• 17.11.1999, 13:51:57
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  • OTS0183

Ernst Höger und Traude Votruba:

Bilanz über 19 erfolgreiche Jahre in der NÖ Landesregierung

St.Pölten (NLK) - Landesrätin Traude Votruba gehörte der NÖ
Landesregierung seit 9. April 1981 an, Landeshauptmannstellvertreter
Ernst Höger seit 9. Oktober 1980. Heute, einen Tag vor dem Rücktritt,
zogen sie Bilanz über 19 erfolgreiche Jahre in der NÖ
Landesregierung. Votruba meinte, sie werde nun alles tun, was sie
bisher nicht tun konnte, also etwa weiterhin die Politik beobachten,
aber auch die vielen Hobbys pflegen, für die sie bisher keine Zeit
gefunden habe. Sie blicke "mit sehr viel Genugtuung" auf diese Jahre
zurück. Für Höger stand der Entschluß, seinen Rücktritt anzukündigen,
unmittelbar nach der letzten Landtagswahl fest. Sein geordneter
Rückzug in allen Bereichen erfolge jetzt auch in der NÖ
Landesregierung. Jetzt könne er nach gesundheitlichen Problemen den
Genesungsprozeß erfolgreich betreiben. Es sei jedenfalls eine
wunderbare Zeit gewesen, sagte Höger. Er sei stolz, "wesentliche
Dinge nicht nur mitbewegt, sondern auch mitgetragen zu haben".

Seit 1979 waren die landesweiten Wohlfahrtsträger im Auftrag des
Landes um dem Auf- und Ausbau der sozialen Dienste in
Niederösterreich bemüht, hielt Votruba fest. Heute könne man ein
flächendeckendes und bedarfsgerechtes System der ambulanten Dienste
anbieten. Die Bevölkerung sei in dieser Zeit zweifellos älter und
daher auch pflegebedürftiger geworden. Das neue Sozialhilfegesetz,
das morgen im Landtag beschlossen werde, sei "ein großer Schritt in
das neue Jahrtausend". Derzeit bestehen in Niederösterreich 8
Obdachloseneinrichtungen, 5 Frauenhäuser und eine Notwohnung, ein
Mutter-Kind-Heim und 4 Schuldnerberatungsstellen. Die sozialen
Dienste betreuen im Monat 10.652 Hilfsbedürftige von 221
Sozialstationen mit 3.012 Beschäftigten und leisten 1999 über 2,2
Millionen Einsatzstunden.

Die Kindergartenversorgung in Niederösterreich betrage derzeit
97,5 Prozent, meinte Votruba weiter. Auch habe man seit 10 Jahren
Integration in Kindergärten für Kinder mit besonderen Bedürfnissen.
Derzeit gebe es in Niederösterreich 1.027 Kindergärten mit 2.060
Gruppen sowie 51 Privatkindergärten. 506 Kinder mit besonderen
Bedürfnissen seien in das Regel-Kindergartenwesen eingebunden. Der 50
Jahre alte NÖ Schul- und Kindergartenfonds als Förderinstrument für
Neu-, Um- und Zubauten und die Instandsetzung von Schulen und
Kindergärten hätte allein im heurigen Jahr ein Volumen von 1,6
Milliarden Schilling ausgelöst. Auch die Tagesbetreuung und die Horte
seien österreichweit Spitze.

Für Landeshauptmannstellvertreter Höger waren besonders die
Beschluß über die Landeshauptstadt und die Regionalisierung wirkliche
Investitionsschübe. Die Vereinbarungen seien auf Punkt und Beistrich
eingehalten worden. Die Regionalisierung habe mit einem Einsatz von
rund 4 Milliarden Schilling an Förderungen Investitionen von über 14
Milliarden Schilling ausgelöst. Die Sozialzentren wiederum hätten den
älteren Mitbürgern die Möglichkeit gegeben, auch in Würde alt zu
werden. Derzeit seien über 100 Sozialzentren in ganz Niederösterreich
in Betrieb, in Bau oder in Planung. Ein ganz wertvoller Impuls sei
auch die Abschaffung der Landesumlage gewesen. Besonders wichtig sei
der "absolute Kampf um jeden Arbeitsplatz" gewesen. Mit über 520.000
Beschäftigten habe Niederösterreich derzeit das beste Ergebnis in
seiner Geschichte. Gleichzeitig habe aber sein Einsatz zur Rettung
von zahlreichen Betrieben geführt. Die Verdoppelung der
Wohnbauförderung und das erfolgreiche Modell würden dazu führen, daß
jährlich rund 16 Milliarden Schilling in die niederösterreichische
Bauwirtschaft fließen.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung

Pressestelle
Tel.: 02742/200-2312

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