• 09.12.1999, 11:09:07
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  • OTS0131

DRIEMER: Kein Verständnis für Rückschritt in der Arbeitslosenversicherung

Bauarbeiter dürfen nicht für die Versäumnisse der öffentlichen Auftraggeber und der Unternehmer zur Kassa gebeten werden

Wien (GBH/ÖGB). Für äußerst unerfreulich hält der ÖGB-Vizepräsident
und Bundes-vorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH), Johann
Driemer, die jüngste Diskussion zum Thema
"Arbeits-losenversicherung”. "Wer die Solidargemeinschaft in der
Arbeitslosenversicherung in Frage stellt, läuft Gefahr einer 'jeder
ist seines Glückes Schmied' - Philosophie das Wort zu reden.++++

"Die Arbeitslosenversicherung ist aber gerade ein Instrument zum
Ausgleich der unter-schiedlichen sozialen Risken, arbeitslos zu
werden. Die Gewerkschaft Bau-Holz hat - wie auch die Zahlen belegen -
durch den Abschluss des Jahresbeschäftigungsmodells einen
wesentlichen Beitrag zur Verringerung der Winterarbeitslosigkeit
geleistet", so Driemer.

Bessere Koordinierung der öffentlichen aber auch der privaten
Aufträge entlasten Arbeitslosenversicherung

"Durch eine bessere Koordinierung der öffentlichen Aufträge könnte
ein wesentlicher Beitrag zur Verringerung der Winterarbeitslosigkeit
am Bau und damit zur Entlastung der Arbeitslosenversicherung
geleistet werden.”, stellt Driemer fest.

Rücksichtsvolle Terminsetzung bei der Vergabe von Bauaufträgen seien
aus Sicht der GBH ein wesentliches Element zur Verringerung der
Arbeitslosigkeit in den Wintermonaten. "Aber auch die Arbeitgeber
sind aufgefordert, durch bessere Verteilung der vorhandenen Arbeit im
Jahresablauf ihren Beitrag zur Verringerung der
Winterarbeitslosigkeit zu leisten", so der GBH-Vorsitzende.

GBH - Forderungen und Beiträge zur Lösung der Zukunftsfragen liegen
am Tisch

Der Struktur- und Arbeitsmarktfonds, ein wichtiger Vorschlag der GBH,
kann jene ArbeitnehmerInnen die weiter in der Bauwirtschaft Arbeit
haben, durch Qualifizierungs-maßnahmen besser und bedarfsorientierter
ausbilden." Aufgabe eines solchen Struktur-und Arbeitsmarktfonds ist:

Qualifikations- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie Reintegration
Verhinderung von Langzeitarbeitslosen
Zielorientierte Vermittlung
Schaffung von Perspektiven im Bereich des Bauarbeitsmarktes

Aus Sicht der GBH ist es höchste Zeit, diese Vorschläge raschest
umzusetzen. "Wir fordern daher alle politisch Verantwortlichen, aber
auch unsere Sozialpartner in der Bauwirtschaft auf, dazu beizutragen,
dass die eingesetzte Expertengruppe rasch konkrete Maßnahmen zur
Umsetzung dieses Vorschlages vorlegen kann”, betonte Driemer
abschließend.

ÖGB, 9. Dezember 1999 Nr. 592

Rückfragehinweis: Gewerkschaft Bau-Holz

Dr. Stefan Mann
Tel. (01) 401 47/296 Dw.
e-mail: [email protected]

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