- 15.12.1999, 12:24:46
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Görg/Marboe/Nettig: 3 Jahre ÖVP in der Wiener Stadtregierung (1)=
Die neue Qualität des Regierens - Wien ist anders geworden
Wien, (OTS) Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz im Wiener
Rathaus zogen die drei ÖVP-Mitglieder der Wiener Stadtregierung
Bilanz über 3 Jahre Regierungsarbeit. Nach dem Motto: "Wer hätte
vor 3 Jahren gedacht, dass" wurde der "Mehrwert", den die ÖVP in
die Regierungsarbeit eingebracht hat, im Rückblick
herausgearbeitet. Auch die Schwerpunktsetzungen für die nächsten
zwei Jahre wurden präsentiert.
Die drei Mitglieder der Wiener Regierung, Vizebürgermeister
Dr. Bernhard Görg, Kulturstadtrat Peter Marboe und
Sonderbeauftragter der Stadt Wien, WKW-Präsident Walter Nettig,
sagten "unisono" die Koalition habe bisher gut funktioniert, das
Atmosphärische stimme und man wolle die restlichen 2 Jahre dazu
nutzen, "gute Arbeit" zu leisten, die Lebensqualität in dieser
Stadt zu steigern und den Bürger weiterhin in den Mittelpunkt des
Stadtinteresses stellen.
Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg sagte in seinem
abschließendem Statement: "Wir haben die Wahl, Wien auf einem
brauchbaren oder ausgezeichneten Weg in die Zukunft zu führen. Die
Wiener Volkspartei hat sich für den ausgezeichneten Weg
entschieden - dazu muss es uns aber in erster Linie gelingen,
genügend Finanzierungs-Kapital für notwendige Investitionen und
Maßnahmen zu lukrieren. Da haben wir noch ein schönes Stück Arbeit
vor uns."
Der Schwerpunkt der Pressekonferenz wurde grundsätzlich auf
den Vergleich Wien 1996 mit Wien 1999 gelegt. Das Motto lautete:
Wer hätte vor drei Jahren gedacht, dass das Fördervolumen für
Wirtschaftstreibende in Wien verdoppelt wird, .....dass Zuschüsse
für Unternehmensgründungen seit 1997 beinahe verzehnfacht werden
.....dass das Budget des Wiener Filmfonds fast verdreifacht wird
....dass die Wiener Stadtwerke ausgelagert und in eine AG
umgewandelt werden.....dass Gebühren und Tarife, ohne zusätzliche
Belastungen auf drei Jahre gestoppt werden.....dass
Bürgerbeteiligung ernst genommen wird.....dass die Bank Austria
entparteipolitisiert und die Stadt Erlöse lukrieren wird.....dass
es Untersuchungs-Ausschüsse in Wien gibt.....dass es eine
Haftpflicht bei medizinischen Kunstfehlern unabhängig vom
Verschulden gibt .....dass Wiens Theater entschuldet
werden.....dass Genossenschaftswohnungen ins Eigentum übergeleitet
werden.....dass Plätze in Wien zeitgemäß und attraktiv gestaltet
werden.....dass am 1. Mai die öffentlichen Verkehrsmittel
fahren..... dass die U-Bahn bald Wiens einwohnerreichste Bezirke
erschließen wird.....dass hoch begabte Schüler mit hoch begabten
Lehrern in einer eigens gegründeten Schule arbeiten
werden.....dass Kinos auch ohne Steuererhöhung gefördert
werden.....dass es 3-Jahresverträge als Form der Kultur-
Partnerschaft gibt....dass vieles, das früher jahrzehntelang
diskutiert wurde, während der letzten 3 Jahre realisiert wurde?
