- 23.11.1999, 08:25:26
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ots Ad hoc-Service: Fresenius Medical Care <DE0005785802>
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Oberursel (ots Ad hoc-Service) - Fresenius Medical Care
veröffentlicht nach vorläufiger Vereinbarung mit U.S.-Regierung
endgültige Zahlen für das 3. Quartal 1999
Gewinn pro Aktie vor außerordentlichen Aufwendungen steigt im 3.
Quartal 1999 um 36%
Die Fresenius Medical Care AG hat mit der U.S.- Regierung eine
vorläufige Vereinbarung zur Beilegung der Untersuchungen des Office
of the Inspector General of the U.S. Department of Health and Human
Services (OIG) gegen National Medical Care (NMC) und deren
Tochtergesellschaften geschlossen. Das Zustandekommen der
Vereinbarung setzt die Einigung über die endgültigen Bestimmungen
sowie die Zustimmung des Gerichts voraus. Die Untersuchungen bezogen
sich auf Geschäftspraktiken von NMC ausschließlich vor der Übernahme
durch Fresenius und der Gründung von Fresenius Medical Care, die
jeweils im September 1996 erfolgten. Nach der Gründung des neuen
Unternehmens Fresenius Medical Care wurde ein neues Management
eingesetzt, das Unternehmens-Leitlinien zur Einhaltung der
staatlichen Vorgaben entwickelte und erfolgreich umsetzte.
Die vorläufige Vereinbarung sieht vor, dass NMC und die
betroffenen Tochtergesellschaften sich mit der US- Regierung auf die
Zahlung von netto 415 Millionen Dollar einigen. Dieser Nettobetrag
entspricht einer ursprünglichen Summe von rund 485 Millionen Dollar
zur Abgeltung der zivilrechtlichen Ansprüche und Bußgelder abzüglich
rund 70 Millionen Dollar, die National Medical Care von der
U.S.-Regierung (Medicare) für alle bis zum 31. Dezember 1998
durchgeführten speziellen IDPN-Ernährungstherapien (intradialytische
parenterale Ernährung) für mangelernährte Dialysepatienten erhält.
Das Unternehmen setzt die Verhandlungen mit der US- Regierung über
die ausstehenden Zahlungen für die nach dem 31. Dezember 1998
durchgeführten Ernährungstherapien sowie die zukünftige Regelung für
die bestmögliche Versorgung von mangelernährten Dialysepatienten
fort.
Als Ergebnis der vorläufigen Vereinbarung erwartet Fresenius
Medical Care einen Netto-Mittelabfluss in Höhe von rund 260 Millionen
Dollar. Dieser Betrag resultiert aus außerordentlichen Aufwendungen
vor Steuern von insgesamt rund 590 Millionen Dollar abzüglich der
IDPN-Forderungen der Gesellschaft von rund 150 Millionen Dollar (rund
70 Millionen Dollar erhaltene Zahlungen; rund 80 Millionen Dollar
Wertberichtigungen) sowie der auf die außerordentlichen Aufwendungen
entfallenden Steuerminderungen von rund 178 Millionen Dollar. Die
Steuerminderungen werden zahlungswirksam in Abhängigkeit von dem
jeweiligen Zeitpunkt der Zahlungen an die U.S.-Regierung sowie dem
Zeitpunkt der Zahlungen für andere mit der vorläufigen Vereinbarung
in Zusammenhang stehenden Kosten.
In Folge der vorläufigen Vereinbarung wurden im 3. Quartal 1999
die oben genannten außerordentlichen Aufwendungen vor Steuern in Höhe
von rund 590 Millionen Dollar (412 Millionen Dollar nach Steuern)
gebucht. Diese außerordentlichen Aufwendungen schließen den
Gesamtbetrag der vorläufigen Vereinbarung von rund 485 Millionen
Dollar, die Abschreibung der IDPN-Forderungen von rund 80 Millionen
Dollar sowie eine Rückstellung von 25 Millionen Dollar für erwartete
Kosten in Zusammenhang mit der vorläufigen Vereinbarung ein.
Sollte die Vereinbarung nicht zustande kommen und eine
gerichtliche Entscheidung erforderlich werden, erwartet das
Unternehmen, dass die im 3. Quartal 1999 gebuchten Rückstellungen
ausreichend sind.
Dr. Ben Lipps, Vorsitzender des Vorstands der Fresenius Medical
Care AG: Fresenius Medical Care hat einen wichtigen Schritt
vollzogen, um den Vorgang endgültig abzuschließen und wird sich
künftig auf das Wesentliche konzentrieren: die Gesundheit ihrer
Patienten. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit dieser Vereinbarung
im Interesse unseres Unternehmens, unserer Patienten und unserer
Aktionäre gehandelt haben. Die Vereinbarung ist eine hervorragende
Basis für zukünftiges Wachstum und ermöglicht uns den weiteren Ausbau
unserer Position als weltweit führendes Dialyse-Unternehmen.
Darüber hinaus ist es Fresenius Medical Care im dritten Quartal
gelungen, eine Untersuchung, die sich auf Blutschlauchsysteme bezog,
die vor Gründung der Gesellschaft von NMC vertrieben wurden, mit
einem Vergleich in Höhe von 3,8 Millionen Dollar abzuschließen.
Aufgrund vorhandener Rückstellungen wird das Quartalsergebnis von
diesem Vergleich nicht beeinflusst.
Der Umsatz belief sich im 3. Quartal 1999 auf 969 Millionen Dollar
und lag damit wechselkursbereinigt um 10% über dem Umsatz im 3.
Quartal 1998. Das Ergebnis nach Steuern stieg im 3. Quartal 1999 vor
außerordentlichen Aufwendungen um 36% auf 46 Millionen Dollar nach 34
Millionen Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Damit stieg der
Gewinn pro Stammaktie im 3. Quartal 1999 vor außerordentlichen
Aufwendungen um 36% auf 0,57 Dollar. Nach außerordentlichen
Aufwendungen beträgt das Ergebnis nach Steuern im 3. Quartal -366
Millionen Dollar und das Ergebnis je Stammaktie -4,64 Dollar.
Weitere Informationen zu den Ergebnissen des 3. Quartals 1999 sind
auf der Homepage des Unternehmens unter www.fmc-ag.com/press/news.htm
abrufbar.
An der Fresenius Medical Care AG ist die Fresenius AG (WKN 578
560, 578 562, 578 563) mehrheitlich beteiligt.
Fresenius Medical Care AG
Der Vorstand
Bad Homburg v.d.H., den 22. November 1999
Ende der Mitteilung
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