"Eden. Zion. Utopia"

Ausstellung "Zur Geschichte der Zukunft im Judentum" im Jüdischen Museum

Wien, (OTS) Das Jüdische Museum der Stadt Wien zeigt von 24. November 1999 bis 20. Februar 2000 die Ausstellung "Eden. Zion. Utopia - Zur Geschichte der Zukunft im Judentum". Als Beitrag zur Jahrtausendwende (in der christlichen Zeitrechnung) setzt sich die Schau mit der Beschäftigung der Menschen mit der Zukunft, mit den damit verbundenen Ängsten, Hoffnungen, Visionen und Gedanken über die Zeit und Vergänglichkeit auseinander. Mit historischen Objekten, Kunstwerken und audiovisuellen Medien werden die BesucherInnen angeregt, sich mit diesem Themenkreis, der sich besonders in Religion und Kunst manifestiert, zu beschäftigen. Als "Ausstellung in der Ausstellung" und zugleich herausragendstes Objekt der Schau ist das Mosaik der Synagoge von Sepphoris zu
sehen, das aus dem 5. Jahrhundert stammt und 1993 entdeckt wurde.****

Mit George Segals Installation "Vertreibung aus dem Paradies" beginnt die Ausstellung gleichsam am ersten Tag der menschlichen Zukunft. Sie "umrundet" in weiterer Folge Avraham Ofeks Skulptur "The Bird of Choice" und vergleicht, wie Maler des 20.
Jahrhunderts Propheten und andere Menschen, die mit der Zukunft in Kontakt stehen, auf die Leinwand gebannt haben. Weitere Themenkomplexe widmen sich dem Kreislauf des Jahres und dem von Leben und Tod sowie dem Messianismus und den utopischen Judenstaat-Projekten. Dabei werden sowohl alltägliche Dinge als auch Kunstwerke vom Willen der Menschen, Zukunft zu gestalten, erzählen: der älteste Kalender in hebräischer Sprache ebenso wie ein zionistischer Werbefilm aus den Dreißigerjahren, Fotografien zur jüdisch-sowjetischen Utopie Birobidschan ebenso wie ein israelisches Landgewinnungsprojekt durch künstliche Inseln, und vieles mehr.

Eine "Ausstellung in der Ausstellung", die zugleich auch herausragendstes Objekteder Ausstellung "Eden. Zion. Utopia" ist, stellt das Mosaik der Synagoge von Sepphoris dar, das im
Auditorium des Museums präsentiert wird. Dieses Synagogenmosaik wurde 1993 von Archäologen der Hebrew University in Sepphoris (Galiläa) entdeckt. Es stammt aus dem 5. Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Das Mosaik von Sepphoris weist einige interessante Variationen zu den bisher entdeckten Synagogenmosaiken auf. Die Archäologen fassten das Bildprogramm unter dem Titel "Versprechen und Erlösung" zusammen. Das Mosaik der Synagoge von Sepphoris
zeigt Tempelgeräte, Tierkreiszeichen und sogar Figurendarstellungen. Wien ist der einzige europäische Ort, an dem das Mosaik von Sepphoris zu sehen sein wird. Nach Ausstellungsende wird es wieder am Fundort in Sepphoris, dem heutigen Zippori, eingelegt. Die Präsentation des Mosaikbodens organisierte das Israel Museum Jerusalem in Zusammenarbeit mit der Hebrew
University und der Israel Antiquities Authority.

"Eden. Zion. Utopia - Zur Geschichte der Zukunft im Judentum" und das Mosaik der Synagoge von Sepphoris sind von 24. November
1999 bis 20. Februar im Jüdischen Museum Wien (1., Dorotheergasse 11) zu sehen. Das Jüdische Museum ist Sonntag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, an Donnerstagen von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Kostenlose Führungen in deutscher Sprache: sonntags um 12 und um 15 Uhr und donnerstags um 18.30 Uhr. Durch die ständigen Ausstellungen des Museums gibt es jeden Sonntag um 16 Uhr eine Führung. Eintritt: 70 bzw. 40 Schilling ermäßigt. Schulklassen in Begleitung eines Lehrers haben freien Eintritt und eine kostenlose Führung. Für diese Sonderausstellung wird vom museumspädagogischen Team ein auf alle Altersstufen abgestimmtes Vermittlungsprogramm angeboten. Anmeldungen dafür und auch für Sonderführungen unter Tel.: 535 04 31-25. (Schluss) gab/bs

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Martin Gabriel
Tel.: 4000/81 854
e-mail: gab@gku.magwien.gv.at

PID-Rathauskorrespondenz: www.wien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK