Görg Präsentiert Umfrage zum Verkauf von Gemeindewohnungen

Wien, (OTS) Bei einer Pressekonferenz der Wiener Volkspartei
am Freitag präsentierte Landesparteiobmann und Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg die Umfrageergebnisse einer aktuellen Studie,
die die Wiener ÖVP in Auftrag gegeben hat, um die Bereitschaft und das Interesse der Wienerinnen und Wiener ihre Gemeindewohnung im Eigentum zu erwerben, abzufragen.

Das Ergebnis der Studie, sagte der Vizebürgermeister, hätte ihn selbst "überrascht" - nicht nur, dass 79 Prozent aller Befragten es für eine gute Idee hielten, dass die Stadt Wien ihre Gemeindewohnungen Mietern zum Kauf anbietet, "52 Prozent der Befragten könnten sich sogar den Kauf zum Marktpreis vorstellen."

Es seien bei der Befragung keine Preise genannt worden und
man müsse sich sicherlich noch genau anschauen, was ein "attraktives" Angebot für die Wiener Mieter von Gemeindewohnungen sei, so Görg weiter, grundsätzlich sehe er sich aber darin bestätigt "einige Milliarden Schilling zu lukrieren und "ungenutztes Kapital" für die Zukunft Wiens "arbeiten" zu lassen, so Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg.****

Damit Wien die Chancen und Möglichkeiten der Zukunft mittel-und langfristig optimal nützen könne, wären umfangreiche Investitionen notwendig. Wien brauche als Wirtschaftsstandort eine stabile, gut vernetzte und auf Topniveau ausgebaute Infrastruktur. Die Liste der wesentlichen Infrastrukturprojekte reicht von der Starthilfe neuer und innovativer Unternehmen, der Attraktivierung aller Wiener Geschäftsstraßen, der Schaffung neuer Kinderbetreuungsmöglichkeiten, dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs bis hin zu Schaffung neuer öffentlicher Freizeitangebote.

Diese Projekte sehe Vizebürgermeister Görg als Investition in die Zukunft, die die Wirtschaft belebe und die Lebensqualität für alle Wienerinnen und Wiener steigere.

Zur Finanzierung dieser Projekte komme für die Wiener Volkspartei eine Steigerung der Schulden, Einführung oder Erhöhung von Steuern, Tarifen und Gebühren nicht in Frage.

Der bisherige Kurs, nämlich der sparsame Umgang mit Steuergeld,- erfordere daher einen weiteren Vorstoß in Richtung Umwandlung "ungenutzter Reserven" in "lebendes Kapital": Die Stadt Wien ist Eigentümer von 220.000 Gemeindewohnungen und damit der größte Hausherr weltweit. Die Wiener Volkspartei schlägt daher den Verkauf von Gemeindewohnungen an interessierte Mieter vor.

Studie im Detail:

1. Grundsätzliche Haltung: 79 % aller Befragten (und 71 % derjenigen, die in Gemeindewohnungen leben) halten es für eine
gute Idee, dass die Stadt Wien ihre Gemeindewohnungen den bestehenden Mietern zum Kauf anbietet; nur 5 % lehnen diese Idee grundsätzlich ab.

2. Bereitschaft zum Kauf der eigenen Wohnung: 52 % der befragten Personen, die in Gemeindewohnungen leben, können sich
den Kauf der eigenen Wohnung "sicher" (28 %) bzw. "eher schon" (24 %) vorstellen. Besonders attraktiv ist der Kauf der
Gemeindewohnung für Familien mit Kindern.

3. Motive für die Kaufbereitschaft: Der Standard, die Größe sowie die Lage der Wohnung, der Erwerb von Eigentum und die gute Geldanlage sind die Hauptargumente für den Kauf der eigenen Gemeindewohnung. Eine schöne Wohnung, die groß genug für die Familie ist, sich in einer guten Lage befindet und vielleicht
sogar noch über einen Garten verfügt, sind neben einer guten Geldanlage und die Aussicht keine Miete mehr bezahlen zu müssen weitere Argumente für den Kauf der Gemeindewohnung.

4. Preis: 22 % der befragten Gemeindewohnungsmieter würden ihre Gemeindewohnung zum derzeitigen Marktwert kaufen; bei einem reduzierten Preis um 10 % steigt diese Bereitschaft um 4 %, bei einem um 20 % reduzierten Kaufpreis um weitere 9 %.

5. Investition der Verkaufserlöse: 68 % aller befragten Personen meinen, das Geld aus dem Verkauf der Gemeindewohnungen
soll direkt für Investitionen in Wien ausgegeben werden, um die Wiener Wirtschaft anzukurbeln. 22 % meinen hier, nicht die Erlöse direkt, sondern nur die Zinserlöse aus diesem Kapital sollen ausgegeben werden

8. Investitionsbedarf: Entsprechend der Meinung der befragten Personen soll die Stadt Wien in die Förderung von Unternehmensgründungen, den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, die Schaffung und Verbesserung von Betreuungsplätzen für Klein- und Schulkinder sowie die Förderung von Investitionen in neue Technologien in Zukunft verstärkt Geld investieren, um die Lebensqualität in Wien zu erhöhen.

9. Finanzierung: Die Finanzierung dieser Investitionen soll über die Mobilisierung derzeit brachliegender Finanzreserven erfolgen. Deutlich werden die Aufnahme neuer Kredite, neue Steuern und Tariferhöhungen abgelehnt.

o Studientitel: Gemeindewohnungen in Wien
o Durchführendes Institut: Integral Markt- und

Meinungsforschungsgesellschaft
o Zeitraum: 3.–7. November 1999
o Telefoninterviews mit Wiener Haushaltsvorständen
o Stichprobe = 428 Interviews repräsentativ für Wiener Haushalte (Schluss) lei

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