Oberhauser: Gerechtes Gehaltsschema für die Wiener ÄrztInnen

Erste Verhandlungsrunde beginnt um 14 Uhr

Wien (GdG/ÖGB). Ein gerechtes Gehaltsschema für die ÄrztInnen in den Wiener Gemeindespitälern fordert die Ärzte-Referentin der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Dr. Sabine Oberhauser, vor der heute um 14 Uhr beginnenden ersten Verhandlungsrunde mit VertreterInnen der Stadt Wien.++++

Die Ärzte-VertreterInnen werden einen umfangreichen Forderungskatalog vorlegen. Darin heißt es u. a.: "Ziel der GdG ist die stufenweise Anhebung der Bezüge in Form einer leistungs- und funktionsorientierten Entlohnung, analog dem Sozialversicherungsschema. Die höhere Abgeltung soll den gesamten ärztlichen Mittelbau (Praktische Ärzte, Fach- und Oberärzte) betreffen. Ärzte in eigenverantwortlichen Positionen müssen auch gleich entlohnt werden.

So lange es in den öffentlich-rechtlichen Spitälern und Pflegeheimen Wiens derart unterschiedliche Entlohnungen gibt, wird dieses Thema immer Gegenstand von Unmut und Diskussion sein.

Nicht von der Reform erfasst werden die in Ausbildung befindlichen Ärzte sein. Diese Berufsgruppe wird bereits durch die Strukturreform und der darin enthaltenen Anhebung der Anfangsgehälter abgedeckt. Die Sicherung der Ausbildungsqualität und die Schaffung von Ausbildungsverantwortlichen ist für die Betroffenen sicher vorrangiges Ziel.

Vollkommen neu gestaltet werden müssen auch die Bezüge der Primarärzte, da es in dieser Berufsgruppe in einem hohen Maß zu sozialen Ungerechtigkeiten kommt.
Seitens der Ärztekammer, die sich der Strukturierung der Verteilung der Sondergebühren angenommen hat, ist es bis heute zu keinen grundlegenden Impulsen zur Umstrukturierung gekommen.

Auf keinen Fall soll aber die Disskussion um Sonderklassegelder gemeinsam mit einer Neustrukturierung unserer Gehälter geführt werden.

Der von Seiten der Dienstgeberin immer wieder geforderten Flexibilisierung der Arbeitszeit, können wir ca.60 verschiedene Arbeitszeitmodelle entgegenhalten. Weiters ist es der Generaldirektion bis heute nicht gelungen, uns zu zeigen, wo und in welcher Form sie sich eine Neustrukturierung von Dienstzeiten oder gar eine Einsparung von Nachtdiensten vorstellt.

Die GdG hat und wird sich nie gegen bedienstetenorientierte, vernünftige und freiwillige Veränderungen der Arbeitszeit stellen.

Festgehalten werden muss jedoch, dass der Wiener Spitalsarzt bereits durchschnittlich über 60 Wochenstunden arbeitet, und somit eine Verlängerung der Dienstzeit keinesfalls zur Diskussion steht".

Nach der Verhandlungsrunde stehen die VertreterInnen der Gewerkschaft unter der Tel. Nr. 0699/1942 08 74 für Anfragen bereit. (ff)

ÖGB, 17. Dezember 1999 Nr. 607

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Franz Fischill
Tel. (01) 534 44/510 Dw. bzw. 0699/19420874
Fax.: (01) 533 52 93
e-mail: presse@oegb.or.at

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB