AK-Wahl 2000: Alternative links von den anderen

GLB reicht erste Kandidaturen ein

Wien (OTS) - Für die im Frühjahr stattfindenden Arbeiterkammerwahlen reichte der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) bereits kurz vor dem Jahreswechsel seine Kandidaturen in Oberösterreich, Kärnten, Salzburg und Tirol ein. Wien, Niederösterreich und die Steiermark haben spätere Stichtage, und auch in diesen Bundesländern wird der GLB für die Vertretung in der AK-Vollversammlung antreten.

300 Unterstützungserklärungen von Kammerwahlberechtigten sind pro Bundesland notwendig, um eine Kandidatur einzureichen. Die AktivistInnen des GLB konnten in jedem Bundesland bedeutend mehr UnterstützerInnen finden, so daß die Kandidaturen nun gesichert sind. Auf die Unterstützung vieler Kolleginnen und Kollegen will die Linksgruppe auch im Wahlkampf bauen, indem sie sich den Problem der ArbeitnehmerInnen zuwendet, Kritik übt, wo Kritik angebracht ist, und Alternativen entwickelt.

Hauptkritikpunkt an der Politik der bisherigen Kammerführungen ist deren Inkonsequenz und Nachgiebigkeit in der Wahrnehmung der Interessen der ArbeitnehmerInnen. Diese zeigt sich vor allem in der Haltung zur Regierungspolitik und zu den Anmaßungen der großen Konzernbetriebe in unserem Land. Vielfach werden ArbeitnehmerInnen heute offener Willkür ausgesetzt. Wo nur mehr Aktienkurse und Profite zählen, geraten die Beschäftigten unter die Räder. Gerade jetzt ist eine konsequente Interessensvertretung vonnöten, weil viele Arbeiter und Angestellte sonst den wirtschaftlich Mächtigen weitgehend schutzlos ausgeliefert sind.

"Wir können keine Mehrheitsverhältnisse umdrehen, wir können aber die Führung der Arbeiterkammer aufscheuchen, wenn wir Salz in die offenen Wunden streuen. Heute stehen hochprivilegierte und mit der großen Politik verfilzte und verbandelte Funktionäre an der Spitze der gesetzlichen Interessensvertretung. Sie schwiegen und sie schweigen, wenn es darum gegangen wäre und darum geht, etwa der Regierung die Stirn zu bieten, die einseitige Belastungsmaßnahmen auf die arbeitende Bevölkerung losläßt. Und sie bewahren die sozialpartnerschaftliche Friedhofsruhe, wenn sich die Großkonzerne daranmachen, die Errungenschaften der österreichischen ArbeitnehmerInnen abzumontieren und deren Rechte zu unterlaufen. Ein Erfolg unserer Fraktion ist in dieser Situation ein Signal, daß sich viele Wahlberechtigte nach einer grundlegenden Veränderung sehnen", meint der Bundesvorsitzende des GLB, Manfred Groß.

Unter dem Wahlmotto: "Mach' Deinen Frust zu Widerstand" werden sich auf den Listen des GLB in ganz Österreich zahlreiche Kandidatinnen und Kandidaten aus den verschiedensten Berufsgruppen diesem wichtigen Wahlgang stellen und ihre Alternativen präsentieren. Zugleich wirbt der GLB für die Beteiligung an diesen Wahlen und ruft auf, nicht jenen das Feld zu überlassen, die eine konsequente Interessenspolitik schuldig bleiben. Es gibt eine Alternative - links von den anderen, die auf eine entschiedene und ehrliche Interessensvertretung setzt !

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 718 26 23,
e-mail: glb-zink@apanet.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLB/OTS