutenstein". Es folgten kleinere Ausstellungen, im Jahr 1959 wiederum in Krems "Gotik in Österreich", im gleichen Jahr aber "Haydn und seine Zeit", mit der das Haydn-Geburtshaus in Rohrau als Außenstelle des NÖ Landesmuseums eröffnet wurde. Bei allen Ausstellungen brachte das Landesmuseum sein Potential ein, und ab 1960 übernahm das Land die Führung und veranstaltete offizielle Landesausstellungen. Dem gestiegenen kulturellen Interesse der Bevölkerung wurde damit Rechnung getragen, für die touristische Belebung der Regionen bedeutende Impulse gesetzt. Außerdem gelang es, damit die Restaurierung bedeutender historischer Bauten zu verbinden und diese dem Publikum zugänglich zu machen.

Seit 1960 gab es insgesamt 30 NÖ Landesausstellungen, die beispielgebend für das In- und Ausland waren. Von der Besucherzahl her am erfolgreichsten waren "Österreich zur Zeit Kaiser Josephs II." im Jahr 1980 mit 663.000 Besuchern, "1000 Jahre Babenberger in Österreich" im Stift Lilienfeld 1976 und "Die Kuenringer und das Werden des Landes Niederösterreich" im Stift Zwettl 1981. Mit der heurigen Landesausstellung - wiederum im Stift Melk - soll an die bisherigen Erfolge angeknüpft werden. Insgesamt wurden bei NÖ Landesausstellungen schon mehr als 7 Millionen Besucher gezählt.

Eine kleine Sonderschau wird sich im Rahmen der heurigen Landesausstellung im Stift Melk mit der 40-jährigen Geschichte der NÖ Landesausstellungen beschäftigen.

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