Wer Grippe hat, gehört ins Bett

Wien (OTS) - Mehr als 17.000 Menschen sind in den vergangenen Wochen an Grippe erkrankt. Insgesamt wird mit etwa 200.000 Grippekranken gerechnet. Die Grippewelle könnte noch acht Wochen dauern. Das sind einige Daten zur aktuellen Lage allein in Wien. "Die Grippe oder Influenza kann sich auch heute noch zu einer gefährlichen Krankheit entwickeln. Sie kann sogar tödlich verlaufen, wenn sie unterschätzt wird", sagt Dr. Christian Feinböck vom Österreichischen Roten Kreuz.

Plötzliches hohes Fieber bis 40 Grad, Schüttelfrost, Schwitzen, Kopf-und Gliederschmerzen, Schwindelgefühl, Benommenheit, Husten, Schmerzen hinter dem Brustbein oder Bindehautentzündungen sind Symptome einer Grippe (Influenza). "Wer dieses Symptome ignoriert, riskiert einiges. Denn aus einer Grippe können sich schwere Lungenentzündungen mit zusätzlichen Komplikationen durch bakterielle Infektionen entwickeln, auch Herzmuskelentzündungen oder sogar Entzündungen des Gehirns und der Gehirnhäute", so Feinböck.

Es gibt kein spezielles Heilmittel gegen Grippe. Feinböck: "Absolute Bettruhe ist das Wichtigste. Der Patient sollte nach dem Abklingen des Fiebers noch mindestens drei Tage im Bett bleiben. Fiebersenkende und entzündungshemmende Medikamente unter Absprache mit einem Arzt können die Genesung fördern. Allerdings kann es bis zur völligen Genesung nach einer Grippe etliche Wochen dauern. Antibiotika können bei älteren Patienten helfen, Komplikationen zu vermeiden. Gegen die Grippe selbst sind sie aber wirkungslos."

Wer sich mit Grippe angesteckt hat, gehört also ins Bett. "Viel Flüssigkeit in den ersten Tagen tut gut. Trinken Sie heißen Tee oder Obstsäfte. Wadenwickel und Holunderblütentee können das Fieber senken", so Feinböck. Als vorbeugende Maßnahme gegen Grippe empfiehlt Feinböck, das Immunsystem zu stärken - "durch Bewegung an frischer Luft und vitaminreicher Kost."

Vor allem Kinder, Menschen über 60 Jahre und chronisch Kranke sind von einer Influenza besonders gefährdet. "Diese Gruppe sollte auch die Möglichkeit einer Impfung ins Auge fassen. Allerdings unbedingt erst nach einer Rücksprache mit dem Hausarzt. Denn nur gesunde Menschen dürfen geimpft werden", sagt Feinböck.

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