• 24.11.1999, 10:48:07
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  • OTS0097

ÖVP-Fuchs: Stadt Wien hat Gemeindebau an private Firma verkauft=

Wiener ÖVP fordert Verkauf von gemeindeeigenen Wohnungen an die MIETER

Wien (ÖVP-Klub) Die heuchlerische Vorgangsweise der Wiener SPÖ deckte
VP-Gemeinderat Georg FUCHS auf. "Die Stadt hat zwar ein Haus aus
ihrem Besitz an einen Immobilien-Interessenten verkauft, weigert sich
aber weiterhin Gemeindebauwohnungen an die Mieter zu verkaufen."***

Konkret handelt es sich um ein Objekt in der Rasumovskygasse 2 im
3.Wiener Gemeindebezirk. Dieses Haus (in dem sich das bekannte
Restaurant "Steirereck" befindet) wurde im Dezember 1998 von der
Stadt an die Krottenhammer & Co OEG verkauft, der Kaufpreis betrug
12,73 Millionen Schilling. "Daran zeigt sich, wie heuchlerisch die
Argumentation der Wiener SPÖ gegen den Verkauf von Gemeindewohnungen
tatsächlich ist. Mir ist es lieber, wenn die Mieter Eigentum erwerben
können, stattdessen verkauft die Wiener SPÖ offensichtlich lieber an
private Firmen."

Wie stark der Wunsch der Mieter nach Eigentum ist, zeigt der
seinerzeitige Verkauf von Reihenhäusern der bekannten
"Ungarnsiedlung" in Floridsdorf. Dort wurden vor einigen Jahren die
Reihenhäuser, die zuvor im Besitz der Volkshilfe bzw. der Stadt Wien
standen, an die Mieter verkauft. "Die Nachfrage war schon damals
ungeheuer hoch, alle Häuser dieser Siedlung konnten verkauft werden",
berichtete FUCHS.

Utl.: SPÖ agiert gegen den Wunsch und die Interessen der Mieter

Eine Befragung aus den 80er Jahren, wo es um die Reihenhäuser in der
Wienerfeldsiedlung und der Per-Albin-Hansson-Siedlung (West) ging,
zeigte damals schon, daß die Mieter an einer Umwandlung in Eigentum
höchstes Interesse hatten. "Auch die aktuellen diesbezüglichen
Umfragen sprechen eine deutliche Sprache", so FUCHS. Die Mehrheit der
Wienerinnen und Wiener interessiert sich für die Bildung von Eigentum
im Wohnbereich. Zudem – so FUCHS – sei die soziale Komponente im
Wohnbau der Gemeinde oftmals nicht mehr vorhanden. "Die derzeitige
Handhabung des Weitergaberechts ohne Einkommensüberprüfung
verhindert, daß Gemeindewohnungen für sozial Bedürftige reserviert
sind", erklärte FUCHS. Damit gebe es viel zu wenig Manövriermasse im
sozialen Wohnbau. "Der Verkauf von Gemeindewohnungen an die Mieter
könnte totes Kapital aktivieren, daß dann wiederum für neue
Sozialbauten oder andere kommunale Investitionen verwendet werden
kann."

Die Wiener ÖVP bekräftigte ihre Ansicht, daß der Verkauf derartiger
Objekte an die Mieter Vorrang vor einem Verkauf an kommerzielle
Interessenten und Firmen haben müsse. "Wir werden auch weiterhin
darum kämpfen, daß jene, die ihre Gemeindewohnung kaufen wollen, auch
tatsächlich die Möglichkeit dazu haben", meinte FUCHS
abschließend.****

Rückfragehinweis: ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien

Daniel KOSAK (Pressesprecher)
Tel.: (01) 4000/81915

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