- 12.01.2000, 11:57:05
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AK-Wahl 2000: Alternative links von den anderen
GLB reicht erste Kandidaturen ein
Wien (OTS) - Für die im Frühjahr stattfindenden
Arbeiterkammerwahlen reichte der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB)
bereits kurz vor dem Jahreswechsel seine Kandidaturen in
Oberösterreich, Kärnten, Salzburg und Tirol ein. Wien,
Niederösterreich und die Steiermark haben spätere Stichtage, und auch
in diesen Bundesländern wird der GLB für die Vertretung in der
AK-Vollversammlung antreten.
300 Unterstützungserklärungen von Kammerwahlberechtigten sind pro
Bundesland notwendig, um eine Kandidatur einzureichen. Die
AktivistInnen des GLB konnten in jedem Bundesland bedeutend mehr
UnterstützerInnen finden, so daß die Kandidaturen nun gesichert sind.
Auf die Unterstützung vieler Kolleginnen und Kollegen will die
Linksgruppe auch im Wahlkampf bauen, indem sie sich den Problem der
ArbeitnehmerInnen zuwendet, Kritik übt, wo Kritik angebracht ist, und
Alternativen entwickelt.
Hauptkritikpunkt an der Politik der bisherigen Kammerführungen ist
deren Inkonsequenz und Nachgiebigkeit in der Wahrnehmung der
Interessen der ArbeitnehmerInnen. Diese zeigt sich vor allem in der
Haltung zur Regierungspolitik und zu den Anmaßungen der großen
Konzernbetriebe in unserem Land. Vielfach werden ArbeitnehmerInnen
heute offener Willkür ausgesetzt. Wo nur mehr Aktienkurse und Profite
zählen, geraten die Beschäftigten unter die Räder. Gerade jetzt ist
eine konsequente Interessensvertretung vonnöten, weil viele Arbeiter
und Angestellte sonst den wirtschaftlich Mächtigen weitgehend
schutzlos ausgeliefert sind.
"Wir können keine Mehrheitsverhältnisse umdrehen, wir können aber die
Führung der Arbeiterkammer aufscheuchen, wenn wir Salz in die offenen
Wunden streuen. Heute stehen hochprivilegierte und mit der großen
Politik verfilzte und verbandelte Funktionäre an der Spitze der
gesetzlichen Interessensvertretung. Sie schwiegen und sie schweigen,
wenn es darum gegangen wäre und darum geht, etwa der Regierung die
Stirn zu bieten, die einseitige Belastungsmaßnahmen auf die
arbeitende Bevölkerung losläßt. Und sie bewahren die
sozialpartnerschaftliche Friedhofsruhe, wenn sich die Großkonzerne
daranmachen, die Errungenschaften der österreichischen
ArbeitnehmerInnen abzumontieren und deren Rechte zu unterlaufen. Ein
Erfolg unserer Fraktion ist in dieser Situation ein Signal, daß sich
viele Wahlberechtigte nach einer grundlegenden Veränderung sehnen",
meint der Bundesvorsitzende des GLB, Manfred Groß.
Unter dem Wahlmotto: "Mach' Deinen Frust zu Widerstand" werden sich
auf den Listen des GLB in ganz Österreich zahlreiche Kandidatinnen
und Kandidaten aus den verschiedensten Berufsgruppen diesem wichtigen
Wahlgang stellen und ihre Alternativen präsentieren. Zugleich wirbt
der GLB für die Beteiligung an diesen Wahlen und ruft auf, nicht
jenen das Feld zu überlassen, die eine konsequente Interessenspolitik
schuldig bleiben. Es gibt eine Alternative - links von den anderen,
die auf eine entschiedene und ehrliche Interessensvertretung setzt !
Rückfragehinweis: GLB
Tel.: (01) 718 26 23,
e-mail: [email protected]
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