Statistisches Jahrbuch der Stadt Wien 1998 erschienen

Wien, (OTS) Von 5.175 Ehescheidungen, die 1998 in Wien ausgesprochen wurden, waren fast 5.000 einvernehmliche Trennungen. Am gefährlichsten sind die Zeiten vom 5. bis 10. Ehejahr, fast 1.500 Scheidungen erfolgten bei Ehen in diesem "Alter". Immerhin:
8.693 Paare haben 1998 geheiratet. 2.556 Männer und 2.516 Frauen, die vor den/die Standesbeamten/in traten, hatten bereits
mindestens eine Scheidung hinter sich. 15.235 Kinder, davon 11.935 kleine WienerInnen, wurden lebend geboren. 18.082 Menschen
starben. Diese Daten sind nur ein kleiner Bruchteil der Abertausenden Zahlen, die das soeben erschienene "Statistische Jahrbuch der Stadt Wien 1998" beinhaltet. Auf rund 400 Seiten gibt es Wissenswertes über alle Facetten Wiens: vom Wetter über die Bevölkerung bis zur Umwelt, von der Landwirtschaft über die Wirtschaft bis zum Arbeitsmarkt, von Energie oder Handel über das Geldwesen zum Verkehr oder zum Tourismus, vom Wohnungswesen zur
Ver- und Entsorgung, Bildung, Religion, Sport, Wahlen, Finanzen, Verwaltung oder zu sozialen Angelegenheiten. Das "Statistische Jahrbuch der Stadt Wien 1998" ist um 450 ATS in der MA 66 -Statistisches Amt der Stadt Wien, 1016 Wien, Volksgartenstraße 3, jeweils von 9 bis 15 Uhr erhältlich. Telefonische Bestellungen:
Tel. 4000/88629.****

Das Jahrbuch beginnt mit Wiens geografischen Daten (und endet mit LehrerInnen), mit seiner Lage auf 16 Grad 22 Minuten 27
Sekunden östliche Länge von Greenwich und 48 Grad 12 Minuten 32 Sekunden nördliche Breite. Die mittlere Temperatur betrug 1998
10,8 Grad, die Bundeshauptstadt hatte 65 Sommertage (mit
mindestens 25 Grad) und 76 Frosttage (Mindesttemperatur unter
null Grad). Richtig eiskalt mit Höchsttemperaturen unter Null war’s an 20 Tage, zum Ausgleich dafür gab’s ebenso viel heiße Tage (über 30 Grad). 1.978 Sonnenscheinstunden standen 690 mm Niederschläge gegenüber.

In Wien waren 1998 1.412 praktische ÄrztInnen als niedergelassene ÄrztInnen tätig, außerdem 150 KinderärztInnen, 885 ZahnärztInnen und 2.693 FachärztInnen. Die Medizin ist in allen diesen Bereich noch fest in männlicher Hand: nicht einmal bei den KinderärztInnen sind 50 Prozent weiblich ... Und sind bei den praktischen ÄrztInnen etwas über ein Drittel Frauen, so stellen sie bei den FachärztInnen nicht einmal ein Viertel.

Laut Bevölkerungsfortschreibung wohnten in der Bundeshauptstadt 1998 1.606.843 Menschen mit Hauptwohnsitz,
darunter 845.111 Frauen. Der Anteil der AusländerInnen betrug 17,6 Prozent oder in absoluten Zahlen 283.470, zum Großteil Personen
aus dem ehemaligen bzw. dem heutigen Jugoslawien, gefolgt von türkischen StaatsbürgerInnen. Altersmäßig ist in Wien die Gruppe der 30- bis 45-jährigen am stärksten, es folgen die 45- bis 60-jährigen und die 19- bis 30-jährigen.

Auf dem Arbeitsmarkt waren durchschnittlich rund 766.000 unselbstständig Beschäftigte tätig. Etwas über 100.000 Personen waren ausländische Arbeitskräfte. Die Zahl der Arbeitslosen lag im Jahresdurchschnitt bei 73.300 vorgemerkten Arbeitssuchenden. Knapp über 99.000 PflichtschülerInnen, 50.000 SchülerInnen in allgemein bildenden höheren Schulen, über 18.000 in berufsbildenden Pflichtschulen und 32.200 in berufsbildenden mittleren und höheren Schulen, über 123.000 HörerInnen an den Universitäten bzw. 3.800 StudentInnen an den drei Universitäten der Künste verzeichnet die Statistik.

Die Durchschnittspension in Wien betrug 1998 bei Unselbstständigen bei der Alterspension 13.010 ATS, bei Selbstständigen 12.840 ATS.

Und weil’s zu Wien dazugehört: 1998 wurden 23.268 Hektoliter Wein - überwiegend weißer - geerntet.

Recht interessante Zahlen bietet auch die Landwirtschaft. In der Großstadt lebten 1998 immerhin über 1.100 Hühner, knapp über 1.000Pferde, fast 400 Schafe, 67 Ziegen, 962 Schweine - und
darunter immerhin ganze 2 Zuchteber. (Schluss) hrs

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