Chemiegewerkschaft: Regierungsbeteiligung nicht um jeden Preis!

Wien (FSG/GdCH). Gegen eine Regierungsbeteiligung der Sozialdemokratischen Partei Österreichs um jeden Preis spricht sich die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter innerhalb der Chemiegewerkschaft aus. Anlass dafür ist die jüngste Entwicklung im Zusammenhang mit der geplanten Herabsetzung des Frühpensionsalters. Wenn auch klar ist, dass Regierungsverhandlungen eine äußerst heikle Materie darstellen, so darf doch in deren Rahmen nicht auf Wahlversprechen vergessen werden. In diesem Zusammenhang stellt Fraktionsvorsitzende Renate Dittmar fest: "Es geht nicht an, dass trotz angespannter Verhandlungssituation die SPÖ permanent vor der ÖVP in die Knie geht. Unser Ziel als Arbeiterpartei kann es nicht sein, alle Lösungen auf dem Rücken der arbeitenden Menschen austragen zu lassen!"++++

In diesem Zusammenhang wird auch auf die geplante Budgetkonsultierung hingewiesen, die überwiegend zu Lasten der ArbeitnehmerInnen in diesem Land gehen könnte. Eine solche Vorgangsweise will und kann die FSG im Rahmen der Chemiegewerkschaft nicht vertreten und wird sie auch nicht mittragen!

Die FSG der Chemiegewerkschaft weist ausdrücklich darauf hin, dass die ArbeitnehmerInnen ihres Betreuungsbereiches immer mehr unter zunehmenden Arbeitsdruck geraten, die Anzahl der Arbeitsplätze ist weiterhin rückläufig, die gesundheitliche Beanspruchung der betroffenen Arbeiterinnen und Arbeiter wird immer größer! "Und unter diesen Aspekten sollen die Arbeiter - wie es scheint - in eine Anhebung des gesetzlichen Frühpensionsalters und in zusätzliche zwei Jahre Arbeitslosigkeit getrieben werden. Den Plan, bis zum Jahr 2003 dieses für Frauen auf 57 bzw. Männer auf 62 Jahre anzuheben, können wir als verantwortungsbewusste Arbeitnehmervertreter mit sozialdemokratischer Gesinnung keineswegs akzeptieren", kritisiert Renate Dittmar jüngste Entwicklungen auch innerhalb der Sozialdemokratischen Partei Österreichs.

FSG, 14. Jänner 2000 Nr. 2

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