• 11.01.2000, 13:52:35
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  • OTS0152

AK verlangt: LKW-Maut unbedingt 2002 einführen

Wien (OTS) - Die LKW-Maut darf auf keinen Fall neuerlich
verschleppt werden, kritisieren die AK-Verkehrsexperten: Das heute,
Dienstag, von der Wirtschaftskammer vorgeschlagene Infrarotsystem
gibt es in keinem Land Europas und würde auch keinen Sinn machen. Die
Wirtschaftskammer will die LKW-Maut anscheinend wieder einmal
verzögern. Offenbar soll mit wechselnden Argumenten nur vom
Kostenverursacher LKW-Verkehr abgelenkt werden: Seit dem EU-Beitritt
zwahlen die LKWs nämlich jährlich um zwei Milliarden Schilling
weniger, seit der Umsetzung der jüngsten EU-Vorgaben zur
Straßenbenützugnsabgabe ist der Beitrag um etwa weitere 100 Millionen
Schilling gesunken. Eine weitere Verzögerung würde bei den neuen
Straßenbauwünschen nur ein weiteres Loch ins Budget reißen. Die Maut
muss daher - wie geplant - noch im Jahr 2002 kommen, verlangen die
AK-Verkehrsexperten.

Die Wirtschaftskammer versucht mit ihren Argumenten die LKW-Maut
nur auf die lange Bank zu schieben, kritisieren die
AK-Verkehrsexperten. Noch vor wenigen Wochen hat die Wirtschaft
versucht, mit dem Argument "Gleichklang mit Deutschland" die
Einführung der LKW-Maut in Österreich zu verzögern. Inzwischen hat
sich Deutschland auf den Einführungstermin 2002 festgelegt und auch
auf das für Österreich vorgesehene duale System. Nun sucht die
Wirtschaft nach neuen Argumenten.

Dass Deutschland ohne Mautstellen, wie die Wirtschaftskammer heute
behauptet hat, auskomme, stimmt so nicht, sagt die AK. Tatsächlich
bemüht sich die deutsche Ausschreibung um ein System ohne
Mautstellen. Offen ist allerdings, ob das überhaupt möglich ist.
Mautstellen, wie sie bisher in allen europäischen Systemen üblich und
auch in Österreich vorgesehen sind, stellen im übrigen ein Service an
den Kunden (den LKW-Fahrern bzw. Frächtern) dar, sagen die
AK-Verkehrsexperten.

Die Forderung, Österreich solle auch die Infrarottechnologie
einbeziehen, ist völlig absurd. Österreich würde bei Verwendung der
Infrarottechnologie ein System errichten, das mit anderen nicht
kompatibel ist - ganz im Gegensatz zur europaweit normierten
Mikrowellentechnologie. Und zuletzt die Forderung nach einem
GPS-System. So erfolgreich dieses System auch bei der Lokalisierung
etwa des Standortes eines LKWs einsetzbar ist, für den Einsatz bei
Mautsystemen ist es gewissermaßen noch auf Jahre hinaus ungeeignet,
so die AK-Verkehrsexperten.

Rückfragehinweis: Doris Strecker
AK Wien
Tel.: (01) 501 65 2677

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