"US-Großinvestor" für FCN-St. Pölten entpuppt sich als Märchenonkel: Kein Großkonzern, keine Milliarden

Vorausmeldung zu News Nr. 47 vom 25.11.1999

Wien (OTS) - Die Behauptungen des angeblichen US-Großinvestors Benjamin Englisch und seines Anwaltes Albin Walchshofer halten einer Überprüfung nicht stand. Das schreibt News in seiner morgen, Donnerstag erscheinenden Ausgabe. Englisch hatte im News-Gespräch behauptet, er habe im Vorjahr eine Stifung namens SBC-Foundation geerbt. Diese besitze wesentliche Anteile an 25 großen börsenotierten Unternehmen. Eine der wesentlichen Beteiligungen bestehe am Telefonkonzern Crys-Tel in Vancouver/Kanada, wo er, Englisch, auch im board of directors sitze.

News Recherchen in Nordamerika belegen nun, daß es ich bei der Crys-Tel um einen kleinen Sechs-Mann-Betrieb handelt, der Internettelefonie anbietet, aber außer Ankündigungen noch keine wesentliche Geschäftstätigkeiten entwickelt hat. Cry-Tel Manager Robert Papalia nennt im News-Interview Englisch einen Angeber, der keinerlei Funktionen bei Crys-Tel ausübe und dort auch nichts besitze. Papalia erklärte, Englisch habe vielmehr versprochen, er werde große Summen in Crys-Tel investieren. Das Geld werde von seinen österreichischen Firmen kommen. Man habe aber, so Papalia, nie einen Groschen gesehen.

Außerdem existiert, so die News-Recherchen, seine SBC-Foundation weder auf den Bahamas noch in San Antonio Texas, wo laut Englisch seine Stiftung ihren Sitz haben soll.

Im übrigen wurde Englisch am 4. Dezember 1991 vom Landesgericht Wels zu 30 Monaten unbedingter Haft verurteilt - wegen schweren gewerbsmäßigen Betruges. Die Strafe saß Englisch in Garsten ab, sie ist damit getilgt. Englisch ist wieder unbescholten.

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