Neues Portal für den St.Pöltner Dom

Ein bleibendes Denkmal an das Jubeljahr 2000

St.Pölten (NLK) - Die Domkirche St.Pölten erhält zur Erinnerung an das Jubeljahr 2000 ein neues Portal, das vom Linzer Künstler Prof. Jakob Kopp gestaltet wurde. Das neue Portal wird am 8. Dezember um 15 Uhr von Diözesanbischof Dr. Kurt Krenn feierlich gesegnet. Anschließend finden eine Vesper im Dom und ein Advent-Konzert des Bachl-Chores aus Linz im Sommerrefektorium statt.

Kirchenportale wurden in der Geschichte oft mit "Erzählbildern" gestaltet, also etwa mit Szenen aus der Heilsgeschichte. In diese Tradition fügt sich auch das neue Domportal ein. Die sechs Darstellungen der beiden Torflügel sind den Heiligen der Diözese St.Pölten gewidmet. In einem an mittelalterliche Reliefdarstellungen erinnernden Stil sind dort die Heiligen Leopold, Hippolyt, Koloman, Altmann, Florian und Severin in symbolischen Darstellungen wiedergegeben. Diese Heiligen haben sich zu verschiedenen Zeiten politisch, karitativ oder kirchlich engagiert. Auch sieht man im Blickfeld des Heiligen Florian im Hintergrund eine Ansicht des St.Pöltner Landhausviertels, das gleichsam als Vermittler zwischen gestern und heute auftritt. Auf den "Erzählbildern" finden sich also auch Bezüge auf unsere Zeit.

Über den Torflügeln ist die Inschrift "ET INCARNATUS EST/ANNO 2000 SANCTO" angebracht, also "Und ist Fleisch geworden/Heiliges Jahr 2000". Seitlich sind die Wappen des Papstes, des Bischofs, des Landes Niederösterreich und der Stadt St.Pölten dargestellt. Mit der Anbringung des neuen Portals waren auch Sanierungsarbeiten an den Steinwänden und im Vorraum der Domkirche verbunden.

Das Portal des Domes ist die Tür, durch welche Gläubige eintreten. Türen sind aber auch im Bildschatz der Kirche eingegangen. "Ich bin die Tür. Wer durch mich eintritt, wird gerettet" (Joh. 10, 7-9) lautet zum Beispiel ein Bibelwort. Im Jubiläumsjahr mag diese Tür also zugleich als ein Beispiel der "Evangelisierung", der Glaubensverkündigung, gelten und - wie Diözesanbischof Dr. Krenn erklärt - auch als ein bleibendes Denkmal an das Jubeljahr 2000 ein Zeichen der Erneuerung und Hoffnung für die nächsten Jahrhunderte.

Das neue Portal der St.Pöltner Domkirche wurde durch Sponsoren finanziert. Unter den Sponsoren finden sich das Amt der NÖ Landesregierung, Bankhaus Schelhammer & Schattera, Constantia Privatbank AG, EVN, Hypo NÖ Landesbank, "Kronenzeitung", Niederösterreichische Versicherung, Raiffeisen Landesbank Niederösterreich, Rudolf Leiner Ges.m.b.H., Sparkasse Region St.Pölten, Stadt St.Pölten, SÜBA Bau und Baubetreuungs-AG und UNIQA Versicherungen AG.

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