• 14.01.2000, 09:27:09
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  • OTS0063

GSV zu Lkw-Road Pricing: Kein Grund zur Eile

Technisch kompatibles System sollte international akkordiert eingeführt werden - Geld für Strassenbau ist vorhanden

Wien (GSV) - Vor dem überstürzten Einführen eines Road Pricing
Systems in Österreich, das hohe Kosten verursacht und absehbar in
Europa ein Exote sein würde, warnt die Österreichische Gesellschaft
für Strassen- und Verkehrswesen. Die GSV verweist auf das deutsche
Vorhaben, die zeitbezogene Eurovignette für Lkw bis Ende 2002 durch
eine streckenbezogene Benutzungsgebühr zu ersetzen, die auf den
Autobahnen ohne Eingriff in den freien Verkehrsfluss weitgehend
vollautomatisch eingehoben werden soll. Traditionelle Mautstationen
und eigene Fahrstreifen sind nicht geplant.

Das in Österreich diskutierte Konzept mit einem Mix aus einer
umstrittenen Technologie und konventionellen Mautstellen sei
vergleichsweise teuer zu bauen und zu betreiben, denn das
erforderliche Mautpersonal werde sich kaum aus freiwilligen Helfern
rekrutieren, erklärt man bei der GSV.

Sollte Österreich an seinem bisherigen Road Pricing Konzept
festhalten, würden Millardenbeträge absehbar in den Sand gesetzt,
weil die spätere Umrüstung auf ein europaweit kompatibles System
unausweichlich sein werde.

Dem Argument, ohne rasche Einführung von Road Pricing würden sich
wichtige Strassenbauvorhaben verzögern, hält die GSV entgegen, dass
die angebliche Finanzierungslücke leicht zu schliessen wäre. Es würde
zunächst reichen, die Unausgewogenheit in der Finanzierung der
Verkehrsinfrastruktur aufzugeben und von den jährlich 12 Mrd. S, die
zum Ausbau der Schienenwege vorgesehen sind, 2,5 Mrd. S für den
Strassenbau zu verwenden.

Rückfragehinweis: Österreichische Gesellschaft
für Strassen- und Verkehrswesen
Dipl.-Ing. Helmut Oismüller,
Tel.: (01) 470 67 52

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