• 19.01.2000, 12:57:52
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  • OTS0168

ÖH: Wer traut sich den Bildungsbereich zu reformieren?=

Wien (OTS)- "Es kann nur begrüßt werden, dass den Universitäten mehr
Entscheidungsbefugnis zugesprochen wird, dies hat sich schon durch
die Umsetzung des UOG ´93 bestätigt", erklärt ÖH Vorsitzender Martin
Faißt. Wenn die Universitäten autonomer agieren können, wird dadurch
vieles vereinfacht. Die einzelnen Universitäten können dann über ihre
Budgetmittel frei entscheiden und ihre Ressourcen besser nutzen, was
einen effizienten Unibetrieb ermöglicht. Voraussetzung dafür ist
jedoch, dass die Entpragmatisierung und Evaluierung vorangetrieben
wird. "Die ÖH ist gerne bereit in diesen Bereichen ihre Konzepte
einzubringen und bietet sich sowohl dem Ministerium als auch den
einzelnen Universitäten als Partner an", so Faißt.

"Als Gefahr der erzielten Einigung sehe ich jedoch schon, dass sich
der Staat völlig aus dem Hochschulbereich zurückzieht und jede
Verantwortung abgibt", kritisiert Faißt.

Die letzten Untersuchung zur sozialen Lage der Studierenden haben
ergeben, dass auch im Sozialbereich dringender Handlungsbedarf
besteht. "Das von der ÖH präsentierte flexiblere Modell für die
Verdienstfreigrenzen wäre die Möglichkeit Reformen in diesem Bereich
voranzutreiben", so Faißt.

Es bleibt zu hoffen, dass im Gegensatz zur Vergangenheit die
kommenden Jahren dazu genutzt werden, Reformen nicht nur zu planen
sondern auch durchzuführen", schließt Faißt.

Rückfragehinweis: Österreichische Hochschülerschaft (ÖH)

Pressesprecherin Cornelia Blum
Tel.: 0676/6699103
[email protected]

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