Neues NÖ Sozialhilfegesetz mit wesentlichen Änderungen

Sozialplanung, bedarfsgerecht und übersichtlich

St.Pölten (NLK) - Das neue Sozialhilfegesetz, das gestern vom NÖ Landtag beschlossen wurde, bringt wesentliche Änderungen mit sich:
Eine wichtige Neuerung ist die Sozialplanung. Dabei werden vorhandene Ressourcen optimal verteilt, Sozialprogramme sollen ein möglichst einheitliches, dezentrales Versorgungsangebot sicherstellen. Auch die stärkere präventive Hilfe und die Hilfe zur Selbsthilfe sind Schwerpunkte. Weiters setzt man in der Prävention auf die Integration eines Hilfeempfängers in seine unmittelbare Umgebung. Ambulante und teilstationäre Dienste haben zudem Vorrang gegenüber stationären Hilfen. Außerdem wird mehr auf die neuen "Bedürftigen" eingegangen, also auf gewaltbedrohte Frauen, Obdachlose und Menschen mit Schulden.

Das alte Sozialhilfegesetz stammte aus dem Jahr 1974 und wurde bereits dreizehnmal novelliert. Das neue Gesetz geht auf die neue Bedarfslage ein und ist übersichtlich formuliert. Im neuen Gesetz ist der Begriff "Behinderte" gestrichen, er wurde durch "Menschen mit besonderen Bedürfnissen" ersetzt.

Für die Sozialhilfe sind im nächsten Jahr rund fünf Milliarden Schilling vorgesehen, 1981 waren es noch 1,2 Milliarden Schilling. Heuer erhalten rund 50.000 Niederösterreicher Sozialhilfe. Davon sind 10.800 Menschen Bewohner der Pflegeheime, ungefähr 10.500 werden von sozialen und sozialmedizinischen Diensten betreut.

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