DRIEMER: Kein Verständnis für Rückschritt in der Arbeitslosenversicherung

Bauarbeiter dürfen nicht für die Versäumnisse der öffentlichen Auftraggeber und der Unternehmer zur Kassa gebeten werden

Wien (GBH/ÖGB). Für äußerst unerfreulich hält der ÖGB-Vizepräsident und Bundes-vorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH), Johann Driemer, die jüngste Diskussion zum Thema "Arbeits-losenversicherung”. "Wer die Solidargemeinschaft in der Arbeitslosenversicherung in Frage stellt, läuft Gefahr einer 'jeder ist seines Glückes Schmied' - Philosophie das Wort zu reden.++++

"Die Arbeitslosenversicherung ist aber gerade ein Instrument zum Ausgleich der unter-schiedlichen sozialen Risken, arbeitslos zu werden. Die Gewerkschaft Bau-Holz hat - wie auch die Zahlen belegen -durch den Abschluss des Jahresbeschäftigungsmodells einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung der Winterarbeitslosigkeit geleistet", so Driemer.

Bessere Koordinierung der öffentlichen aber auch der privaten Aufträge entlasten Arbeitslosenversicherung

"Durch eine bessere Koordinierung der öffentlichen Aufträge könnte ein wesentlicher Beitrag zur Verringerung der Winterarbeitslosigkeit am Bau und damit zur Entlastung der Arbeitslosenversicherung geleistet werden.”, stellt Driemer fest.

Rücksichtsvolle Terminsetzung bei der Vergabe von Bauaufträgen seien aus Sicht der GBH ein wesentliches Element zur Verringerung der Arbeitslosigkeit in den Wintermonaten. "Aber auch die Arbeitgeber sind aufgefordert, durch bessere Verteilung der vorhandenen Arbeit im Jahresablauf ihren Beitrag zur Verringerung der Winterarbeitslosigkeit zu leisten", so der GBH-Vorsitzende.

GBH - Forderungen und Beiträge zur Lösung der Zukunftsfragen liegen am Tisch

Der Struktur- und Arbeitsmarktfonds, ein wichtiger Vorschlag der GBH, kann jene ArbeitnehmerInnen die weiter in der Bauwirtschaft Arbeit haben, durch Qualifizierungs-maßnahmen besser und bedarfsorientierter ausbilden." Aufgabe eines solchen Struktur-und Arbeitsmarktfonds ist:

Qualifikations- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie Reintegration Verhinderung von Langzeitarbeitslosen
Zielorientierte Vermittlung
Schaffung von Perspektiven im Bereich des Bauarbeitsmarktes

Aus Sicht der GBH ist es höchste Zeit, diese Vorschläge raschest umzusetzen. "Wir fordern daher alle politisch Verantwortlichen, aber auch unsere Sozialpartner in der Bauwirtschaft auf, dazu beizutragen, dass die eingesetzte Expertengruppe rasch konkrete Maßnahmen zur Umsetzung dieses Vorschlages vorlegen kann”, betonte Driemer abschließend.

ÖGB, 9. Dezember 1999 Nr. 592

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