• 11.01.2000, 12:43:27
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Häupl: Bundeszuschuss zu Pensionen muss verringert werden=

Wien, (OTS) Was ist die vernünftigste Maßnahme, um den
Bundeszuschuss zu den Pensionen zu verringern? Das sei die
zentrale Frage beim Thema Pensionen, erklärte Bürgermeister Dr.
Michael Häupl Dienstag in seinem Pressegespräch. Höhere
Lebenserwartung und längere Ausbildungszeiten führten zu einer
eklatanten Steigerung des Bundeszuschusses für die Pensionen. Dies
schränke die Handlungsfähigkeit des Budgets ein. Werde aber die
Handlungsfähigkeit der öffentlichen Haushalte eingeschränkt, werde
es zu weiteren Problemen, etwa im Bereich der Investitionen,
kommen. Es gehe außerdem u.a. auch um die Einhaltung der
Maastricht-Kriterien, nicht aber um eine Sanierung des Budgets.

Man müsse zwecks Verringerung des Bundeszuschusses zu den
Pensionen überlegen, wie man das reale Pensionsantrittsalter - bei
Frauen derzeit etwas über 56 Jahre, bei Männern etwa 59 Jahre -
mit dem rechtlichen Pensionsantrittsalter zusammenführen könne. Zu
den Maßnahmen, die diskutiert würden, gehörten eine Anhebung des
gesetzlichen Mindestpensionseintrittsalters bzw. Anhebung des
unteren Pensionsalters um ein bis zwei Jahre, unterstrich Häupl -
wobei er zur Stunde nicht sagen könne, wie effektiv dies sei und
ob verfassungskonforme Lösungen möglich seien - sowie, nach dem
die bestehenden Anreizsysteme zur Anhebung des faktischen
Pensionsalters bisher nicht das gewünschte Ergebnis gebracht
hätte, Überlegungen, etwa durch Abschläge zu einer Entlastung des
Bundeszuschusses zu kommen. Er, Häupl, teile jedenfalls die
Auffassung, dass man das reale an das rechtliche Pensionsalter
heranführen müsse und nicht hinnehmen könne, dass die
Lebensarbeitszeit geringer werde.

Finanzstadträtin Mag. Brigitte Ederer wies darauf hin, dass
ab ca. 2005/2006 eine starke Nachfrage nach Arbeitskräften
prognostiziert wird. Gerade in diesem Zeitraum sollten
entsprechende Maßnahmen bei den Pensionen greifen. Sie sehe
allerdings als zentralen Punkt auch die Frage der Qualifikation
bzw. die Frage, was man tun könne, um die heute 45- bis 60-
Jährigen in der entsprechenden Qualifikationsebene fit zu
halten.**** (Schluss) hrs/vo

Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/

Helga Ruzicka-Stanzel
Tel.: 4000/81 856
e-mail: [email protected]

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