- 10.01.2000, 09:09:05
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Wer Grippe hat, gehört ins Bett=
Wien (OTS) - Mehr als 17.000 Menschen sind in den vergangenen Wochen
an Grippe erkrankt. Insgesamt wird mit etwa 200.000 Grippekranken
gerechnet. Die Grippewelle könnte noch acht Wochen dauern. Das sind
einige Daten zur aktuellen Lage allein in Wien. "Die Grippe oder
Influenza kann sich auch heute noch zu einer gefährlichen Krankheit
entwickeln. Sie kann sogar tödlich verlaufen, wenn sie unterschätzt
wird", sagt Dr. Christian Feinböck vom Österreichischen Roten Kreuz.
Plötzliches hohes Fieber bis 40 Grad, Schüttelfrost, Schwitzen, Kopf-
und Gliederschmerzen, Schwindelgefühl, Benommenheit, Husten,
Schmerzen hinter dem Brustbein oder Bindehautentzündungen sind
Symptome einer Grippe (Influenza). "Wer dieses Symptome ignoriert,
riskiert einiges. Denn aus einer Grippe können sich schwere
Lungenentzündungen mit zusätzlichen Komplikationen durch bakterielle
Infektionen entwickeln, auch Herzmuskelentzündungen oder sogar
Entzündungen des Gehirns und der Gehirnhäute", so Feinböck.
Es gibt kein spezielles Heilmittel gegen Grippe. Feinböck: "Absolute
Bettruhe ist das Wichtigste. Der Patient sollte nach dem Abklingen
des Fiebers noch mindestens drei Tage im Bett bleiben. Fiebersenkende
und entzündungshemmende Medikamente unter Absprache mit einem Arzt
können die Genesung fördern. Allerdings kann es bis zur völligen
Genesung nach einer Grippe etliche Wochen dauern. Antibiotika können
bei älteren Patienten helfen, Komplikationen zu vermeiden. Gegen die
Grippe selbst sind sie aber wirkungslos."
Wer sich mit Grippe angesteckt hat, gehört also ins Bett. "Viel
Flüssigkeit in den ersten Tagen tut gut. Trinken Sie heißen Tee oder
Obstsäfte. Wadenwickel und Holunderblütentee können das Fieber
senken", so Feinböck. Als vorbeugende Maßnahme gegen Grippe empfiehlt
Feinböck, das Immunsystem zu stärken - "durch Bewegung an frischer
Luft und vitaminreicher Kost."
Vor allem Kinder, Menschen über 60 Jahre und chronisch Kranke sind
von einer Influenza besonders gefährdet. "Diese Gruppe sollte auch
die Möglichkeit einer Impfung ins Auge fassen. Allerdings unbedingt
erst nach einer Rücksprache mit dem Hausarzt. Denn nur gesunde
Menschen dürfen geimpft werden", sagt Feinböck.
Rückfragehinweis: ÖRK-Pressestelle
Mag. Bernhard Jany
Tel.: (01) 58 900/151
www.redcross.or.at
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