• 06.12.1999, 09:04:08
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  • OTS0043

Kopfstützen richtig einstellen!=

Wien (OTS) - Benützen mehrere Fahrer ein Auto, so ist es
selbstverständlich, daß jeder Fahrer den Sitz sowie Innen- und
Außenspiegel für sich passend einstellt. Oft wird allerdings auf
einen Teil vergessen, der bei einem Unfall Kopf und Nacken schützen
soll: die Kopfstütze. Eine Untersuchung des ÖAMTC bestätigt dies.
Demnach ist nur knapp die Hälfte aller Kopfstützen richtig
eingestellt.

”Verletzungen der Halswirbelsäule, besonders das als
´Peitschenschlag-Syndrom´ bekannte Schleudertrauma, zählen zu den
häufigsten Verletzungen bei Zusammenstößen. Richtig eingestellte
Kopfstützen können die Folgen derartiger Verletzungen erheblich
verringern”, sagt dazu Dr. Christian Feinböck vom Österreichischen
Roten Kreuz. ”Durch das unerwartete starke Abknicken der
Halswirbelsäule können Schmerzen in Kopf, Nacken, Schultern und
Armen, aber auch Schwindel, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie
überhöhte Reizbarkeit entstehen. Nach einem Jahr haben sich erst drei
Viertel der Opfer davon erholt. Trotz moderner Therapien leiden aber
viele Opfer auch noch Jahre nach dem Unfall unter den quälenden
Beschwerden.”

Für die richtige Einstellung der Kopfstützen sind laut ÖAMTC zwei
Punkte zu beachten: Erstens müsse die Oberkante der Kopfstütze mit
dem Oberrand des Kopfes abschließen. Das sei deshalb wichtig, weil
bei Auffahrunfällen die Insassen im vorderen Teil des Autos ein paar
Zentimeter nach oben rutschen. Genau diese Zentimeter fehlten dann
oft an den Kopfstützen. Zweitens sollte der Abstand zwischen Kopf und
Stütze nicht mehr als zwei Zentimeter betragen. Feinböck: ”Je länger
der Weg ist, den der Kopf ungebremst bis zur Stütze zurücklegt, desto
größer werden die Kräfte, die auf Kopf und Halswirbelsäule wirken.”

In ganz Europa sterben jährlich mehr als 9.000 Menschen, weil
Kopfstützen nicht richtig eingestellt, die Insassen nicht
angeschnallt, Kinder nicht richtig im Kindersitz untergebracht oder
Gepäckstücke nicht richtig verstaut sind. Diese Punkte vor der Fahrt
zu kontrollieren, kostet höchstens zehn Sekunden. Es kann aber bei
einem Unfall lebensrettend sein.

Rückfragehinweis: ÖRK-Pressestelle

Mag. Bernhard Jany
Tel.: (01) 58 900/151
www.redcross.or.at

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