- 23.12.1999, 09:50:43
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Stadtrat Rieder feiert sechzigsten Geburtstag=
Seit zehn Jahren im Amt
Wien, (OTS) Zwei runde Jubiläen feiert Gesundheitsstadtrat
Dr. Sepp Rieder im Dezember. Am 25. Dezember feiert Dr. Rieder
seinen sechzigsten Geburtstag, ebenfalls im Dezember, genau am 15.
Dezember, beging der Gesundheitspolitiker sein zehnjähriges
Jubiläum als Wiener Gesundheitsstadtrat. Rieder ist verheiratet
und Vater von zwei Kindern.****
Rieder, am 25. Dezember 1939 in Wien geboren, begann nach der
Matura 1957 mit dem Studium der Rechtswissenschaften, das er 1961
mit der Promotion zum Dr. juris abschloss. Von 1962 bis 1965
Richteramtsanwärter, absolvierte in dieser Zeit auch den
Präsenzdienst beim Bundesheer. 1965 wurde er zum Bezirksrichter
ernannt und dem Justizministerium zugeteilt, wo er zuletzt Leiter
der Abteilungen für Straflegislative und für Öffentlichkeitsarbeit
war.
Rieder, enger Mitarbeiter von Justizminister Dr. Christian
Broda, wurde 1982 zum Ministerialrat ernannt. Er war maßgeblich an
der großen Strafrechtsreform beteiligt und hat an wesentlichen
Verbesserungen sowohl in der Entwicklung des Strafrechts als auch
im Strafvollzug selbst mitgearbeitet.
Rieder war außerdem Lehrbeauftragter für Medienrecht und
Berufsrecht der Journalisten am Publizistikinstitut der
Universität Salzburg und veröffentlichte eine Reihe von
Fachbüchern zum Strafrecht, Strafprozessrecht und Medienrecht.
Ab 1983 war Dr. Rieder Abgeordneter zum Nationalrat. 1989
wurde er vom Wiener Gemeinderat zum Amtsführenden Stadtrat für
Gesundheits- und Spitalswesen gewählt. 1994 bis 1996 war er auch
Vizebürgermeister. In seiner Amtszeit wurden wesentliche
Voraussetzungen für die geordnete Weiterentwicklung des Wiener
Gesundheits- und Spitalswesens, dem budgetär und personell größten
Bereich der Bundeshauptstadt, geschaffen. So wurden die Wiener
Spitalsreform mit dem Gesundheits- und Krankenanstaltenplan 1990
und der Einrichtung des Verbundes der Wiener städtischen
Krankenanstalten und Pflegeheime (Wiener Krankenanstaltenverbund –
KAV) abgeschlossen, eine weit reichende Struktur- und
Organisationsveränderung im Wiener Spitalswesen in die Wege
geleitet und die Personalsituation, vor allem im Pflegebereich,
wesentlich verbessert. Insgesamt verfügen die Wiener Spitäler und
Pflegeheime heute mit 32.000 MitarbeiterInnen über 36 Prozent mehr
Personal als vor zehn Jahren. Trotzdem konnte die Explosion der
Ausgaben im Gesundheitswesen effizient eingedämmt werden: sowohl
die allgemeinen Kosten als auch die Medikamentenkosten pro Patient
sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken.
Gleichzeitig wurden rund 31 Milliarden Schilling in Neubauten und
Verbesserungen investiert.
1992 wurde im Wiener Gesundheitswesen eine weisungsfreie und
unabhängige Patientenanwaltschaft, Vorbild für ähnliche
Einrichtungen im In- und Ausland, eingerichtet. Die
Patientenrechte sind nunmehr im Wiener Krankenanstaltengesetz
verankert. Wien ist damit das erste Bundesland mit einem
gesetzlichen Katalog der Patientenrechte. Ebenfalls 1992 wurde vom
Gemeinderat das von einer Expertenkommission erarbeitete
Drogenkonzept zustimmend zur Kenntnis genommen. Mit einem
Drogenbeauftragten, einem Drogenkoordinator und dem Drogenbeirat
wurden bessere Voraussetzungen für eine effiziente Zusammenarbeit
bei allen Maßnahmen gegen Drogenabhängigkeit geschaffen. Unter
Rieders Führung wurde das Prinzip "Hilfe statt Strafe" zum
zentralen Schwerpunkt einer erfolgreichen Wiener Drogenpolitik,
die mit dem 1999 beschlossenen 2. Wiener Drogenkonzept
weitergeführt wird.
Die Betreuung alter und pflegebedürftiger Menschen zu Hause
wurde in den letzten Jahren zu einem Schwerpunkt der Wiener
Gesundheitspolitik. Daher wurden 1991 die Magistratsabteilung 47 -
"Betreuung zu Hause" geschaffen und 1992 die Wiener Pflege- und
Sozialdienste in einem Dachverband zusammengefasst, mit der
Aufgabe, den Ausbau der ambulanten Pflege- und Sozialdienste zu
fördern und deren Qualität zu sichern.
Außerdem erhielt die im Jahr 1998 als eine der ersten Städte
weltweit ein eigenes Frauengesundheitsprogramm, das konsequent und
umfassend umgesetzt wird.
Dr. Sepp Rieder ist seit 1990 Präsident des Bundes
Sozialdemokratischer Akademiker (BSA) sowie seit 1993 Zweiter und
seit 1999 Erster Präsident der Österreichisch-Israelischen
Gesellschaft. Rieder ist Träger des Goldenen Ehrenzeichens für
Verdienste um die Republik Österreich, der Großen Viktor Adler-
Plakette sowie des Großoffizierskreuzes des S.M.R.O. (Souveräner
Malteser Ritter Orden) "Pro Merito Meltensi". (Schluss) nk
Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Norbert Kettner
Tel.: 4000/81 845
e-mail: [email protected]
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