Während der nächsten 2 Jahre der Koalitionsregierung setzen
die Wiener ÖVP-Regierungsmitglieder folgende Schwerpunkte:
o Punkt-für-Punkt-Umsetzung der Magistratsreform
o Umwandlung von unproduktivem Kapital in produktives Kapital
(Ausgliederung, Privatisierung, Verkauf von Gemeindewohnungen)
o verstärkte Finanzierung von Maßnahmen zur Stärkung des
Wirtschaftsstandortes und Steigerung der Lebensqualität
o Umsetzung des Prater-Konzeptes
o Technologie- und Wissenschaftsoffensive
o Platzoffensive: Neugestaltung von 20 Plätzen
o Weiterführung der Gürtelrevitalisierung
o Erdberger-Mais-Projekt-Finalisierung
o Sicherung des Grüngürtels durch den Ankauf von Grünflächen durch
die Stadt Wien
o Sicherung und Ausbau der Nahversorgung der Stadt und verstärkte
Wiederbelebung von überlebensfähigen und zukunftsträchtigen
Streu- und Nebenanlagen in Wien - Erweiterung der Einkaufs- und
Geschäftsstraßenaktionen.
o Ausbau des Forschungsstandortes Wien
o Forcierung der Schaffung von Gewerbehöfen
o Weiterer Ausbau des WWFF zu einem schlagkräftigen und
kompetenten Förderungs- und Beratungsinstrument für Wiener
Betriebe sowie nationale und internationale Investoren.
o Ausbau der internationalen Wirtschaftsbeziehungen der Stadt
sowie Ansiedlung ausländischer Unternehmen in Wien vor allem aus
den USA und dem asiatischen Raum.
o Anbindung Wiens an die transeuropäischen Verkehrnetze sowie
Ausbau des Wirtschaftsverkehrs in Wien
o Schaffung eines EU-konformen, modernen Betriebsanlagenrechtes
sowie eines praxisgerechten, handhabbaren Pfuschergesetzes.
o Verhinderung einer zu raschen und damit wirtschaftsfeindlichen
Angleichung zwischen Arbeitern und Angestellten.
o Die Ausgliederung der Wiener Museen
o Eigenständigkeit des Wiener Klangbogens
Im Detail:
1. Ein neues Verhältnis zum Menschen:
Der mündige Bürger ist eingeladen, eigeninitiativ in der
Gemeinschaft mitzugestalten.
Alle sind aufgerufen, keiner wird fallen gelassen.
o Bürgerbeteiligung (selbstständig, solidarisch; subsidiär - nach
20 Jahren Streit, 15 Jahren veralteten Konzepten - B12b, B3)
o Wiener Härtefallfonds
o Dienstleistung statt Bürokratie
o Entparteipolitisierung
o Eigentum schaffen und respektieren (Genossenschaftswohnungen,
Restitution von Kunst- und Kulturgegenständen)
o Begabung und Leistung fördern (Sir-Karl-Popper-Schule)
2. Ein neues Verhältnis zur Stadt:
o Plätze, Architektur
o U-Bahn, S-7
o Ausgliederung der Wr. Stadtwerke
o Geschäftsstraßen
o Verdopplung des Fördervolumens für Wirtschaftstreibende
o 4-Etappenplan für die Wiener Theaterlandschaft
o Gürtelrevitalisierung
o neue Multiplex-Regelung - städtebauliche Verträge
o Sicherung der Nahversorgung
3. Ein neues Verhältnis zum Geld:
o Keine neuen Steuern
o Keine neuen Schulden
o Tarifstopp
o Sparsamer Umgang mit Steuergeld
o Das Vermögen Wiens für die Wiener arbeiten lassen:
- Ausgliederungen
- Privatisierung
- derzeit ungenutztes Vermögen der Stadt für die Wiener arbeiten
lassen
o Eigentum wird respektiert
4. Ein neues Verständnis der Politik:
o Dienst für den Bürger
o Entparteipolitisierung
o Untersuchungsausschüsse
o forcierte Wirtschaftsförderung
(Forts.) lei
Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Andrea Leitner
Tel.: 4000/81 414
e-mail: lei@gpz.magwien.at
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