Ernst Höger und Traude Votruba:

Bilanz über 19 erfolgreiche Jahre in der NÖ Landesregierung

St.Pölten (NLK) - Landesrätin Traude Votruba gehörte der NÖ Landesregierung seit 9. April 1981 an, Landeshauptmannstellvertreter Ernst Höger seit 9. Oktober 1980. Heute, einen Tag vor dem Rücktritt, zogen sie Bilanz über 19 erfolgreiche Jahre in der NÖ Landesregierung. Votruba meinte, sie werde nun alles tun, was sie bisher nicht tun konnte, also etwa weiterhin die Politik beobachten, aber auch die vielen Hobbys pflegen, für die sie bisher keine Zeit gefunden habe. Sie blicke "mit sehr viel Genugtuung" auf diese Jahre zurück. Für Höger stand der Entschluß, seinen Rücktritt anzukündigen, unmittelbar nach der letzten Landtagswahl fest. Sein geordneter Rückzug in allen Bereichen erfolge jetzt auch in der NÖ Landesregierung. Jetzt könne er nach gesundheitlichen Problemen den Genesungsprozeß erfolgreich betreiben. Es sei jedenfalls eine wunderbare Zeit gewesen, sagte Höger. Er sei stolz, "wesentliche Dinge nicht nur mitbewegt, sondern auch mitgetragen zu haben".

Seit 1979 waren die landesweiten Wohlfahrtsträger im Auftrag des Landes um dem Auf- und Ausbau der sozialen Dienste in Niederösterreich bemüht, hielt Votruba fest. Heute könne man ein flächendeckendes und bedarfsgerechtes System der ambulanten Dienste anbieten. Die Bevölkerung sei in dieser Zeit zweifellos älter und daher auch pflegebedürftiger geworden. Das neue Sozialhilfegesetz, das morgen im Landtag beschlossen werde, sei "ein großer Schritt in das neue Jahrtausend". Derzeit bestehen in Niederösterreich 8 Obdachloseneinrichtungen, 5 Frauenhäuser und eine Notwohnung, ein Mutter-Kind-Heim und 4 Schuldnerberatungsstellen. Die sozialen Dienste betreuen im Monat 10.652 Hilfsbedürftige von 221 Sozialstationen mit 3.012 Beschäftigten und leisten 1999 über 2,2 Millionen Einsatzstunden.

Die Kindergartenversorgung in Niederösterreich betrage derzeit 97,5 Prozent, meinte Votruba weiter. Auch habe man seit 10 Jahren Integration in Kindergärten für Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Derzeit gebe es in Niederösterreich 1.027 Kindergärten mit 2.060 Gruppen sowie 51 Privatkindergärten. 506 Kinder mit besonderen Bedürfnissen seien in das Regel-Kindergartenwesen eingebunden. Der 50 Jahre alte NÖ Schul- und Kindergartenfonds als Förderinstrument für Neu-, Um- und Zubauten und die Instandsetzung von Schulen und Kindergärten hätte allein im heurigen Jahr ein Volumen von 1,6 Milliarden Schilling ausgelöst. Auch die Tagesbetreuung und die Horte seien österreichweit Spitze.

Für Landeshauptmannstellvertreter Höger waren besonders die Beschluß über die Landeshauptstadt und die Regionalisierung wirkliche Investitionsschübe. Die Vereinbarungen seien auf Punkt und Beistrich eingehalten worden. Die Regionalisierung habe mit einem Einsatz von rund 4 Milliarden Schilling an Förderungen Investitionen von über 14 Milliarden Schilling ausgelöst. Die Sozialzentren wiederum hätten den älteren Mitbürgern die Möglichkeit gegeben, auch in Würde alt zu werden. Derzeit seien über 100 Sozialzentren in ganz Niederösterreich in Betrieb, in Bau oder in Planung. Ein ganz wertvoller Impuls sei auch die Abschaffung der Landesumlage gewesen. Besonders wichtig sei der "absolute Kampf um jeden Arbeitsplatz" gewesen. Mit über 520.000 Beschäftigten habe Niederösterreich derzeit das beste Ergebnis in seiner Geschichte. Gleichzeitig habe aber sein Einsatz zur Rettung von zahlreichen Betrieben geführt. Die Verdoppelung der Wohnbauförderung und das erfolgreiche Modell würden dazu führen, daß jährlich rund 16 Milliarden Schilling in die niederösterreichische Bauwirtschaft fließen.

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