• 17.11.1999, 09:41:18
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30 Jahre Pensionisten-Wohnhaus Liebhartstal I=

SPERRFRIST 14 UHR

Vor 30 Jahren, am 15. Oktober 1969, wurde im 16. Bezirk,
Thaliastraße 157, das Pensionisten-Wohnhaus "Liebhartstal" durch
den damaligen Bürgermeister Bruno Marek "getauft" und in Betrieb
genommen. Es war das dritte Haus des Kuratoriums Wiener
Pensionisten-Wohnhäuser. Mittwoch fand aus diesem Anlass in
Anwesenheit von Vizebürgermeisterin Grete Laska, Präsidentin des
Kuratoriums, eine Feier statt. Mit seiner Inbetriebnahme standen
dem Kuratorium insgesamt 668 Plätze, davon 47 in B-Abteilungen zur
Verfügung. Derzeit verfügen die 30 in Betrieb befindlichen
Wohnhäuser über 9.693 Plätze inklusive der 1.267 Betten in den
Betreuungsstationen sowie der 419 Plätze in den
Pflegewohnungen.****

Im Laufe der 30 Jahre hat eine Reihe von baulichen
Veränderungen stattgefunden. So wurde unter anderem die B-
Abteilung vergrößert und in das 1990 in Betrieb genommene Haus
"Liebhartstal II" verlegt. Dafür konnten zusätzliche Appartements
geschaffen werden. Weitere Maßnahmen waren unter anderem auch der
Umbau des Schwesternstützpunktes und die Errichtung eines
Notfallskrankenzimmers.

Älteste Bewohnerin 103 Jahre "jung"

Im Haus Liebhartstal I gibt es gegenwärtig 196
Einzelappartements, 26 Zweipersonenappartements, 5 Pflegewohnungen
sowie 1 Probewohnung. Das Haus wird derzeit von 216 Frauen und 43
Männern bewohnt. Das bedeutet, dass auch hier die Frauen das
"dominierende" Geschlecht sind. 51 Personen- 38 Frauen und 13
Männer - sind 90 Jahre und darüber, die älteste Pensionärin ist
Wilhelmine Peschek, 103 Jahre, der älteste Pensionär ist Karl
Zemann, er feierte im September seinen 101. Geburtstag. Darüber
hinaus feiert er aber auch in besonderes Jubiläum: er ist der am
längsten im Haus Wohnende, nämlich seit dem 1. Juli 1974. Im
Rahmen der Pensionärsaktivitäten erfreuen sich besonderer
Beliebtheit: die Gymnastikgruppe und Chrogruppe sowie der Tanzklub
und die Werkgruppe, von der auch das heutige Gastgeschenk -
Papiertaschen mit Sonnenblumenmotiven bemalt - hergestellt wurden.
Zu den weiteren beliebten Einrichtungen zählen unter anderem auch
die Bibliothek sowie die regelmäßig durchgeführten Flohmärkte und
Basare. Selbstverständlich haben alle Bewohnerinnen und Bewohner
aber auch die Möglichkeit, die Freizeiteinrichtungen im Haus
Liebhartstal II in der Ottakringer Straße wie Gymnastikraum,
Kegelbahn und Sauna zu benützen.

Kuratorium: Weitere Öffnung der Häuser

Wie Vizebürgermeisterin Grete Laska betonte, genießen die
Häuser des Kuratoriums bei ihren Bewohnerinnen und Bewohnern auf
Grund der guten Betreuung und des vielfältigen Angebotes an
Aktivitäten größte Zustimmung und Anerkennung. So wurde neben
diversen Standardverbesserungen in den Häusern vor allem deren
"Öffnung" verstärkt. Etwa durch die Schaffung von Seniorenzentren
und die Durchführung von Veranstaltungen, die auch für Senioren
aus der näheren Umgebung und Angehörige der Bewohner zugänglich
sind. So gab es allein heuer, im "Jahr der älteren Generation",
bisher über 500 derartige Veranstaltungen. Anlässlich des
Internationalen Seniorentages am 1. Oktober führte das Kuratorium
in allen seinen 30 Häusern am 2. Oktober einen "Tag der offenen
Tür" durch, wobei insgesamt mehr als 9.000 Besucherinnen und
Besucher gezählt wurden. (Schluss) zi/bs

Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz: www.wien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink/

Hannes Zima
Tel.: 313 99/211

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