- 17.12.1999, 10:24:55
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- OTS0081
Oberhauser: Gerechtes Gehaltsschema für die Wiener ÄrztInnen
Erste Verhandlungsrunde beginnt um 14 Uhr
Wien (GdG/ÖGB). Ein gerechtes Gehaltsschema für die ÄrztInnen in
den Wiener Gemeindespitälern fordert die Ärzte-Referentin der
Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Dr. Sabine Oberhauser,
vor der heute um 14 Uhr beginnenden ersten Verhandlungsrunde mit
VertreterInnen der Stadt Wien.++++
Die Ärzte-VertreterInnen werden einen umfangreichen Forderungskatalog
vorlegen. Darin heißt es u. a.: "Ziel der GdG ist die stufenweise
Anhebung der Bezüge in Form einer leistungs- und
funktionsorientierten Entlohnung, analog dem
Sozialversicherungsschema. Die höhere Abgeltung soll den gesamten
ärztlichen Mittelbau (Praktische Ärzte, Fach- und Oberärzte)
betreffen. Ärzte in eigenverantwortlichen Positionen müssen auch
gleich entlohnt werden.
So lange es in den öffentlich-rechtlichen Spitälern und Pflegeheimen
Wiens derart unterschiedliche Entlohnungen gibt, wird dieses Thema
immer Gegenstand von Unmut und Diskussion sein.
Nicht von der Reform erfasst werden die in Ausbildung befindlichen
Ärzte sein. Diese Berufsgruppe wird bereits durch die Strukturreform
und der darin enthaltenen Anhebung der Anfangsgehälter abgedeckt. Die
Sicherung der Ausbildungsqualität und die Schaffung von
Ausbildungsverantwortlichen ist für die Betroffenen sicher
vorrangiges Ziel.
Vollkommen neu gestaltet werden müssen auch die Bezüge der
Primarärzte, da es in dieser Berufsgruppe in einem hohen Maß zu
sozialen Ungerechtigkeiten kommt.
Seitens der Ärztekammer, die sich der Strukturierung der Verteilung
der Sondergebühren angenommen hat, ist es bis heute zu keinen
grundlegenden Impulsen zur Umstrukturierung gekommen.
Auf keinen Fall soll aber die Disskussion um Sonderklassegelder
gemeinsam mit einer Neustrukturierung unserer Gehälter geführt
werden.
Der von Seiten der Dienstgeberin immer wieder geforderten
Flexibilisierung der Arbeitszeit, können wir ca.60 verschiedene
Arbeitszeitmodelle entgegenhalten. Weiters ist es der
Generaldirektion bis heute nicht gelungen, uns zu zeigen, wo und in
welcher Form sie sich eine Neustrukturierung von Dienstzeiten oder
gar eine Einsparung von Nachtdiensten vorstellt.
Die GdG hat und wird sich nie gegen bedienstetenorientierte,
vernünftige und freiwillige Veränderungen der Arbeitszeit stellen.
Festgehalten werden muss jedoch, dass der Wiener Spitalsarzt bereits
durchschnittlich über 60 Wochenstunden arbeitet, und somit eine
Verlängerung der Dienstzeit keinesfalls zur Diskussion steht".
Nach der Verhandlungsrunde stehen die VertreterInnen der Gewerkschaft
unter der Tel. Nr. 0699/1942 08 74 für Anfragen bereit. (ff)
ÖGB, 17. Dezember 1999 Nr. 607
Rückfragehinweis: ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Franz Fischill
Tel. (01) 534 44/510 Dw. bzw. 0699/19420874
Fax.: (01) 533 52 93
e-mail: [email protected]
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