Österreichische Bauwirtschaft schlägt Alarm

Wenn nicht bald regiert wird, geraten Arbeitsplätze in Gefahr

Wien (PWK) - Die positive Entwicklung der österreichischen Bauwirtschaft hängt von einer raschen Vergabe öffentlicher Bauaufträge ab. Der österreichische Bundesinnungsmeister Johannes Lahofer und sein Vorarlberger Kollege Innungsmeister Manfred Rümmele appellierten bei der Baustudienwoche in Lech am Arlberg dringend an die Bundespolitik, rasch eine handlungsfähige Regierung zu bilden. Wenn nicht bald Entscheidungen getroffen und jene öffentlichen Baubudgets vergeben werden, mit denen die Wirtschaft rechnet, stehen tausende Arbeitsplätze in ganz Österreich auf dem Spiel.

Etwa ein Drittel der gesamten Bauaufträge für das Jahr 2000 werden von der öffentlichen Hand erwartet. Im Vorjahr nahm die öffentliche Bautätigkeit mit 36,3 Milliarden Schilling einen Aufschwung um insgesamt fünf Prozent. Die Bauwirtschaft rechnet dringend mit diesen Auftragsvergaben, um den Mitarbeiterstand zu halten und rasch mit der Bautätigkeit zu beginnen. Wenn nicht sehr schnell öffentliche Aufträge und Gelder beschlossen und vergeben werden, kann noch lange nicht gebaut werden, warnen Lahofer und Rümmele. Dadurch würde dem derzeit spürbaren Aufwind in der österreichischen Bauwirtschaft und der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt nachhaltig geschadet.

Die österreichische Bauproduktion hat im Vorjahr um gut drei Prozent zugelegt. Besonders positiv war die Entwicklung in Vorarlberg (+14,2 Prozent), in Tirol und Wien (jeweils 10,8 Prozent). Neben den öffentlichen Aufträgen wurde vor allem ein starker Trend zum Massivbau zum Konjunkturmotor.

Weniger erfolgreich verlief die Konjunktur in den Bundesländern Niederösterreich -3,4 Prozent) und Burgenland (-4,3 Prozent). Deutlich hinter den Erwartungen blieb Kärnten (-9,9 Prozent) zurück. (Ne)

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