- 18.11.1999, 09:20:37
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ots Ad hoc-Service: Jungheinrich AG <DE0006219934>Jungheinrich AG: Personalwechsel an der Konzernspitze
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Hamburg (ots Ad hoc-Service) -
(Bor/Fa) Der Vorstandsvorsitzende der Jungheinrich AG, Hamburg,
Dr. Hans-Peter Schmohl, wird nach 24 Jahren mit Ablauf seines
Vertrages im Juni 2000 das Unternehmen verlassen.
Unterschiedliche Auffassungen über die Umsetzung der
Wachstumsstrategien außerhalb Europas, so Schmohl, hätten ihn
bewogen, seinen Vertrag nicht mehr zu verlängern.
Schmohl verläßt das Unternehmen zu einem Zeitpunkt, zu dem wieder
eine solide Ertragslage und gute Wachstumsperspektiven für den
Jungheinrich-Konzern erzielt werden. Als Schmohl zu Beginn des Jahres
1996 den Vorsitz im Vorstand übernahm, bestand seine schwierige
Aufgabe darin, den Konzern nach einer wenig erfolgreichen
Diversifikationsstrategie und operativen Verlustjahren wieder neu zu
ordnen und in eine ertragreiche Richtung zu lenken.
Mit Hilfe des sogenannten JUPITER-Programmes, das insgesamt auf
zwei Jahre zugeschnitten war, gelang es, die Herstellkosten der
Produkte um ca. 20 Prozent zu senken. Bereits im Jahre 1997 konnte
der "turn around" erfolgreich vollzogen werden. Das Unternehmen
schreibt seitdem wieder schwarze Zahlen, verbessert kontinuierlich
seine Ertragslage und baut Jahr für Jahr seine europäische
Marktposition weiter aus. Das langfristige Ziel einer 20-prozentigen
Gesamt-kapitalrendite soll bereits in 2000 erreicht werden.
Unter der Führung von Schmohl ist die strategische Umgestaltung
des Jungheinrich-Konzerns von einem Spezialisten der Lagertechnik hin
zu einem "Vollsortimenter" erfolgt. Im Umfeld eines massiven
Verdrängungswettbewerbes wurde eine eigenständige Staplerkompetenz
aufgebaut. Mit der Akquisition des Unternehmens Steinbock in Moosburg
ist dies im Bereich der Elektrostapler hervorragend gelungen. Das neu
gestaltete Produktionswerk für verbrennungs-motorische
Gegengewichtsstapler in Großbritannien ist bislang noch nicht
profitabel. Die Stärke des englischen Pfundes und Anlaufprobleme in
der Fertigung haben die Zielerreichung verzögert, so daß hier erst im
nächsten Jahr der Break-Even erreicht werden kann.
Mit der Schaffung eines modernen, europäischen
Produktionsverbundes und der Verstärkung einer effizienten, direkten
und indirekten Vertriebsstruktur, ist das Unternehmen für die Zukunft
gerüstet. Dem aktiven Wandel vom Hersteller zum Dienstleister wird
durch einen kräftigen Ausbau des Servicebereiches Rechnung getragen.
Durch die Berufung von drei neuen Vorständen für die Ressorts
Technik, Vertrieb und Controlling, die den Vorsitzenden von seinen
operativen Aufgaben entlasten, ist - nach Auffassung von Schmohl -
"das Haus für einen Wechsel gut bestellt".
Das Unternehmen hatte am 16. November 1999 in seinem
Zwischenbericht für dieses Jahr einen zweistelligen Ergebniszuwachs
angekündigt und gute Wachstumsperspektiven für 2000 prognostiziert.
Im internationalen Ranking innerhalb der Branche nimmt der
Jungheinrich-Konzern mit seinen über 8.800 Mitarbeitern/-innen und
einem Jahresumsatz von insgesamt ca. 2,6 Mrd. DM den vierten Platz
ein und liegt in Europa nach dem Linde-Konzern auf Platz 2 im Bereich
der Flurförderzeughersteller.
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