Presseerklärung des Republikanischen Clubs

Freitag, 12.11.99, eine der wichtigsten Demonstrationen der zweiten Republik- Großartiger friedlicher Auftakt der breiten Mobilisierung für Menschenrechte - Gegen Störung der Demonstrationskultur

Wien - Bunt, breit und friedlich, aber entschlossen und in unübersehbaren Massen: Am Höhepunkt waren wohl über 70.000 rund um den Stephansplatz versammelt. Zugleich war es eine grundsatzpolitische Kundgebung mit einer klaren Haltung, die immer wieder durch massiven Applaus und stundenlanges Ausharren in der Kälte bestätigt wurde: "Keine Koalition mit dem Rassismus".

Allen TeilnehmerInnen und UnterstützerInnen, nah und fern, gebührt Dank und Anerkennung für den großartigen Auftakt, der auf lange Sicht angelegten Menschenrechtskampagne der "demokratischen Offensive".

Keine Freude ohne kleinen bitteren Tropfen:
Die gewaltfreie, demokratische Demonstrationskultur wurde durch kleine Zwischenfälle bei dem Auftakt vor dem Parlament gestört. Rednerinnen der Regierungsparteien, Brinek VP, Ederer SP, wurden durch Pfiffe unterbrochen.

In Richtung Brigitte Ederer wurden auch Eier geworfen. Fode Sylla, französischer Präsident von SOS Racisme international stellte sich vor Brigitte Ederer. Ein infantiler Lausbubenstreich im Kontext einer ernsten, breiten Mobilisierung gegen Rassismus.

Schon in der dynamischen und sich ständig erweiternden Vorbereitungsarbeit, über 300 Gruppen und Institutionen unterstützen mittlerweile den Aufruf der "demokratischen Offensive", wurde von einzelnen Kleingruppen eine negative, unsolidarische Atmosphäre geschaffen. Vor allem im Umkreis der sogenannten "Bunten", um Andreas Görg, eine Gruppe mit einem lächerlichen Monopolanspruch auf die Vertretung von MigrantInnen.

Eine derart breite und massive Mobilisierung erfordert ein Mindestmaß an Respekt der Vielfalt der Zugänge und der Demonstrationkultur.

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