Lawinenverbauungen in Galtür werden an Gemeinde übergeben

Wildbach- und Lawinenverbauung hat Dammprojekte im Ort termingerecht abgeschlossen

Wien (OTS) - Die zuständige Gebietbauleitung der Wildbach- und Lawinenverbauung übergibt morgen, Freitag, die nach der Lawinenkatastrophe in Angriff genommenen Schutzdämme im Ort Galtür der Gemeinde. Damit ist in kürzest möglicher Zeit ein Maximum an Sicherheit für die Bewohner von Galltür hergestellt worden. In den nächsten Jahren wird es Hauptaufgabe des Forsttechnischen Dienstes der Wildbach- und Lawinenverbauung sein, einen Schutzwald aufzuforsten und dabei die Baumgrenze nach oben zu verlegen. In der Zwischenzeit werden die ebenfalls heuer errichteten technischen Verbauungen die Schneemassen zurückhalten. Dies teilte das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft mit.****

Nach der Lawinenkatastrophe vom 23. und 24. Februar des heurigen Jahres präsentiert sich Galtür als eines der sichersten Alpendörfer. Insgesamt wurden heuer 130 Millionen Schilling in die Sicherheitsbauten investiert, wovon 69% der Bund leistete. Über 90% der aufgebrachten Mittel flossen in regionale Zulieferfirmen, wie Stahllieferanten, Transportunternehmer, Erdbewegungen, Mess- und Systemtechniker, etc.). Neben der zusätzlichen Sicherheit für die Bewohner erhielt die Wirtschaft der Region durch die gesetzten Maßnahmen wichtige Impulse.

Neben der Lawinenanbruchverbauung am Grießkogel mit insgesamt 11.750 Laufmeter Stahl-schnee-brücken wurden im Dorf zwei Lawinenschutzdämme, der eine 360 m und der andere 104 m lang, errichtet. Diese in Grobsteinschlichtung auf Betonfundament errichteten Bauwerke sollten das Vordringen einer Lawine in die 700-Seelen-Gemeinde verhindern. Im Inneren des großen Dammes werden die Einsatzzentralen der Feuerwehr, der Bergrettung und des Roten Kreuzes untergebracht.

Eine automatische Wetterstation, bestehend aus fünf Einzel-mess-stationen in den Hochlagen und einer Empfangs- und Auswerteanlage im Ge-mein-deamt, soll in den nächsten Tagen fertiggestellt werden. Die bestehende Messanlage im Ortszentrum sowie benachbarte Stationen werden hier eingebunden. Eine bedeutend bessere Analyse der Lawinensituation durch die Lawinenkommission ist damit möglich. Landwirtschaftsminister Mag. Wilhelm Molterer dankte seinen Mitarbeitern in der Wildbach- und Lawinenverbauung für den Einsatz, der es ermöglichte, diese gewaltigen Bauleistungen in der knappen zur Verfügung stehenden Zeit zu planen und zu realisieren, teilte das BMLF abschließend mit.

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