Insolvenzverfahren bei der Hagenuk GmbH soll eingeleitet werden ots Ad hoc-Service: TIPTEL AG <DE0007483604>

Ratingen (ots Ad hoc-Service) - Für den Inhalt ist allein der Emittent verantwortlich

Die ursprünglich geplante Umsatzentwicklung kann bei Hagenuk nicht erreicht werden. Hagenuk wird im Jahr 1999 lediglich einen Umsatz von etwa 72 Mio. DM erzielen. Bereits im kürzlich veröffentlichten Zwischenbericht der TIPTEL AG zum 30. September 1999 war mitgeteilt worden, daß allein in den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres ein Konzernfehlbetrag in Höhe von fast 70 Mio. DM hingenommen werden mußte, der fast ausschließlich auf die Situation der Hagenuk GmbH zurückzuführen ist.

In den vergangenen Monaten war ein umfassendes Konzept zur unternehmerischen Sanierung der Hagenuk GmbH eingeleitet worden. Dieses Konzept ist nun aus finanziellen Gründen gescheitert. Es sah neben einer konzertierten Aktion der beteiligten Banken durch Rangrücktritt der Forderungen eine Liquiditätszufuhr durch TIPTEL unter der Voraussetzung vor, daß das Land Schleswig-Holstein bereits gewährte Förderungsmittel nicht zurückfordert. Durch diese Maßnahmen sollte der notwendige Finanzierungsspielraum für die Fortführung der Gesellschaft geschaffen werden.

Trotz intensiver Verhandlungen hat sich das Land Schleswig Holstein jedoch nicht zu einer Streichung dieser Rückzahlungsverpflichtungen durchringen können. Die TIPTEL AG wurde nicht aus der Haftung freigestellt. Auch das eventuelle Beitreten des Produktionspartners Finmek führte nicht zu einer Einigung.

Der Aufsichtsrat der TIPTEL AG sieht aufgrund der Absage des Landes keine Möglichkeit, weitere Mittel zur Sanierung von Hagenuk freizugeben. Der TIPTEL-Konzern ist in den letzten zwei Jahren bereits ein Obligo von annähernd 100 Mio. DM eingegangen und hat damit die Möglichkeiten des TIPTEL-Konzern ausgeschöpft. Eine weitere Zusage hätte den Fortbestand von TIPTEL gefährdet.

Aufgrund dieser Entwicklung wird das Insolvenzverfahren für die Hagenuk GmbH eingeleitet.

Nach Aussage von Hans-Ekkehard Domröse, dem Vorstandsvorsitzenden von TIPTEL, wird sich zukünftig die Gruppe verstärkt auf die bisherige Technologie-Kompetenz im ISDN-Bereich und bei Voice-Produkten für die Telekommunikation konzentrieren. Neue Produktfelder im Bereich der mobilen Inhouse-Kommunikation sollen parallel dazu ausgebaut werden. Dabei wird die Strategie von TIPTEL noch stärker auf europäische Auslandsmärkte ausgerichtet. Bereits heute verfügt TIPTEL über Auslandsgesellschaften in Holland, Belgien, Österreich, Frankreich und der Schweiz. Sie erwirtschaften gemeinsam einen Umsatzanteil von ca. 35 % der TIPTEL AG. Domröse geht davon aus, daß dieser Anteil über 50 % steigen wird, da die TIPTEL-Produkte in diesen Auslandsmärkten hervorragend plaziert seien. Die TIPTEL AG, so Domröse weiter, weise in diesem Jahr im operativen Bereich ein positives Ergebnis aus und werde gegenüber dem Vorjahr eine Umsatzsteigerung erreichen können.

Ende der Mitteilung
Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HER/OTS AD HOC-SERVI