GSV zu Lkw-Road Pricing: Kein Grund zur Eile

Technisch kompatibles System sollte international akkordiert eingeführt werden - Geld für Strassenbau ist vorhanden

Wien (GSV) - Vor dem überstürzten Einführen eines Road Pricing Systems in Österreich, das hohe Kosten verursacht und absehbar in Europa ein Exote sein würde, warnt die Österreichische Gesellschaft für Strassen- und Verkehrswesen. Die GSV verweist auf das deutsche Vorhaben, die zeitbezogene Eurovignette für Lkw bis Ende 2002 durch eine streckenbezogene Benutzungsgebühr zu ersetzen, die auf den Autobahnen ohne Eingriff in den freien Verkehrsfluss weitgehend vollautomatisch eingehoben werden soll. Traditionelle Mautstationen und eigene Fahrstreifen sind nicht geplant.

Das in Österreich diskutierte Konzept mit einem Mix aus einer umstrittenen Technologie und konventionellen Mautstellen sei vergleichsweise teuer zu bauen und zu betreiben, denn das erforderliche Mautpersonal werde sich kaum aus freiwilligen Helfern rekrutieren, erklärt man bei der GSV.

Sollte Österreich an seinem bisherigen Road Pricing Konzept festhalten, würden Millardenbeträge absehbar in den Sand gesetzt, weil die spätere Umrüstung auf ein europaweit kompatibles System unausweichlich sein werde.

Dem Argument, ohne rasche Einführung von Road Pricing würden sich wichtige Strassenbauvorhaben verzögern, hält die GSV entgegen, dass die angebliche Finanzierungslücke leicht zu schliessen wäre. Es würde zunächst reichen, die Unausgewogenheit in der Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur aufzugeben und von den jährlich 12 Mrd. S, die zum Ausbau der Schienenwege vorgesehen sind, 2,5 Mrd. S für den Strassenbau zu verwenden.

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