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Fresenius Medical Care
veröffentlicht nach vorläufiger Vereinbarung mit U.S.-Regierung endgültige Zahlen für das 3. Quartal 1999

Gewinn pro Aktie vor außerordentlichen Aufwendungen steigt im 3. Quartal 1999 um 36%

Die Fresenius Medical Care AG hat mit der U.S.- Regierung eine vorläufige Vereinbarung zur Beilegung der Untersuchungen des Office of the Inspector General of the U.S. Department of Health and Human Services (OIG) gegen National Medical Care (NMC) und deren Tochtergesellschaften geschlossen. Das Zustandekommen der Vereinbarung setzt die Einigung über die endgültigen Bestimmungen sowie die Zustimmung des Gerichts voraus. Die Untersuchungen bezogen sich auf Geschäftspraktiken von NMC ausschließlich vor der Übernahme durch Fresenius und der Gründung von Fresenius Medical Care, die jeweils im September 1996 erfolgten. Nach der Gründung des neuen Unternehmens Fresenius Medical Care wurde ein neues Management eingesetzt, das Unternehmens-Leitlinien zur Einhaltung der staatlichen Vorgaben entwickelte und erfolgreich umsetzte.

Die vorläufige Vereinbarung sieht vor, dass NMC und die betroffenen Tochtergesellschaften sich mit der US- Regierung auf die Zahlung von netto 415 Millionen Dollar einigen. Dieser Nettobetrag entspricht einer ursprünglichen Summe von rund 485 Millionen Dollar zur Abgeltung der zivilrechtlichen Ansprüche und Bußgelder abzüglich rund 70 Millionen Dollar, die National Medical Care von der U.S.-Regierung (Medicare) für alle bis zum 31. Dezember 1998 durchgeführten speziellen IDPN-Ernährungstherapien (intradialytische parenterale Ernährung) für mangelernährte Dialysepatienten erhält. Das Unternehmen setzt die Verhandlungen mit der US- Regierung über die ausstehenden Zahlungen für die nach dem 31. Dezember 1998 durchgeführten Ernährungstherapien sowie die zukünftige Regelung für die bestmögliche Versorgung von mangelernährten Dialysepatienten fort.

Als Ergebnis der vorläufigen Vereinbarung erwartet Fresenius Medical Care einen Netto-Mittelabfluss in Höhe von rund 260 Millionen Dollar. Dieser Betrag resultiert aus außerordentlichen Aufwendungen vor Steuern von insgesamt rund 590 Millionen Dollar abzüglich der IDPN-Forderungen der Gesellschaft von rund 150 Millionen Dollar (rund 70 Millionen Dollar erhaltene Zahlungen; rund 80 Millionen Dollar Wertberichtigungen) sowie der auf die außerordentlichen Aufwendungen entfallenden Steuerminderungen von rund 178 Millionen Dollar. Die Steuerminderungen werden zahlungswirksam in Abhängigkeit von dem jeweiligen Zeitpunkt der Zahlungen an die U.S.-Regierung sowie dem Zeitpunkt der Zahlungen für andere mit der vorläufigen Vereinbarung in Zusammenhang stehenden Kosten.

In Folge der vorläufigen Vereinbarung wurden im 3. Quartal 1999 die oben genannten außerordentlichen Aufwendungen vor Steuern in Höhe von rund 590 Millionen Dollar (412 Millionen Dollar nach Steuern) gebucht. Diese außerordentlichen Aufwendungen schließen den Gesamtbetrag der vorläufigen Vereinbarung von rund 485 Millionen Dollar, die Abschreibung der IDPN-Forderungen von rund 80 Millionen Dollar sowie eine Rückstellung von 25 Millionen Dollar für erwartete Kosten in Zusammenhang mit der vorläufigen Vereinbarung ein.

Sollte die Vereinbarung nicht zustande kommen und eine gerichtliche Entscheidung erforderlich werden, erwartet das Unternehmen, dass die im 3. Quartal 1999 gebuchten Rückstellungen ausreichend sind.

Dr. Ben Lipps, Vorsitzender des Vorstands der Fresenius Medical Care AG: Fresenius Medical Care hat einen wichtigen Schritt vollzogen, um den Vorgang endgültig abzuschließen und wird sich künftig auf das Wesentliche konzentrieren: die Gesundheit ihrer Patienten. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit dieser Vereinbarung im Interesse unseres Unternehmens, unserer Patienten und unserer Aktionäre gehandelt haben. Die Vereinbarung ist eine hervorragende Basis für zukünftiges Wachstum und ermöglicht uns den weiteren Ausbau unserer Position als weltweit führendes Dialyse-Unternehmen.

Darüber hinaus ist es Fresenius Medical Care im dritten Quartal gelungen, eine Untersuchung, die sich auf Blutschlauchsysteme bezog, die vor Gründung der Gesellschaft von NMC vertrieben wurden, mit einem Vergleich in Höhe von 3,8 Millionen Dollar abzuschließen. Aufgrund vorhandener Rückstellungen wird das Quartalsergebnis von diesem Vergleich nicht beeinflusst.

Der Umsatz belief sich im 3. Quartal 1999 auf 969 Millionen Dollar und lag damit wechselkursbereinigt um 10% über dem Umsatz im 3. Quartal 1998. Das Ergebnis nach Steuern stieg im 3. Quartal 1999 vor außerordentlichen Aufwendungen um 36% auf 46 Millionen Dollar nach 34 Millionen Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Damit stieg der Gewinn pro Stammaktie im 3. Quartal 1999 vor außerordentlichen Aufwendungen um 36% auf 0,57 Dollar. Nach außerordentlichen Aufwendungen beträgt das Ergebnis nach Steuern im 3. Quartal -366 Millionen Dollar und das Ergebnis je Stammaktie -4,64 Dollar.

Weitere Informationen zu den Ergebnissen des 3. Quartals 1999 sind auf der Homepage des Unternehmens unter www.fmc-ag.com/press/news.htm abrufbar.

An der Fresenius Medical Care AG ist die Fresenius AG (WKN 578 560, 578 562, 578 563) mehrheitlich beteiligt.

Fresenius Medical Care AG

Der Vorstand

Bad Homburg v.d.H., den 22. November 1999

Ende der Mitteilung

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