- 14.01.2000, 10:27:53
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Österreichische Bauwirtschaft schlägt Alarm
Wenn nicht bald regiert wird, geraten Arbeitsplätze in Gefahr
Wien (PWK) - Die positive Entwicklung der österreichischen
Bauwirtschaft hängt von einer raschen Vergabe öffentlicher
Bauaufträge ab. Der österreichische Bundesinnungsmeister Johannes
Lahofer und sein Vorarlberger Kollege Innungsmeister Manfred Rümmele
appellierten bei der Baustudienwoche in Lech am Arlberg dringend an
die Bundespolitik, rasch eine handlungsfähige Regierung zu bilden.
Wenn nicht bald Entscheidungen getroffen und jene öffentlichen
Baubudgets vergeben werden, mit denen die Wirtschaft rechnet, stehen
tausende Arbeitsplätze in ganz Österreich auf dem Spiel.
Etwa ein Drittel der gesamten Bauaufträge für das Jahr 2000 werden
von der öffentlichen Hand erwartet. Im Vorjahr nahm die öffentliche
Bautätigkeit mit 36,3 Milliarden Schilling einen Aufschwung um
insgesamt fünf Prozent. Die Bauwirtschaft rechnet dringend mit diesen
Auftragsvergaben, um den Mitarbeiterstand zu halten und rasch mit der
Bautätigkeit zu beginnen. Wenn nicht sehr schnell öffentliche
Aufträge und Gelder beschlossen und vergeben werden, kann noch lange
nicht gebaut werden, warnen Lahofer und Rümmele. Dadurch würde dem
derzeit spürbaren Aufwind in der österreichischen Bauwirtschaft und
der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt nachhaltig geschadet.
Die österreichische Bauproduktion hat im Vorjahr um gut drei Prozent
zugelegt. Besonders positiv war die Entwicklung in Vorarlberg (+14,2
Prozent), in Tirol und Wien (jeweils 10,8 Prozent). Neben den
öffentlichen Aufträgen wurde vor allem ein starker Trend zum
Massivbau zum Konjunkturmotor.
Weniger erfolgreich verlief die Konjunktur in den Bundesländern
Niederösterreich -3,4 Prozent) und Burgenland (-4,3 Prozent).
Deutlich hinter den Erwartungen blieb Kärnten (-9,9 Prozent) zurück.
(Ne)
Rückfragehinweis: Geschäftsführer Vorarlberger Bauinnung
Thomas Peter
Tel: 0664/4454089
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