• 16.11.1999, 11:26:35
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  • OTS0129

Produktionsstart in Shell Solarzellenfabrik / Vision vom europäischen "Solar Valley" nimmt Gestalt an -BILD

- Querverweis: Bild ist abrufbar unter:
http://www.newsaktuell.de/4d.acgi$SendPICS?A

Hamburg / Gelsenkirchen (ots) - Die weltweit modernste
Solarzellenfabrik hat heute in Gelsenkirchen den Betrieb aufgenommen.
Bauherr der neuen Solarfabrik, die zugleich eine der größten der Welt
ist, sind die Deutsche Shell AG, Hamburg, sowie die Shell Solar
Deutschland GmbH, Gelsenkirchen. Shell wird in das Werk insgesamt
mehr als 50 Millionen Mark investieren. Die Bundesrepublik
Deutschland und das Land Nordrhein-Westfalen haben das Projekt
finanziell unterstützt. Das futuristische Erscheinungsbild
symbolisiert auch beispielhaft den Strukturwandel im Ruhrgebiet. Die
Solarzellenfabrik ist Teil des Geschäftsbereichs für Erneuerbare
Energien (Shell Renewables) der Royal Dutch/Shell Gruppe. In diesem
Geschäftsbereich hat das Unternehmen seine Aktivitäten auf den
Gebieten Solarenergie, Biomasse, Windenergie und Forstwirtschaft
zusammengefasst.

Das Shell Werk im Ruhrgebiet verfügt zunächst über eine
vollautomatische Produktionslinie, die jährlich etwa fünf Millionen
Solarzellen mit einer Leistung von insgesamt zehn Megawatt (MW)
erzeugen kann. Das entspricht dem Strombedarf von etwa 3.000
Haushalten pro Jahr. Die Jahresproduktion reicht aber auch aus, um
beispielsweise jährlich 200.000 Shell "Solar-Home-Systems"
herzustellen, die als autonome Insellösungen den Grundbedarf an Strom
von Haushalten in abgelegenen Gebieten in Entwicklungs- und
Schwellenländern decken können. In der Endausbaustufe, nach
Installation der zweiten Produktionslinie, sollen rund 13 Millionen
multikristalline Zellen mit einer Leistung von 25 Megawatt jährlich
hergestellt und weltweit vermarktet werden. 25 Megawatt reichen aus,
um etwa 7000 Vier-Personen-Haushalte vollständig mit Strom zu
versorgen.

In der Fabrik, die die Vision von einem europäischen "Solar
Valley" ein großes Stück voran bringt, kommt eine vollkommen neu
entwickelte Produktionstechnologie zum Einsatz. Darin eingeflossen
sind die Erfahrungen, die Shell im Schwesterwerk im niederländischen
Helmond gesammelt hat. Shell Solar hat sich für den stufenweisen
Ausbau der Kapazitäten entschieden, um weitere Fortschritte in der
Fertigungstechnologie zu nutzen. Ferner will das Unternehmen zunächst
weitere Absatzmärkte für Solarzellen erschließen. Ein großer Teil der
Produktion ist für den Weltmarkt bestimmt. Einer der Hauptabnehmer
wird zunächst die Shell Solar B.V. in Helmond sein. Zudem wurde
bereits ein Pilotprojekt mit der Volksrepublik China vereinbart, das
mittelfristig in der Lieferung von bis zu 100.000 Solarsystemen für
die Innere Mongolei münden kann.

Jeroen van der Veer, einer der Managing Directors der Royal
Dutch/Shell Gruppe, und unter anderen verantwortlich für den
Geschäftsbereich Shell Renewables: "Die Royal Dutch/Shell Gruppe
arbeitet schon heute an der Lösung der Probleme von morgen, um eine
langfristige Energieversorgung der Menschen in aller Welt
sicherzustellen. Im letzten Monat hat die Weltbevölkerung die Zahl
von sechs Milliarden Menschen überschritten. Der Lebensstandard von
jedem einzelnen Menschen hängt davon ab, ob er Zugang zu bezahlbaren,
leicht zugänglichen und verlässlichen Energiequellen hat. Vor diesem
Hintergrund wird Solarenergie künftig einen größeren Anteil am
globalen Energiemix haben. Und wir unterstreichen mit dieser
Investition, dass wir Marktführer auf dem Gebiet der Solarenergie
werden wollen."

Das Shell Werk in Gelsenkirchen schafft insgesamt mehrere hundert
neue Arbeitsplätze, viele davon in vor- und nachgelagerten
Produktionsstufen. In der Fabrik entstehen direkt etwa 45 neue
Arbeitsplätze. Rund zwei Drittel davon entfallen auf die Fertigung.
In der Endausbaustufe werden in beiden Produktionslinien je 15
Menschen beschäftigt sein. Dann sollen in der Anlage im
Drei-Schicht-System Solarzellen rund um die Uhr vom Band laufen.
Weitere 15 Mitarbeiter werden im Projektmanagement, im Vertrieb sowie
im Finanz- und Personalwesen tätig sein.

