• 19.11.1999, 11:31:47
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  • OTS0135

Görg Präsentiert Umfrage zum Verkauf von Gemeindewohnungen=

Wien, (OTS) Bei einer Pressekonferenz der Wiener Volkspartei
am Freitag präsentierte Landesparteiobmann und Vizebürgermeister
Dr. Bernhard Görg die Umfrageergebnisse einer aktuellen Studie,
die die Wiener ÖVP in Auftrag gegeben hat, um die Bereitschaft und
das Interesse der Wienerinnen und Wiener ihre Gemeindewohnung im
Eigentum zu erwerben, abzufragen.

Das Ergebnis der Studie, sagte der Vizebürgermeister, hätte
ihn selbst "überrascht" - nicht nur, dass 79 Prozent aller
Befragten es für eine gute Idee hielten, dass die Stadt Wien ihre
Gemeindewohnungen Mietern zum Kauf anbietet, "52 Prozent der
Befragten könnten sich sogar den Kauf zum Marktpreis vorstellen."

Es seien bei der Befragung keine Preise genannt worden und
man müsse sich sicherlich noch genau anschauen, was ein
"attraktives" Angebot für die Wiener Mieter von Gemeindewohnungen
sei, so Görg weiter, grundsätzlich sehe er sich aber darin
bestätigt "einige Milliarden Schilling zu lukrieren und
"ungenutztes Kapital" für die Zukunft Wiens "arbeiten" zu lassen,
so Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg.****

Damit Wien die Chancen und Möglichkeiten der Zukunft mittel-
und langfristig optimal nützen könne, wären umfangreiche
Investitionen notwendig. Wien brauche als Wirtschaftsstandort eine
stabile, gut vernetzte und auf Topniveau ausgebaute Infrastruktur.
Die Liste der wesentlichen Infrastrukturprojekte reicht von der
Starthilfe neuer und innovativer Unternehmen, der Attraktivierung
aller Wiener Geschäftsstraßen, der Schaffung neuer
Kinderbetreuungsmöglichkeiten, dem Ausbau des öffentlichen
Verkehrs bis hin zu Schaffung neuer öffentlicher Freizeitangebote.

Diese Projekte sehe Vizebürgermeister Görg als Investition in
die Zukunft, die die Wirtschaft belebe und die Lebensqualität für
alle Wienerinnen und Wiener steigere.

Zur Finanzierung dieser Projekte komme für die Wiener
Volkspartei eine Steigerung der Schulden, Einführung oder Erhöhung
von Steuern, Tarifen und Gebühren nicht in Frage.

Der bisherige Kurs, nämlich der sparsame Umgang mit
Steuergeld,- erfordere daher einen weiteren Vorstoß in Richtung
Umwandlung "ungenutzter Reserven" in "lebendes Kapital": Die Stadt
Wien ist Eigentümer von 220.000 Gemeindewohnungen und damit der
größte Hausherr weltweit. Die Wiener Volkspartei schlägt daher den
Verkauf von Gemeindewohnungen an interessierte Mieter vor.

Studie im Detail:

1. Grundsätzliche Haltung: 79 % aller Befragten (und 71 %
derjenigen, die in Gemeindewohnungen leben) halten es für eine
gute Idee, dass die Stadt Wien ihre Gemeindewohnungen den
bestehenden Mietern zum Kauf anbietet; nur 5 % lehnen diese Idee
grundsätzlich ab.

2. Bereitschaft zum Kauf der eigenen Wohnung: 52 % der
befragten Personen, die in Gemeindewohnungen leben, können sich
den Kauf der eigenen Wohnung "sicher" (28 %) bzw. "eher schon" (24
%) vorstellen. Besonders attraktiv ist der Kauf der
Gemeindewohnung für Familien mit Kindern.

3. Motive für die Kaufbereitschaft: Der Standard, die Größe
sowie die Lage der Wohnung, der Erwerb von Eigentum und die gute
Geldanlage sind die Hauptargumente für den Kauf der eigenen
Gemeindewohnung. Eine schöne Wohnung, die groß genug für die
Familie ist, sich in einer guten Lage befindet und vielleicht
sogar noch über einen Garten verfügt, sind neben einer guten
Geldanlage und die Aussicht keine Miete mehr bezahlen zu müssen
weitere Argumente für den Kauf der Gemeindewohnung.

4. Preis: 22 % der befragten Gemeindewohnungsmieter würden
ihre Gemeindewohnung zum derzeitigen Marktwert kaufen; bei einem
reduzierten Preis um 10 % steigt diese Bereitschaft um 4 %, bei
einem um 20 % reduzierten Kaufpreis um weitere 9 %.

5. Investition der Verkaufserlöse: 68 % aller befragten
Personen meinen, das Geld aus dem Verkauf der Gemeindewohnungen
soll direkt für Investitionen in Wien ausgegeben werden, um die
Wiener Wirtschaft anzukurbeln. 22 % meinen hier, nicht die Erlöse
direkt, sondern nur die Zinserlöse aus diesem Kapital sollen
ausgegeben werden

8. Investitionsbedarf: Entsprechend der Meinung der befragten
Personen soll die Stadt Wien in die Förderung von
Unternehmensgründungen, den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, die
Schaffung und Verbesserung von Betreuungsplätzen für Klein- und
Schulkinder sowie die Förderung von Investitionen in neue
Technologien in Zukunft verstärkt Geld investieren, um die
Lebensqualität in Wien zu erhöhen.

9. Finanzierung: Die Finanzierung dieser Investitionen soll
über die Mobilisierung derzeit brachliegender Finanzreserven
erfolgen. Deutlich werden die Aufnahme neuer Kredite, neue Steuern
und Tariferhöhungen abgelehnt.

o Studientitel: Gemeindewohnungen in Wien
o Durchführendes Institut: Integral Markt- und

Meinungsforschungsgesellschaft
o Zeitraum: 3.–7. November 1999
o Telefoninterviews mit Wiener Haushaltsvorständen
o Stichprobe = 428 Interviews repräsentativ für Wiener Haushalte
(Schluss) lei

Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz: www.wien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink/

Mag. Andrea Leitner
Tel.: 4000/81 414
e-mail: [email protected]

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