Kopfstützen richtig einstellen!

Wien (OTS) - Benützen mehrere Fahrer ein Auto, so ist es selbstverständlich, daß jeder Fahrer den Sitz sowie Innen- und Außenspiegel für sich passend einstellt. Oft wird allerdings auf einen Teil vergessen, der bei einem Unfall Kopf und Nacken schützen soll: die Kopfstütze. Eine Untersuchung des ÖAMTC bestätigt dies. Demnach ist nur knapp die Hälfte aller Kopfstützen richtig eingestellt.

”Verletzungen der Halswirbelsäule, besonders das als ´Peitschenschlag-Syndrom´ bekannte Schleudertrauma, zählen zu den häufigsten Verletzungen bei Zusammenstößen. Richtig eingestellte Kopfstützen können die Folgen derartiger Verletzungen erheblich verringern”, sagt dazu Dr. Christian Feinböck vom Österreichischen Roten Kreuz. ”Durch das unerwartete starke Abknicken der Halswirbelsäule können Schmerzen in Kopf, Nacken, Schultern und Armen, aber auch Schwindel, Konzentrations- und Schlafstörungen sowie überhöhte Reizbarkeit entstehen. Nach einem Jahr haben sich erst drei Viertel der Opfer davon erholt. Trotz moderner Therapien leiden aber viele Opfer auch noch Jahre nach dem Unfall unter den quälenden Beschwerden.”

Für die richtige Einstellung der Kopfstützen sind laut ÖAMTC zwei Punkte zu beachten: Erstens müsse die Oberkante der Kopfstütze mit dem Oberrand des Kopfes abschließen. Das sei deshalb wichtig, weil bei Auffahrunfällen die Insassen im vorderen Teil des Autos ein paar Zentimeter nach oben rutschen. Genau diese Zentimeter fehlten dann oft an den Kopfstützen. Zweitens sollte der Abstand zwischen Kopf und Stütze nicht mehr als zwei Zentimeter betragen. Feinböck: ”Je länger der Weg ist, den der Kopf ungebremst bis zur Stütze zurücklegt, desto größer werden die Kräfte, die auf Kopf und Halswirbelsäule wirken.”

In ganz Europa sterben jährlich mehr als 9.000 Menschen, weil Kopfstützen nicht richtig eingestellt, die Insassen nicht angeschnallt, Kinder nicht richtig im Kindersitz untergebracht oder Gepäckstücke nicht richtig verstaut sind. Diese Punkte vor der Fahrt zu kontrollieren, kostet höchstens zehn Sekunden. Es kann aber bei einem Unfall lebensrettend sein.

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