HAIDER (2): "Dieser eingeschlagene Weg ist ein guter für Österreich"

Österreich ist nicht verhaidert, sondern offener und patriotischer geworden

Unterpremstätten, 2000-01-09 (fpd) - "Es ist vernünftiger, jene Ausländer, die jahrzehntelang in Österreich leben, zu integrieren, als eine weitere Zuwanderung zuzulassen", meinte der freiheitliche Bundesparteiobmann und Landeshauptmann Dr. Jörg Haider im weiteren Verlauf seine Rede zum heutigen Neujahrstreffen der Freiheitlichen. ****

Er, Haider, habe als Landeshauptmann von Kärnten eine weitere Zuwanderung von Ausländern untersagt. "Wir haben dies gemacht und die Welt geht trotzdem nicht unter". Nun würden auch die anderen Parteien eine Änderung in der Ausländerpolitik überlegen.

Nur gemeinsam hätten wir bei der Nationalratswahl den zweiten Platz erreichen können und hätten diesen "riesigen" Vorsprung von 400 Stimmen zur ÖVP erzielt, aber wir werden diesen Vorsprung noch ausbauen. Dieser Erfolg sei aber nur möglich gewesen, da alle mitgegangen seien. "Dieser Weg, den wir einschlugen, ist ein guter Weg für Österreich. Die Flamme der Begeisterung ist wieder da", sagte Haider.

Natürlich, wenn wir uns so verhalten würden wie SPÖ und ÖVP, verdienten wir den Untergang. Daher werden wir aber immer anders sein und eine ehrliche Politik machen. Bei jüngsten Umfragen gebe die Bevölkerung der FPÖ das Prädikat, "wichtigste Partei im Jahr 2000" zu werden. Auch hier wachse ein neues politisches Potential heran. Dies sei eine große Chance für uns und diese sei aber nur zu halten, wenn wir den Kurs halten. "Das nächste Mal wird sich die SPÖ der Entscheidung stellen müssen, "wird die FPÖ erster sein, oder wird sich die SPÖ noch knapp an erster Stelle halten können".

Die Bürger, so Haider weiter, hätten die Nase voll von diesem Dilettantenstadl. Österreich funktioniere, nur die Bürger wollen nicht, daß die Regierung permanent streite, sondern sie wollen eine Politik, die eine gute Arbeit für das Land mache. "Drei Monate Arbeitsverweigerung bei vollen Bezügen ist zu viel für die Leute. Ich bin überzeugt, daß die Bürger nicht negativ zur Politik eingestellt sind, aber der derzeitige Stil gefalle den Bürgern nicht. Sie wollen, daß die Ankündigungen vor der Wahl auch nach der Wahl umgesetzt werden", so Haider.

Nur wenn Finanzminister Edlinger vor der Wahl verspreche, daß es kein weiteres Sparpaket geben werde, aber nach der Wahl würden im Budget schon 50 Mrd. fehlen, und er das Geld dafür vom FLAF ausräumen möchte, dann wäre es besser, er würde in den Ruhestand "abdampfen".

"Wenn wir uns genauso zu Tode gefürchtet hätten wie es derzeit die ÖVP tut, dann hätten wir auch eine Entwicklung nach unten unternommen, wie es eben diese ÖVP unter Schüssel derzeit durchmachte. Es gibt auch einen großen Unterschied zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung. Die FPÖ hat nie viel auf die veröffentlichte Meinung gegeben, denn danach wäre das LIF stärkste Partei in Österreich", meinte Haider.

Was nütze die Präsentation der öffentlichen Meinung, wenn sie nicht wahr sei, denn diese Ankündigungspolitik von SPÖ und ÖVP hätten die Bürger schon längst durchschaut. Das gleiche sei auch bei der Bundespräsidentenwahl passiert, bei der Frau Knoll auf der medialen Sänfte getragen wurde. Die Politik müsse den Menschen ein gutes Gefühl geben. Klare Ziele brauche die Politik, keine flatterigen Nerven.

Dieses Land brauche eigenständige Politiker. Wir brauchen politische Repräsentanten, die eine eigene Überzeugung haben und dieser Weg ist einer, der gut war für uns. Wir haben Kurs gehalten und die Wähler haben dies respektiert. Wir haben Kurs gehalten in der Ausländerpolitik, wir haben Kurs gehalten bei unserer Forderung nach Zusammenlegung der 28 Sozialversicherungsanstalten, wir haben Kurs gehalten bei unserer Haltung zur EU-Osterweiterung und in der Kunst-und Kulturpolitik. Auch haben wir keinen Kurswechsel im Bezug auf den Begriff Heimat gemacht. Das alles zeigt, wie wichtig diese FPÖ für dieses Land ist. Auch ist dieses Land nicht verhaidert, sondern Österreich ist offener und patriotischer geworden, betonte Haider. (Forts.)

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