Sechs Unternehmen des Baugewerbes, fünf davon aus dem Ruhrgebiet,
waren seit Sommer 1998 damit beschäftigt, die Pläne des Hamburger
Architekturbüros Hohaus umzusetzen. Aus rund 1800 Kubikmetern Beton,
190 Tonnen Betonstahl sowie 230 Kubikmetern Mauerwerk und 110 Tonnen
Stahlträgern ist in Gelsenkirchen eine Fertigungsstätte entstanden,
deren Design auf dem Gebiet industrieller Anlagen Maßstäbe setzt.

Die Solarzellenfabrik besteht aus einer sechsgliedrigen Halle mit
Schrägdächern, in der auf zwei Etagen produziert wird, sowie aus
einem ellipsenförmigen, mehrstöckigen Verwaltungsgebäude. Daran
angegliedert entsteht ein Besucherzentrum, das Informationen rund um
die Photovoltaik bieten wird. Das insgesamt knapp 83 Meter lange, 47
Meter breite und 12 Meter hohe Gebäude ist größtenteils mit
Solarzellen bestückt, die pro Jahr insgesamt rund 100.000
Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugen werden.

Dr. Frithjof Kublik, Vizepräsident Shell Solar und zuständig für
den Geschäftsbereich Erneuerbare Energien in Deutschland: "Shell hat
es sich zur Aufgabe gemacht, dem Endkunden ein komplettes
Leistungspaket zu einem fairen Preis anzubieten, das sämtliche
Solarsystemkomponenten beinhaltet." Das Unternehmen hat sich deshalb
für ein dreistufiges Vertriebssystem entschieden. Die Fäden laufen
bei der Shell Solar Deutschland Vertrieb GmbH, Hamburg, zusammen, die
für das gesamte Bundesgebiet verantwortlich zeichnet. Für die Arbeit
"vor Ort" werden vier Shell Solar Zentren zur Verfügung stehen. Das
Shell Solar Zentrum Nord mit Sitz in Hamburg betreut heute schon die
fünf nördlichen Bundesländer. Das Zentrum West bearbeitet seit
Mitte 1999 von Düsseldorf und Aachen aus die Bundesländer
Nordrhein-Westfalen, Saarland, Rheinland-Pfalz sowie Hessen. Die
Shell Solar Zentren Süd und Ost werden Mitte nächsten Jahres ihren
Betrieb aufnehmen.

Die Solarzentren stützen sich auf sogenannte Systempartner: Das
sind von Shell besonders geschulte mittelständische Betriebe wie
Elektroinstallateure und Dachdecker, die die Kunden nicht nur
professionell beraten, sondern sich auch um die fachgerechte Montage
und Wartung der Solarstromanlagen kümmern. Bislang sind Mitarbeiter
von mehr als 150 Fachbetrieben von Shell Solar rund um
Solarstromanlagen geschult worden. Bis Ende 1999 bekommen etwa 70
dieser Betriebe einen Exklusivvertrag. Mittelfristig sollen
bundesweit mehrere hundert Fachbetriebe mit Shell Solar
zusammenarbeiten.

Das Vertriebsprogramm von Shell umfasst Standard-Solaranlagen für
private Haushalte sowie Industrieanlagen einschließlich fassaden-
bzw. gebäudeintegrierte Anlagen. Diese können entweder als sogenannte
Inselsysteme betrieben oder an das öffentliche Netz angeschlossen
werden. Verbraucherprodukte wie Caravan Sets, Bootsmodule oder auch
Solaruhren und das solare Batterie-Ladegerät "Suntrap" runden das
Sortiment ab. Professor Dr. Fritz Vahrenholt, im Vorstand der
Deutschen Shell zuständig für den Bereich Erneuerbare Energien:
"Unser Engagement geht aber noch weiter. Solarmodule und
Windkraftanlagen werden wir verstärkt auch selbst einsetzen. Zum
Beispiel installieren wir Solaranlagen auf unseren Tankstellendächern
und bauen Windkrafträder auf dem Gelände unserer Raffinerie in
Hamburg-Harburg. In der Hansestadt Hamburg sind wir außerdem
gemeinsam mit dem Stromversorger HEW bereits heute größter Anbieter
von Ökostrom mit mehr als 700 Kunden."

ots Originaltext: Deutsche Shell AG
Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de

Rückfragen bitte an:
Lars-Olaf Brendel
040/6324-5423 Tel
040/6324-5652 Fax
lars.l.brendel@ope.shell.com

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