Verkürzung der Euro/Schilling-Doppelwährungs-Phase Ut.: VKI fordert Begleitmaßnahmen zur Sicherung eines reibungslosen Überganges

Wien (OTS) - Beim letzten ECOFIN-Rat wurde statt der
ursprünglichen sechsmonatigen Doppelwährungs-Phase für Euro und Schilling (01.01.2002 - 30.06.2002) eine europaweite Verkürzung auf zwei Monate ins Auge gefasst. In dieser kurzen Zeit ist es nicht einfach, ein klagloses Funktionieren sämtlicher Wirtschaftsprozesse in Euro zu ermöglichen. "Die möglichen Nachteile dieser verkürzten Umstellungs-Phase dürfen nicht einzig zu Lasten der Konsumenten gehen", gibt VKI- Geschäftsführer, DI Hannes Spitalsky, zu bedenken. Um einen reibungslosen Übergang zu einer einheitlichen Währung zu gewährleisten, hat der VKI einen Forderungskatalog mit begleitenden Maßnahmen zusammengestellt:

1) Service-Points zum Kennenlernen. Um eine frühzeitige Gewöhnung an die neue Währung zu gewährleisten, sollten sogenannte Service-Points in Geldinstituten mindestens sechs Monate vor Beginn der Doppelwährungs-Phase Euro-Münzen und -Scheine zum "Angreifen" zur Verfügung halten. Insbesonders Sehbehinderte und ältere Personen benötigen dieses "Trockentraining" rechtzeitig.

2) Starter-Kits. Um den Euro-Bargeldandrang in den ersten Tagen des Jahres 2002 zu verringern und zur leichteren Umgewöhnung, kann die Verteilung sogenannter Starter-Kits (Sortiment an gut sortierten Euro-Münzen) vor dem 1. Jänner 2002 sinnvoll sein. Für diesen Fall fordert der VKI, keine Spesen oder Manipulationsgebühren beim Umtausch von Schilling in Euro zu verrechnen.

3) Keine Zählgebühr. Um einen Anreiz zu schaffen, dass Konsumenten ihre Schilling-Münzvorräte umtauschen, soll der Wechsel in Starter-Kits vor dem 1. Jänner 2002 kostenlos (ohne Zählgebühr) in Geldinstituten möglich sein. Außerdem muss sichergestellt werden, dass der kostenfreie Umtausch von Schilling auf Euro in Haushaltsmengen bei allen Geldinstituten mindestens für sechs Monate (bis 30.06.2002) gewährleistet ist.

4) Service-Points mit Wechselstuben-Funktion am 1.1.2002. Die am 1. Jänner 2002 geöffneten Betriebe können bei Bezahlung des Kunden mit Euro-Scheinen (ab 1.1.2002 aus dem Bankomat erhältlich) die Last des Herausgebens und damit Umwechselns in Münzen nicht alleine tragen. Andere Wechselmöglichkeiten müssen daher gegeben sein. Der VKI regt an, dass Service-Points am 1. Jänner 2002 die Funktion von Wechselstuben übernehmen.

5) Bankomat. Für die ersten Tage des Jahres 2002 müssen die Bankomaten Scheine mit niedrigen Beträgen in ausreichenden Mengen zur Verfügung stellen, um den Wechselgeld-Bedarf in der Anfangs- Phase möglichst niedrig zu halten.

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