Stoisits: Keine Verzögerung bei NS-Zwangsarbeiter-Entschädigung Grüne: Regierung muß nach deutscher Einigung aktiv werden

"Die Einigung in Deutschland über die Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern ist ein klarer Auftrag für die zukünftige österreichische Bundesregierung. Bei den Regierungsverhandlungen ist zu berücksichtigen, daß im Budget für das Jahr 2000 Geld für diese Entschädigung von in Österreich während der NS-Zeit eingesetzten Zwangsarbeitern vorhanden sein muß. Die Entschädigung darf angesichts des fortgeschrittenen Alters der Betroffenen nicht länger hinausgezögert werden", fordert die Justizsprecherin der Grünen, Terezija Stoisits.

Wissenschafter der Historikerkommission gehen vorerst davon aus, daß in Österreich circa zehn Prozent der Zwangsarbeiter des Dritten Reiches beschäftigt gewesen seien. Nachdem viele der Zwangsarbeiter beschäftigenden Unternehmen heute Teil der verstaatlichten Industrie sind, müssen sich sowohl die Republik als auch die beteiligten Industrieunternehmen mit der Entschädigungsfrage beschäftigen, so Stoisits.

"Im Lichte der in Deutschland erzielten Einigung sollte die Bundesregierung sofort mit österreichischen Industrieunternehmen und Anwälten von ehemaligen Zwangsarbeitern Gespräche aufnehmen bzw. unmittelbar nach Vorlage der Forschungsergebnisse der Historikerkommission im Jänner die Betroffenen endlich entschädigen", schließt Stoisits.

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