Schloss Ebenfurth wird zum zweiten Mal versteigert

3,1 Millionen Schilling als geringstes Gebot verlangt

St.Pölten (NLK) - Das Schloss Ebenfurth wird am Donnerstag, 20. Jänner, 9.30 Uhr, beim Bezirksgericht der "Allzeit Getreuen" zum zweiten Mal von der Republik Österreich, vertreten durch die Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt, versteigert. Das Schloss und die Liegenschaft nehmen insgesamt 4.561 Quadratmeter Fläche ein. Das stark renovierungsbedürftige Schlossgebäude ist selbstverständlich denkmalgeschützt. Der Schätzwert beträgt 6,2 Millionen Schilling, das geringste Gebot - unterhalb dessen der Verkauf nicht stattfindet -3,1 Millionen Schilling. Verpflichtete Partei ist die Dr. Gerhard Liebleitner GmbH. Liebleitner ist allerdings schon verstorben, und seine Tochter tritt das Erbe nicht an, sodaß das Schlossgebäude samt übriger Liegenschaft im Denkmalschutzverfahren zur Veräußerung gelangt.

Das Schloss, ursprünglich eine Wasserburg, wurde samt der Ecktürme im 13. Jahrhundert erbaut. Zwischen 1546 und 1560 und von 1643 bis 1672 wurde das wehrhafte Haus stark umgebaut. Ein Deckenfresko birgt den Heiligen Leopold, 1754 gemalt vom Barockkünstler Anton Maulbertsch, und auch sonst finden sich noch Gemälde, Tapeten und Möbeln aus dem Barock und dem Rokoko.

Im November 1993 ging die Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt mit einer Ersatzvornahme von über 4,38 Millionen Schilling gegen Dr. Liebleitner vor, der aber die Sicherungs- und Sanierungsarbeiten nicht bezahlen konnte und bis zu seinem Tode keine derartigen Arbeiten mehr vornahm. Im November 1997 versuchte die Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt als Vertreter der Republik Österreich, zum ersten Mal das Schloss und die Liegenschaft zu versteigern, was aber wegen des fehlenden Angebotes misslang.

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