- 14.01.2000, 10:52:06
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13,7 Milliarden Schilling in den ländlichen Raum investiert
Blochberger präsentierte NÖ Landwirtschaft in Berlin
St.Pölten (NLK) - "Wenn es uns gelingt, in den nächsten sieben
Jahren die 1995 eingeleitete Entwicklung mit innovativen Projekten
dynamisch fortzuführen, dann ist mir um den ländlichen Raum nicht
bang", betonte Landesrat Franz Blochberger gestern Abend im Rahmen
einer Pressekonferenz bei der Grünen Woche in Berlin, der weltweit
größten Landwirtschaftsmesse. Er präsentierte die Schwerpunkte der
niederösterreichischen Landwirtschaftspolitik und bilanzierte, dass
in den letzten Jahren mit Hilfe der Ziel 5b-Förderung, der
Sektorplanprogramme sowie der Investitionsförderung 13,7 Milliarden
Schilling in den ländlichen Raum investiert wurden. Künftig würden
höhere Mittel zur Verfügung stehen: 5b und Sektorplanung werden bis
2006 im Programm für die ländliche Entwicklung der EU aufgehen,
standen seit 1995 österreichweit jährlich 4,9 Milliarden Schilling
zur Verfügung, so werden es in Zukunft 5,8 Milliarden sein.
Im Rahmen Sektorplanförderung wurde in Niederösterreich bisher mit
874 Millionen Schilling Förderungen - 349 Millionen Schilling vom
Bund, 235 Millionen vom Land, 289 Millionen aus Brüssel - für 215
Projekte 3,7 Milliarden Schilling an Investitionen ermöglicht. In
Ziel 5b-Gebiete flossen 1,7 Milliarden Schilling (Bund 626 Millionen,
Land 418 Millionen, EU 656 Millionen) in 2.300 Projekte und
ermöglichten Investitionen von 3,6 Milliarden Schilling. Bei der
Investitionsförderung wurden 14.834 Projekte, nämlich
einzelbetriebliche Investitionen wie Stallbau, Wirtschaftsgebäude,
Direktvermarktungsinitiativen usw., mit einem Investitionsvolumen von
6,4 Milliarden Schilling umgesetzt. Sie wurden von der öffentlichen
Hand mit 1,03 Milliarden Schilling unterstützt, 487 Millionen
Schilling kamen vom Bund, 327 Millionen Schilling vom Land, 216
Millionen Schilling von der EU. Blochberger: "Da die Investition von
1 Million Schilling einen Arbeitsplatz sichert, wurden mit diesen
13,7 Milliarden Schilling seit 1995 in Niederösterreich rund 14.000
Arbeitsplätze im ländlichen Raum abgesichert bzw. teilweise neu
geschaffen."
Auf großes Interesse stießen in Berlin auch die
niederösterreichischen Initiativen für Energie aus nachwachsenden
Rohstoffen. Derzeit sind, so Blochberger, in Niederösterreich 128
Fernheizwerke auf Biomassebasis in Betrieb, allein seit dem
EU-Beitritt wurden 57 neue Anlagen errichtet und zum Teil im Rahmen
von Ziel 5b gefördert. Im vergangenen Jahr gingen 15 neue
Biomasse-Fernheizwerke in Betrieb, der zügige Ausbau wird in den
nächsten Jahren fortgesetzt.
Landesrat Blochberger kündigte auch an, dass in den nächsten
Jahren die Landwirtschaftlichen Fachschulen Niederösterreichs weiter
gestärkt werden sollen, und zwar in Richtung Vermarktung und
nachwachsende Rohstoffe. Als aktuelle Beispiele nannte er den
Zusammenschluss der Landesweingüter für die Edelbrand-Marke
"Ambiente" und das geplante Agrarische Zukunftszentrum Mistelbach,
hier soll eine neue Veredelungs- und Vermarktungsschiene aufgebaut
werden.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/200-2180
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