- 29.12.1999, 09:33:58
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- OTS0053
Problematischer Vorschlag für Akkreditierungsrat
Wirtschaft fordert kostengünstigeres Gremium mit mehr österreichischen Vertretern
Wien (PWK) - Mit Erstaunen nimmt die Wirtschaftskammer Österreich
den Vorschlag des Wissenschaftsministers für den sogenannten
"Akkreditierungsrat", der im Zusammenhang mit der Zulassung von
Privatuniversitäten in Österreich zu errichten ist, zur Kenntnis. So
sehr es zweckmäßig erscheint, dass man bei der Bestellung eines
solchen Gremiums auch über die österreichischen Grenzen hinaus schaut
und sich der Mitwirkung renommierter Wissenschafter versichert, muss
doch der Umstand erstaunen, dass von den vorgeschlagenen acht
Mitgliedern des Akkreditierungsrates ganze zwei Vertreter aus
Österreich kommen.
In der Liste des Wissenschaftsministers tummeln sich zwar einige
"große Namen" der europäischen Universitätsszene, das steht aber mit
der beschränkten Bedeutung dieses Gremiums zur Zulassung von
Privatuniversitäten nach dem Universitätsakkreditierungsgesetz in
krassem Widerspruch und wird nicht zuletzt hohe Kosten bescheren. Die
Wirtschaft stellt im Übrigen auch mit Befremden fest, dass keine mit
den Bedürfnissen der Wirtschaft vertretene Persönlichkeit berufen
werden soll, wie es von der Wirtschaftskammer Österreich im
Begutachtungsverfahren gefordert wurde.
Die Wirtschaft fordert daher ein grundsätzliches Überdenken der
Vorschlagsliste mit dem Ziel, mehr österreichische Vertreter,
darunter auch Persönlichkeiten aus dem Wirtschaftsleben, aufzunehmen.
Es sollte rasch ein kostengünstiger und funktionsfähiger
Akkreditierungsrat, der mehr als ein "who is who" der europäischen
Hochschulpolitik ist, geschaffen werden. (pt)
Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich
BW-Abteilung
Dr. Georg Piskaty
Tel.: (01) 50105-4072
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