"Stiller" Beginn des Nationalparks Thayatal am 1. 1. 2000

Nach Vorbereitungsarbeiten folgt im Mai großes Eröffnungsfest

St.Pölten (NLK) - Ab kommendem Samstag, 1. Jänner 2000, erlangt das Thayatal bei Hardegg den Nationalparkstatus. Die Nationalparkverwaltung in Hardegg ist ab diesem Zeitpunkt für das Management der Flächen des Nationalparks, derzeit 1.330 Hektar, verantwortlich. Sofort wird mit Vorbereitungsarbeiten begonnen, um zeitgerecht zum großen Eröffnungsfest am 21. Mai 2000 den Nationalpark schon in einem herzeigbaren Zustand präsentieren zu können.

Grundlage des Nationalparks sind die Vereinbarung zwischen Bund und Land vom 26. Oktober 1997 und die Verordnung der NÖ Landesregierung, die Ende November erlassen wurde. In späterer Folge ist eine Vergrößerung des Nationalparks auf 1.700 Hektar vorgesehen.

Jetzt beginnen Durchforstungsmaßnahmen, wobei nicht standortgerechte Baumbestände allmählich durchlichtet und nach Absterben nicht mehr nachgepflanzt werden. Das sind beispielsweise Robinien und die Douglasie, eine Tannenart aus Kanada, die als Christbaum Verwendung fand. Aufbauend auf eine "Störungspotentialstudie" wird ein Wegenetz ausgearbeitet und beschildert - seltene Tierarten dürfen nicht gestört werden. Der europäische Weitwanderweg 630, der durch das Thayatal führt, bleibt erhalten. Schon Ende Mai wird es ein erstes Führungsangebot für den Nationalpark geben, Schullandwochen werden abgehalten.

Es gab viele Gründe, hier einen Nationalpark zu errichten. Auf kleinem Raum gibt es in diesem engen Tal eine besonders hohe Anzahl verschiedenartiger Lebensräume mit Pflanzen und Tieren, die man vielfach nur hier findet. Aus der Lage des Tales am einstigen Eisernen Vorhang und aus seiner Enge resultiert seine Unberührtheit, hier konnten sich Fauna und Flora ungestört entwickeln. Türkenbund und weißes Waldvögelein sind hier ebenso zu finden wie seltene Orchideenarten, bei den Tieren sind es beispielsweise Gottesanbeterin oder Schwarzer Apollo, Äskulapnatter oder Weißrückenspecht, um nur einige seltene Arten zu nennen. Im Nationalpark Thayatal, der sich unter dem Namen "Narotni park Podyji" in mehrfacher Größe auch auf tschechischem Staatsgebiet erstreckt, konnten bis jetzt 1.287 Pflanzenarten, 152 Vogelarten und 60 Arten von Säugetieren gezählt und beobachtet werden. Obwohl jährlich mit bis zu 100.000 Besuchern gerechnet wird, soll die Natur keinen Schaden erleiden, da ein "sanftes" Tourismuskonzept umgesetzt wird.

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