• 23.11.1999, 14:48:55
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  • OTS0205

25. November: bald offiziell "Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen"

Beginn der Kampagne "16 Tage gegen Gewalt"

Wien (OTS) - Die "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" sind eine
weltweite Kampagne, die darauf hinweist, daß Gewalt an Frauen eine
Menschenrechtsverletzung darstellt. Sie umfaßt den Zeitraum vom 25.
November bis zum 10. Dezember. Das erste Datum markiert den Tag gegen
Gewalt an Frauen, der 1981 ausgerufen wurde. Es ist der Todestag
dreier Bürgerrechtskämpferinnen, die 1960 in der Dominikanischen
Republik ermordet wurden. Der Tag wurde beim Ersten
Lateinamerikanischen Frauenkongreß in Bogota/Kolumbien proklamiert.
Die UNO hat diesen Tag vor kurzem als "Internationalen Tag der
Eliminierung von Gewalt gegen Frauen" designiert. Die betreffende
Resolution soll bald angenommen werden und fordert Regierungen,
UN-Behörden und NGOs auf, Bewußtseinsbildung in Hinsicht auf das
Problem Gewalt gegen Frauen zu betreiben. Sie stellt außerdem fest,
daß manche Gruppen von Frauen besonders gefährdet sind, Gewalt zu
erleben. Dazu gehören indigene Frauen, Flüchtlinge, Migrantinnen und
mittellose Frauen. Der 10. Dezember ist seit 1948 der Internationale
Tag der Menschenrechte. Die erste 16-Tage-Kampagne wurde im Jahr 1991
vom Center for Women's Global Leadership (USA) koordiniert. Seit 1992
nehmen Frauenorganisationen in Österreich (ausgehend von der
Informationsstelle gegen Gewalt) daran teil.

Besonders betroffen: Migrantinnen, die Gewalt erleiden

Anläßlich des Tages gegen Gewalt an Frauen weisen die
österreichischen Frauenhäuser auf die besonders schwierige Situation
von Migrantinnen hin, wenn sie von Gewalt betroffen sind. Wenn ihr
Aufenthaltsstatus an den des Mannes gebunden ist, wird es für sie
fast unmöglich, sich und ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. Sie
sind dann in Gefahr, nach der Trennung ihr Aufenthaltsrecht in
Österreich zu verlieren. Eigenständige und vom Mißhandler unabhängige
Aufenthalts- und Beschäftigungsrechte wären eine Voraussetzung dafür,
daß Migrantinnen sich aus Gewaltbeziehungen befreien können. Dieses
Thema wird u. a. bei einem "Montagsgespräch" des "Standard" in
Kooperation mit dem Verein autonomer österreichischer Frauenhäuser am
6.12. diskutiert.

Rückfragehinweis: Mag. Angelika Höllriegl,
Tel.: 01/544 08 20.

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